Box Office Monster = Magnet

Triumph für Pixar: Seit 1995 schafften es alle Spielfilme des Animationsstudios an die Spitze der US-Kinocharts, und "Die Monster Uni" macht da keine Ausnahme. Auch in Deutschland war das Prequel von "Die Monster AG" der Kassenmagnet des Wochenendes.

Monströser Jubel: Pixar-Spaß "Die Monster Uni" auf Platz eins der Kinocharts
DPA/ Disney/ Pixar

Monströser Jubel: Pixar-Spaß "Die Monster Uni" auf Platz eins der Kinocharts


USA

1. Gewinner der Woche

Feiertage für das Filmgeschäft: Etwa 240 Millionen Dollar ließen die Zuschauer am Wochenende in den US-Kinokassen, den Charts-Experten von Box Office Mojo zufolge eines der zehn erfolgreichsten Wochenenden der Kinogeschichte.

Den größten Batzen ließen die Familien in den Kassen, das Zielpublikum von "Monsters University". Der Pixar-Animationsfilm, der die Vorgeschichte zu dem zwölf Jahre alten Trickfilm "Monsters, Inc." erzählt, spielte 82 Millionen-Dollar ein und bescherte der Disney-Tochter die 14. Nummer eins in Folge - eine perfekte Bilanz seit "Toy Story" im Jahre 1995.

Korrigieren müssen sich wohl diejenigen, die geunkt hatten, dass das Zombie-Spektakel "World War Z" nach seiner unrunden Produktionsgeschichte Gefahr liefe, zu einem Flop der Kategorie "Battleship" oder "John Carter" zu werden. Hauptdarsteller Brad Pitt und die Zombies mussten sich zwar den Pixar-Monstern beugen, doch mit einem Kassenumsatz von 66 Millionen Dollar steht "World War Z" prima da.

2. Verlierer der Woche

Ein Minus von 65 Prozent gegenüber der Vorwoche und dem Startwochenende ist natürlich recht heftig für "Man of Steel". Doch dass die Superman-Neuerfindung bei der heftigen Konkurrenz immer noch 41,2 Millionen Dollar einspielte, ist ein äußerst respektables Resultat. Also: bestenfalls ein halber Verlierer.

3. Zahl der Woche

94,7 Millionen Dollar hat seit dem 31. Mai "Now You See Me", eingespielt, der am 11. Juli unter dem Titel "Die Unfassbaren" ins Kino kommen wird. Angesichts der Riesenresultate der Blockbuster neigt man vielleicht dazu, zu übersehen, was für ein starkes Ergebnis das ist für einen eher kleinen Thriller mit einer feinen Besetzung (Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Woody Harrelson), aber ohne die ganz großen Kassengaranten. Immer noch steht der Film über räuberische Illusionisten damit auf Platz fünf der US-Charts.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Auch in Deutschland gelingt dem Pixar-Spektakel "Die Monster Uni" der höchste Abschluss der Woche. Rund 330.000 Zuschauer wollten nach Media-Control-Angaben am Startwochenende das Prequel zu "Die Monster AG" sehen, der insgesamt 3,29 Millionen Besucher hatte. Gestartet war er 2002 mit 616.662 Zuschauern.

2. Verlierer der Woche

So viel Hype, und dann steht am Ende nur Platz zwei: In Deutschland hebt Superman nicht so richtig ab und "Man Of Steel" lockte nur 253.000 Zuschauer an. Immerhin: Der vorige Versuch einer Neuerfindung des Superman-Mythos, "Superman Returns", hatte 2006 der Datenbank des Branchenblattes "Blickpunkt:Film" zufolge bloß 208.962 Besucher am Startwochenende angelockt.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Der hübsche Musikfilm "The Sapphires" um eine Aborigine-Girlgroup, die die Truppen im Vietnamkrieg mit Soulmusik ablenkt, verpasste die Top 20. Dabei macht vor allem Hauptdarsteller Chris O'Dowd verlässlich gute Laune.

feb/dpa



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