Box Office Weiter Hausse für den "Wolf of Wall Street"

Die Deutschen gucken weiterhin am liebsten Leonardo DiCaprio als gewissenlosem Finanzhai in "The Wolf of Wall Street" zu. In den USA hält sich die derbe Polizistenkomödie"Ride Along" an der Spitze. Doch Kino war dort an diesem Wochenende Nebensache.

Leonardo DiCaprio als "Wolf of Wall Street": Drei Wochen ganz oben in Deutschland
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Leonardo DiCaprio als "Wolf of Wall Street": Drei Wochen ganz oben in Deutschland


USA

1. Gewinner der Woche

Die Seattle Seahawks, der Sänger Bruno Mars und überhaupt: der Super Bowl. Denn das Football-Finale beschäftigte die US-Amerikaner offenbar deutlich mehr als die Neustarts in ihren Kinos. So blieb die Polizeikomödie "Ride Along" mit einem Kassenumsatz von 12,3 Millionen Dollar für eine kaum für möglich gehaltene dritte Woche auf Platz eins der Kinocharts - ein erstaunlicher Erfolg auch für die Hauptdarsteller Ice Cube und Kevin Hart. Fast noch beeindruckender: Der Disney-Animationsfilm "Frozen" ist an seinem elften Kinowochenende auf dem zweiten Platz der Charts. 9,3 Millionen Dollar brachte die Märchenverfilmung noch in die Kasse.

Den besten der schwachen Neustarts hatte noch die Komödie "That Awkward Moment" mit "High School Musical"-Star Zac Efron, die mit einem Einspielergebnis von neun Millionen Dollar auf Platz drei kam.

2. Verlierer der Woche

Mit der Indie-Produktion "Juno" schaffte Regisseur Jason Reitman den Durchbruch in den Mainstream. Mit den Mainstream-Stars Kate Winslet, Josh Brolin und Tobey Maguire lief es allerdings nicht so gut für Reitman. Sein Film "Labor Day" kam mit Einnahmen von 5,3 Millionen Dollar auf den siebten Platz der Kinocharts.

3. Zahl der Woche

800 Kinos voller Gesang: Einer der Gründe, warum Disneys "Frozen" noch einmal zulegen konnte an den Kinokassen, ist, dass in ausgewählten Lichtspielhäusern eine sogenannte Sing-along-Version gezeigt wurde. Also kamen all jene, die den Film schon gut kennen, noch einmal zum Mitsingen in die Kinos. Cleveres Marketing!

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die deutschen Kinogänger so auf Leonardo DiCaprio als Finanzhai abfahren würden? Schon in der dritten Woche ist "The Wolf of Wall Street" auf Platz eins der deutschen Kinocharts. Mit noch einmal 322.000 Zuschauern ist die Geschichte des Aktienbetrügers Jordan Belfort auf dem Weg dazu, in Deutschland Martin Scorseses erfolgreichste Regiearbeit zu werden: Bislang war dies "Shutter Island" mit insgesamt 1,6 Millionen Kinogängern, doch der "Wolf of Wall Street" hat nach Angaben von "Blickpunkt:Film" die 1,5-Millionen-Zuschauer-Hürde schon genommen.

Ein Herz für den Underdog beweist das deutsche Kinopublikum im Falle von "47 Ronin": Das Samurai-Fantasy-Spektakel mit Keanu Reeves war in den USA ein fürchterlicher Flop - in Deutschland schafft es mit 130.000 Zuschauern und Platz drei den besten Neustart des Wochenendes.

2. Verlierer der Woche

Enttäuschender Film, enttäuschend gestartet: Trotz starker Schauspielleistung von Idris Elba scheitert "Mandela: Der lange Weg zur Freiheit" an der schweren Aufgabe, das Leben des südafrikanischen Freiheitskämpfers darzustellen. Nach Angaben von Media Control verpasste das Biopic mit 47.000 Zuschauern die Top Ten der meistgesehenen Filme.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Der iranische Oscar-Preisträger Asghar Farhadi hat mit der franzöischen Produktion "Le passé" eine berührende Beziehungsgeschichte mit Bérénice Bejo und Tahar Rahim in den Hauptrollen gedreht. Sie lief in 51 Kinos am Wochenende und fand 17.000 Zuschauer - da geht noch mehr!

feb/dpa



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rob_mac 10.02.2014
1. Wolf of Wall Street
Ohne Frage ist der "Wolf of Wall Street" einer die besten Filme, dass ich gesehen habe. Ich war für das ganze drei Stunden völlig in das Film vertieft, wegen der Qualität der Schauspielerei und der Handlung. Auf jedem Fall würde es empfehlen!
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