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Bayerischer Filmpreis: Triumph für "Wer früher stirbt, ist länger tot"

Es gibt zwei große Gewinner bei den "Bayerischen Oscars": Der skurrile Heimatfilm "Wer früher stirbt, ist länger tot" und das Gefängnisdrama "Vier Minuten" räumten die Preise in den wichtigsten Kategorien ab.

München - Der Überraschungserfolg des vergangenen Sommers, Marcus H. Rosenmüllers Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" ist der große Gewinner: Der Film, der rund 1,3 Millionen Besucher in die Kinos lockte, erhielt neben dem mit 200.000 Euro dotierten Produzentenpreis als bester Film des Jahres 2006 auch den Nachwuchsregiepreis. In gleich vier Kategorien triumphierte "Vier Minuten" von Chris Kraus, wie die Bayerische Staatskanzlei in München mitteilte.

Die Auszeichnungen werden heute während einer Gala im Münchner Prinzregententheater verliehen. Tom Tykwer durfte sich über die Auszeichnung als bester Regisseur für seine Verfilmung des Weltbestsellers "Das Parfum" freuen.

Die Jury lobte Rosenmüllers Erstlingswerk, das die Lausbubengeschichten eines Elfjährigen auf der Suche nach Unsterblichkeit erzählt, als "Heimatfilm jenseits aller Klischees". Er verbinde Fantastisches und Surrealistisches mit bayerischem Humor und Schlitzohrigkeit zu einem "herausragenden Gesamtkunstwerk".

Der Film "Vier Minuten", der am 1. Februar in die Kinos kommt, schildert die Begegnung einer greisen Pianistin, die in einem Frauengefängnis Klavierunterricht erteilt, mit der jungen, gewalttätigen Jenny. Monica Bleibtreu wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Hannah Herzsprung überzeugte die Juroren in der Rolle der Jenny als beste Nachwuchsdarstellerin. Regisseur und Autor Chris Kraus erhielt den Drehbuchpreis. Außerdem ging der Nachwuchsproduzentenpreis auf das Konto von "Vier Minuten".

Mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde der Regisseur, Autor und Produzent Michael Verhoeven ausgezeichnet, der mit Filmen wie "Die Weiße Rose" oder "Das schreckliche Mädchen" internationale Erfolge feierte. Der Publikumspreis ging an Sönke Wortmanns Dokumentarfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen" über die Fußball-WM. Volker Schlöndorffs Werk "Strajk - Die Heldin von Danzig" war in zwei Kategorien erfolgreich: Neben der Auszeichnung für die beste Bildgestaltung erhielt Katherina Thalbach einen Preis als beste Darstellerin. Bei den Männern begeisterte Jürgen Vogel die Juroren in dem Film "Emmas Glück".

hoc/ddp

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Bayerischer Filmpreis 2007: Gewinner der bayerischen Oscars

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