Berlinale Film über Putin-Gegner Chodorkowski gestohlen

Russlands politische Verwerfungen scheinen auch vor der Berlinale nicht haltzumachen: Unbekannte sind in das Berliner Büro von Regisseur Cyril Tuschi eingebrochen und haben seinen Film über Regimekritiker Michail Chodorkowski gestohlen. Das Porträt soll am 14. Februar Premiere feiern.

Regimekritiker Michail Chodorkowski: zu 14 Jahren Haft verurteilt
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Regimekritiker Michail Chodorkowski: zu 14 Jahren Haft verurteilt


Berlin - Verstörender Raub im Vorfeld der Berlinale: Kurz vor der Premiere ist der Film "Khodorkovsky" über den inhaftierten russischen Regierungskritiker Michail Chodorkowski gestohlen worden. Unbekannte seien in die Arbeitsräume des Regisseurs Cyril Tuschi in Berlin eingebrochen, wie die Polizei am Freitag sagte. Nach Angaben der Produktionsfirma wurden dabei zwei PCs sowie zwei Laptops gestohlen, auf denen die Endfassung des Films gespeichert war. Die für den 14. Februar geplante Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen sei jedoch nicht gefährdet, da die Berlinale bereits eine Kopie habe, allerdings ohne deutsche Untertitel.

Bei dem Einbruch wurden andere Wertsachen zurückgelassen, die Türen wurden aufgebrochen, die Räume verwüstet. Die Berliner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Schon vor wenigen Wochen hätten Unbekannte eine Festplatte mit Teilen von Tuschis Dokumentarfilm aus einem Hotelzimmer gestohlen. Chodorkowski gilt als Intimfeind von Russlands Premierminister Wladimir Putin. Erst zu Neujahr war er zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden, obwohl er bereits eine langjährige Haftstrafe absitzt.

hpi/dpa



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