Berlinale 2011: Isabella Rossellini wird Jurypräsidentin

Sie war Model, Designerin, Muse von David Lynch und ist selbst eine international profilierte Schauspielerin: Mit der Italo-Amerikanerin Isabella Rossellini hat die Berlinale eine weltgewandte Vorsitzende für ihre Jury gefunden.

Eine der internationalsten Filmkünstlerinnen: Schauspielerin und Regisseurin Rossellini Zur Großansicht
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Eine der internationalsten Filmkünstlerinnen: Schauspielerin und Regisseurin Rossellini

Berlin - Mit Isabella Rossellini steht im kommenden Jahr eine "vielseitige kreative Filmkünstlerin mit umfassenden Erfahrungen im europäischen, amerikanischen und internationalen Kino" der Berlinale-Jury vor. Festivaldirektor Dieter Kosslick fand am Montag nur lobende Worte, als er die 58-jährige Schauspielerin und Regisseurin vorstellte.

Rossellini ist die Tochter der schwedischen Schauspielerin Ingrid Bergman und des italienischen Regisseurs Roberto Rossellini. Sie begann ihre berufliche Laufbahn als Modedesignerin, Journalistin, Model und spielte zunächst vor allem in Filmen in ihrem Heimatland Italien. Später war sie lange das Gesicht der Kosmetikmarke Lancôme. International als Darstellerin bekannt wurde sie schließlich durch ihre Rollen in David Lynchs Filmen "Blue Velvet" (1986) und "Wild at Heart" (1990). Dafür gab es zwar Kritikerlob, die wichtigen Filmpreise blieben bislang jedoch ebenso aus wie große kommerzielle Erfolge, ganz wie einst für ihren Vater.

Der Regisseur hinterließ ein mächtiges Erbe, das sich Isabella Rossellini erst anzutreten wagte, als sie bereits über 50 war. Ihr kurioses Regie-Debüt "Green Porno" präsentierte sie schließlich 2008 bei der Berlinale. In den acht Comic-ähnlichen Kurzfilm-Episoden geht es um Sex - unter Regenwürmern, Schnecken, Bienen oder Gottesanbeterinnen.

In den letzten Jahren hört man Rossellinis Namen immer häufiger in Zusammenhang mit dem schrägen Experimentalfilmer Guy Maddin. 2005 drehten sie gemeinsam den Kurzfilm "My Dad is 100 Years Old", eine Hommage an ihren Vater. 2007 war sie als Kinoerzählerin in Maddins Stummfilm "Brand Upon the Brain!" im Forum der Filmfestspiele dabei, demnächst ist sie einer Hauptrolle im neuen Drama des Kanadiers, "Keyhole", zu sehen.

Zuletzt stand die Italo-Amerikanerin in den Filmstudios Babelsberg für die internationale Co-Produktion "Hühnchen mit Pflaumen" vor der Kamera.

Rossellini war bereits mehrfach Gast bei der Berlinale, erstmals 1994 als Hauptdarstellerin in Peter Weirs Wettbewerbsbeitrag "Fearless". Die 61. Internationalen Filmfestspiele dauern vom 10. bis zum 20. Februar 2011.

can/apn/ddp

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