Box Office Klauenmann gegen Mini-Minions

Einen heftigen Grabenkampf lieferten sich an diesem Wochenende Hugh Jackman und die Minions: Sieg nach Einspiel für "Wolverine - Weg des Kriegers", mehr Zuschauer hatten allerdings die gelben Animationsfiguren. In den USA ist die Lage eindeutiger.

Er will nicht nur spielen: Hugh Jackman als "Wolverine"
20th Century Fox

Er will nicht nur spielen: Hugh Jackman als "Wolverine"


USA

1. Gewinner der Woche

Der Klauen-Mann ist zurück: Hugh Jackman als Titelheld schaffte am Startwochenende mit "Wolverine - Weg des Kriegers" aus dem Stand den Sprung nach ganz oben. Die vergleichsweise überschaubaren Produktionskosten von 120 Millionen Dollar sollten nach einem Einspiel von 55 Millionen Dollar also in den kommenden Wochen reingeholt werden. Einziger Dämpfer: Der Vorläufer "X-Men Origins: Wolverine" aus dem Jahr 2009 brachte allein am ersten Wochenende in den USA 30 Millionen Dollar mehr ein.

Die paranormalen Phänomene im Horrorfilm "The Conjuring" spülten am zweiten Wochenende weitere 22,1 Millionen Dollar in die Kinokassen, das entspricht einem Gesamt-Einspiel von 83,8 Millionen Dollar. In Deutschland startet der Film mit Vera Farmiga und Patrick Wilson in dieser Woche.

2. Verlierer der Woche

Er war geplant als großes Science-Fiction-Spektakel, der Kampf zwischen Monster und Roboter in "Pacific Rim". Doch der Film des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro startete schleppend, und auch drei Wochen später ist keine Besserung in Sicht.

Dass auf den Süß-Faktor animierter Trickfilme nicht immer Verlass ist, beweist "Turbo - Kleine Schnecke, großer Traum". Die Dreamworks-Produktion um die kleine Weinbergschnecke Turbo - im Original gesprochen von Ryan Reynolds -, die gerne die schnellste Schnecke der Welt wäre, brachte am Startwochenende nur magere 13,1 Millionen Dollar ein.

3. Zahl der Woche

Sie sind sowohl in den USA als auch in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes "unverbesserlich": Die kleinen gelben Comicfiguren Minions aus der Trickfilm-Fortsetzung "Ich - einfach unverbesserlich 2" haben in den Staaten ein Einspiel von mehr als 300 Millionen Dollar erzielt. Das schaffte in diesem Jahr bislang nur "Iron Man 3".

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Zwei Filme kämpften an diesem Wochenende um Platz eins der deutschen Kinocharts. Sieg nach Einspiel für den neu gestarteten Actionfilm von John Mangold mit Hugh Jackman als Mutant mit Klauen in "Wolverine - Weg des Kriegers". 220.000 Besucher lösten ein Ticket und sorgten so für ein Einspiel von 2,27 Millionen.

Etwas weniger Einspiel, dafür mehr Zuschauer schaffte der Kino-Knüller des Sommers: Superschurke Gru und die Minions aus "Ich - einfach unverbesserlich 2" wollten auch vier Wochen nach dem Start immer noch 250.000 Besucher sehen, eingespielt wurden etwa 2,06 Millionen Euro. Den Animationsfilm aus dem Hause Universal wollten nun schon mehr als zwei Millionen Kinofans sehen.

2. Verlierer der Woche

Hugh Jackman als Wolfsmensch schafft mit "Wolverine - Weg des Kämpfers" einen passablen Einstieg und gegen die Minions scheint schon lange kein Kraut mehr gewachsen: Also müssen sich alle weiteren Filme mit Platzverlust begnügen. Das gilt für Adam Sandler und "Kindsköpfe 2" auf Platz drei, gefolgt von dem apokalyptischen Spektakel "Pacific Rim" und den Magiern aus "Die Unfassbaren".

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Zugegeben, der Polit-Thriller "The Company You Keep - Die Akte Grant" von und mit Robert Redford ist keine leichte Sommerkost: Es geht am Beispiel der amerikanischen Terrorgruppe Weather Underground um den schmalen Grat zwischen dem, was man nicht darf, und dem, was man soll. Am Wochenende wollten nur 22.000 Besucher die Verfilmung von Neil Gordons gleichnamigem Roman sehen.

gin/dpa



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