Berlinale 2010 Werner Herzog wird Jury-Präsident

Er ist einer der profiliertesten Filmemacher Deutschlands und ein internationaler Star: Werner Herzog wird Jury-Präsident bei den 60. Filmfestspielen von Berlin.

Regisseur Herzog: Stammgast auf vielen Festivals - jetzt wird er Jury-Präsident
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Regisseur Herzog: Stammgast auf vielen Festivals - jetzt wird er Jury-Präsident


Berlin - "Werner Herzogs Filme zeugen von der künstlerischen Kraft des Kinos", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick am Donnerstag über seine Entscheidung, den 67-jährigen Filmemacher zum Jury-Präsidenten der 60. Berlinale im kommenden Jahr zu machen. Die Internationalen Filmfestspiele finden vom 11. bis 21. Februar statt.

Herzog ist einer der bedeutendsten Filmemacher des Autorenkinos und des Neuen Deutschen Films. Er schuf mehr als 50 Spiel- und Dokumentarfilme, zudem machte er sich als Opernregisseur, Autor, Produzent und Schauspieler einen Namen. Das "Time Magazin" wählte Herzog 2009 zu einer der 100 einflussreichsten Personen weltweit. In diesem Jahr hat Herzog gleich zwei Filme fertiggestellt: Den düsteren amerikanischen Thriller "Bad Lieutenant" über einen Polizisten der im New Orleans der Post-Katrina-Ära auf die schiefe Bahn gerät. Und die ebenfalls in den USA gedrehte Familien-Gruselgeschichte "My Son, My Son, What Have Ye Done", zu dem Herzog auch das Drehbuch schrieb.

Festival-Erfahrung hat Herzog reichlich: Der Regie-Veteran ist immer wieder Stammgast in Berlin, Venedig und Cannes sowie vielen kleineren Filmfesten. Bereits für sein Spielfilmdebüt "Lebenszeichen" (1968) wurde er mit dem Silbernen Bären der Berlinale für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet. 1979 lief seine Vampir-Saga "Nosferatu" im Berlinale-Wettbewerb.

Herzogs Werk umfasst neben internationalen Spielfilmen wie "Aguirre, der Zorn Gottes" (1972), "Fitzcarraldo" (1982), "Cobra Verde" (1987) und "Rescue Dawn" (2006) auch zahlreiche Dokumentarfilme, darunter "Grizzly Man" (2005) und "Encounters at the End of the World" (2007), für den er 2009 eine Oscar-Nominierung erhielt. Über seine enge Zusammenarbeit mit Klaus Kinski, der in fünf seiner Filme die Hauptrolle spielte, drehte er 1999 den Dokumentarfilm "Mein liebster Feind".

bor/dpa/AP



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