Berlinale 2012 Deutsche Filme dominieren Wettbewerb

Drei Deutsche geben sich die Ehre beim diesjährigen Wettbewerb der Berlinale: Sowohl Hans-Christian Schmid und Christian Petzold als auch Matthias Glasner zeigen ihre neuen Filme als Weltpremieren in Berlin. Für mehr Aufsehen dürfte trotzdem Angelina Jolie mit ihrem Regiedebüt sorgen.

Piffl Medien

Berlin - Gleich drei der prominentesten deutschen Autorenfilmer werden auf der diesjährigen Berlinale im Wettbewerb vertreten sein. Das gab die Festivalleitung am Montag bekannt. Sowohl Christian Petzold ("Yella") und Hans-Christian Schmid ("Lichter") als auch Matthias Glasner ("Der freie Wille") präsentieren bei den Berliner Filmfestspielen neue Filme. Schmid ist mit "Was bleibt" (mit Lars Eidinger und Corinna Harfouch) zum vierten Mal im Wettbewerb vertreten. Petzold tritt mit "Barbara" (mit Nina Hoss und Ronald Zehrfeld) zum dritten Mal in der Hauptreihe an. Glasner ist nach "Der freie Wille" mit "Gnade" zum zweiten Mal dabei.

Neben den deutschen Filmen stehen noch sieben weitere Konkurrenten um den Goldenen Bären fest: Schauspieler und Regisseur Billy Bob Thornton zeigt die amerikanisch-russische Co-Produktion "Jane Mansfield's Car" mit John Hurt und Kevin Bacon. Des Weiteren treten die Italiener Paolo und Vittorio Taviani, der Ungar Benedek Fliegauf, der Portugiese Miguel Gomes, der Franzose Alain Gomis sowie der Grieche Spiros Stathoulopoulos mit neuen Filmen an. Die Schweizerin Ursula Meier ist bislang als einzige Frau im Wettbewerb vertreten. Sie zeigt ihren Film "L'enfant d'en haut".

Im Rahmen des Auftaktwochenendes im neuen Kino im "Haus der Berliner Festspiele" wird Angelina Jolie ihr umstrittenes Regiedebüt, das bosnische Bürgerkriegsdrama "In the Land of Blood and Honey", präsentieren.

Als diesjährige Wettbewerbsfilme wurden bereits "Captive" von Brillante Mendoza (Philippinen) mit Isabelle Huppert, "Dictado" des Spaniers Antonio Chavarrías sowie "Postcards From The Zoo" des Indonesiers Edwin bekannt. Außer Konkurrenz laufen Stephen Daldrys Romanverfilmung "Extremly loud and incredibly close" mit Tom Hanks und Sandra Bullock sowie aus China "The Flowers Of War" über das Massaker von Nanking 1937 von Zhang Yimou mit Christian Bale. Als Eröffnungsfilm wurde das französische Revolutionsdrama "Les Adieux à la Reine" ausgewählt. Die 62. Berliner Filmfestspiele gehen vom 9. bis 19. Februar.

hpi

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