Box Office "Die Tribute von Panem 2" auf Rekordkurs 

Es war ein Blockbuster mit Ansage. "Catching Fire" erfüllt auch in der zweiten Woche alle Träume der Produzenten. In den USA war es der erfolgreichste Film aller Zeiten an Thanksgiving. Und auch hierzulande dominiert der zweite Teil der "Panem"-Tetralogie deutlich.

Katniss (Jennifer Lawrence, r.) und Primrose (Willow Shields): Bestes Thanksgiving-Ergebnis ever
Studiocanal

Katniss (Jennifer Lawrence, r.) und Primrose (Willow Shields): Bestes Thanksgiving-Ergebnis ever


USA

1. Gewinner der Woche

Das lange Thanksgiving-Wochenende ist eines der wichtigsten für die nordamerikanische Kinobranche. Zu Hause geht man sich zunehmend auf den Geist, warum also nicht mal mit Alllemann ins Kino. Profitieren vom truthahngefüllten Feiertagspublikum konnte an diesem Wochenende wie in der Vorwoche der zweite Teil der "Die Tribute von Panem"-Tetralogie, "Catching Fire". Mit beeindruckende 110 Millionen Dollar Einspielergebnis triumphierte der Film mit Jennifer Lawrence in der Rolle der Kämpferin Katniss Everdeen am Fünftagewochenende. Das beste Thanksgiving-Ergebnis eines Kinofilms überhaupt. Bislang war "Harry Potter und der Stein der Weisen" seit 2001 Spitzenreiter mit 82,4 Millionen. Am eigentlichen Wochenende spielte "Catching Fire" 74,5 Millionen Dollar ein, eines der besten Ergebnisse an einem zweiten Wochenende überhaupt. Abzusehen, dass Francis Lawrences Werk weitere Rekorde brechen wird.

Von null auf Platz zwei der US-Kinocharts schlidderte Disneys "Die Eiskönigin - Völlig unverfrohren" mit 93 Millionen Dollar Einspielergebnis am Fünftagewochenende. Ein Traumergebnis. Das zuckersüße und mit allerlei Ohrwürmern versehene Animationsabenteuer basiert auf - oder sagen wir lieber, ist inspiriert von - Hans Christian Andersens Märchen "Die Schneekönigin".

Auf dem dritten Platz hämmert weiter "Thor - The Dark Kingdom" wacker vor sich hin. 15,5 Millionen Dollar spielte die Marvel-Verfilmung am Feiertagswochenende ein. Damit überholte sie mit 185,6 Millionen Dollar Gesamtergebnis den ersten Teil der "Thor"-Saga, der 2011 insgesamt Kinokarten im Wert von 180,5 Millionen Dollar verkaufte.

2. Verlierer der Woche

Schlechter Start für Slys Baby. Der Action-Thriller "Homefront" mit Jason Statham, James Franco und Winona Ryder stieg mit nur knapp sieben Millionen Dollar auf Platz fünf in die Charts ein. Das Drehbuch für den Film um einen müden Ex-Agenten, der sich doch noch mal zusammenreißen und einen Drogenbaron ausschalten muss, schrieb Sylvester Stallone, basierend auf einer Erzählung von Chuck Logan.

3. Zahl der Woche

50 Jahre hat Philomena Lee gebraucht, um jemandem von ihrem Geheimnis zu erzählen: dass sie einen Sohn hat, den sie kurz nach dessen Geburt zur Adoption freigeben musste. Gemeinsam mit ihrer Tochter und einem Fernsehjournalisten macht sie sich auf, ihn zu finden. Zu sehen in der Tragikomödie "Philomena" von Stephen Frears ("Die Queen").

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Heftig starker Auftritt von "Die Tribute von Panem - Catching Fire". Der zweite Teil der "Panem"-Tetralogie schickt sich an, seinen Vorgänger in Kürze zu übertrumpfen. Mit 620.000 Besuchern in der zweiten Woche liegt er laut Fachblatt "Blickpunkt:Film" insgesamt bei etwas über zwei Millionen Zuschauern und damit nur noch knapp hinter "The Hunger Games".

Disneys Adventsschnulze "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" feierte auch in Deutschland einen sehr guten Einstand. 540.000 Kinder und Erwachsene sahen sich den Animationsfilm im Kino an.

Und auch in der vierten Woche in Folge bleibt jedem Freund der Orthografie eines nicht erspart: Dass Bora Dagtekins Jugendkomödie "Fack ju Göhte" weiter die Kinosäle füllt. 470.000 sahen sich die kleine Sensation an diesem Wochenende an.

2. Verlierer der Woche

Trotz erstem Advent weihnachtet es noch nicht sehr in deutschen Kinosälen. Das musste zumindest der norwegische Familienfilm "Die Legende vom Weihnachtsstern" feststellen, der mit 25.982 Zuschauern nur auf Platz 14 einstieg. Aber es kommen ja noch drei Adventswochenenden.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Ein gleichzeitig typisch und untypisch deutscher Film der hermetischen Gefühllosigkeit. Alles ist unterdrückt, irgendwie nicht richtig gelaufen, alle zappeln im selbstgesponnenen Netz. Frauke Finsterwalders "Finsterworld" ist ein mutiger und streitbarer Film. Das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Christian Kracht. Viele halten den Film für eine Beschreibung des Zustands unserer Gesellschaft und deshalb für zu pessimistisch. Doch der Film ist eine Stilisierung, die die Geister, die in uns wohnen, heraufbeschwört.

seh/dpa

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