Berlinale 2013: Wong Kar-Wai wird Jury-Präsident

Die Berlinale 2013 glänzt mit dem ersten großen Namen: Der chinesische Regisseur Wong Kar-Wai wird im kommenden Februar den Jury-Vorsitz des wichtigsten deutschen Filmfestivals übernehmen. Für den Berlinale-Chef Dieter Kosslick erfüllt sich damit "ein lang gehegter Wunsch".

Regisseur Wong Kar-Wai: "Ich fühle mich durch Dieters Einladung sehr geehrt" Zur Großansicht
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Regisseur Wong Kar-Wai: "Ich fühle mich durch Dieters Einladung sehr geehrt"

Berlin - Ein Weltregisseur für das Weltfestival: Der chinesische Filmemacher Wong Kar-Wai wird Jury-Präsident der Berlinale 2013. Das teilte die Festival-Leitung am Dienstag in Berlin mit. Der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Regisseur gehört zu den wichtigsten Filmschaffenden des Weltkinos. Sein individueller und außergewöhnlicher Stil habe zahlreiche Filmemacher inspiriert und Wong Kar-Wai zu einer der Kultfiguren des zeitgenössischen Autorenkinos gemacht, preisen die Berlinale-Macher den Regisseur.

Wong Kar-Wai wurde in Shanghai geboren und wuchs in Hongkong auf. Sein Debüt als Spielfilmregisseur hatte er 1988 mit "As Tears Go By". Auf "Days of Being Wild", der 1991 im "Forum" der Berlinale lief, folgte 1994 "Chungking Express", mit dem Wong Kar-Wai seinen internationalen Durchbruch feierte. Anerkennung fand er erneut mit seinem Berlinale-Beitrag "Fallen Angels" und 1997 erhielt er in Cannes den Regie-Preis für "Happy Together". Das nostalgische Liebesdrama "In The Mood For Love" (2000) und "2046" wurden mit einem César-Preis 2001 sowie einem Europäischen Filmpreis 2004 ausgezeichnet. "My Blueberry Nights" (2007) war Wong Kar-Wais erster Film, den er in den USA gedreht und mit Hollywoodstars besetzt hatte. Aktuell arbeitet Wong Kar-Wai an "The Grandmasters" mit Tony Leung und Zhang Ziyi in den Hauptrollen.

Wong ist berühmt für seinen experimentellen Regie-Stil, der Drehbücher oft nur als Ausgangsbasis für ein improvisiertes Spiel der Darsteller nimmt. Dadurch entsteht vor allem bei seinen meist tiefromantischen Stoffen eine beiläufige Authentizität, die mit elegischen Bildern und visueller Opulenz kontrastiert wird.

"Wong Kar-Wai ist einer der profiliertesten Filmemacher unserer Zeit und seine besondere persönliche Handschrift und die Poetik seiner Filme haben uns alle begeistert. Seine Jurypräsidentschaft ist für uns ein lang gehegter Wunsch. Die Berlinale hat sich bereits seit den achtziger Jahren als Plattform des zeitgenössischen chinesischen Films etabliert und auch deshalb ist es für uns eine große Ehre, dass Wong Kar-Wai den Vorsitz der Internationalen Jury 2013 übernimmt", sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

"Ich fühle mich durch Dieters Einladung sehr geehrt. Und ich freue mich, nach Berlin zurückzukommen, um die jüngsten Werke von Filmemachern aus aller Welt zu sehen. Dies wäre für jeden Cineasten eine sehr erfüllende Erfahrung", kommentiert Wong Kar-Wai.

kuz

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HaioForler 28.08.2012
Zitat von sysopDie Berlinale 2013 glänzt mit dem ersten großen Namen: Der chinesische Regisseur Wong Kar Wai wird im kommenden Februar den Jury-Vorsitz des wichtigsten deutschen Filmfestivals übernehmen. Für den Berlinale-Chef Dieter Kosslick erfüllt sich damit "ein lang gehegter Wunsch". Berlinale 2013: Wong Kar Wai wird Jury-Präsident - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,852504,00.html)
Wong Kar Wai macht sehenswerte Filme. Obwohl asiatische Filme immer ein wenig sentimental sind, dies ist wohl auch der Pflicht nach einem "Bad End" in allen Filmen geschuldet, sticht Wong Kar Wai doch hervor. Die Struktur der Filme und die Erzaehlweise sind interessant.
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