Box Office: Ein Bäumeretter ist der Jahresbeste

Nach "Horton hört ein Hu" ist wieder eine CGI-animierte Verfilmung des Kinderbuchautors Dr. Seuss ein Hit in den USA: "The Lorax" spielte 70,7 Millionen Dollar ein, der bisher erfolgreichste Film des Jahres. In Deutschland ist das natürlich die Dauer-Nummer-eins, "Ziemlich beste Freunde".

Ted, ein idealistischer Junge auf der Suche nach dem Lorax: Animationsfilm auf Platz eins Zur Großansicht
Universal Pictures

Ted, ein idealistischer Junge auf der Suche nach dem Lorax: Animationsfilm auf Platz eins

Los Angeles/Hamburg - Das Jahr 2012 hat seinen ersten großen Kinohit. Eine kleine orangefarbene Kreatur, die Bäume beschützt, beherrscht die nordamerikanischen Kinos: "The Lorax" hat mit einem Traumstart in seiner ersten Woche 70,7 Millionen Dollar eingespielt. Der 3-D-Animationsfilm legte damit nach Angaben des "Hollywood Reporter" den besten Einstieg des Jahres hin und übertrumpfte die Romanze "Für immer Liebe", die im Februar 41 Millionen Dollar abräumte. Gesprochen wird die "Lorax"-Hauptfigur von Danny DeVito, dabei sind zudem die Teenie-Stars Taylor Swift und Zac Efron.

Gegen den "Lorax"-Familienfilm, der am 19. Juli in deutschen Kinos anlaufen soll, hatte die auf krassen Humor setzende Komödie "Project X" trotz ordentlichen 20,7 Millionen Dollar Einnahmen keine Chance. Der deutsche Start des teilweise in Dokumentations-Optik gedrehten Films um eine Gruppe Jugendlicher, deren Party außer Kontrolle gerät, ist für Mai geplant.

Auch in der Kategorie Animationsfilm brach "The Lorax", nach einem Dr.-Seuss-Kinderbuch, Rekorde und schlug die Einnahmen von "Die Unglaublichen - The Incredibles" (70,5 Millionen) aus dem Jahr 2004. Nur animierte Fortsetzungen wie "Toy Story 3" (110,3 Millionen) oder "Für immer Shrek" (70,8 Millionen Dollar) erzielten höhere Umsätze.

Der Vorwochensieger, das Navy-Seals-Actionspektakel "Act of Valor", belegte mit 13,7 Millionen Dollar Rang drei, während "Safe House" seinen vierten Platz mit 7,2 Millionen Dollar verteidigte. Tyler Perrys aktueller Film "Good Deeds" rutschte in seiner zweiten Woche mit Einnahmen von sieben Millionen Dollar auf Platz fünf ab, hielt sich aber knapp vor "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" (6,9 Millionen Dollar) mit Dwayne Johnson, Michael Caine und Vanessa Hudgens.

Ein Film fand wie erwartet eine zweite Luft: Nachdem "The Artist" vor einer Woche bei den Academy Awards fünf Oscars abgeräumt hatte, nahm auch das Interesse der Zuschauer wieder zu. Mit einem Umsatzanstieg von 34 Prozent gegenüber der Vorwoche rückte der französische Stummfilm vom 13. auf den zehnten Platz vor.

Vier neue ohne Chance gegen "Ziemlich beste Freunde"

In Deutschland hält sich die französische Komödie "Ziemlich beste Freunde" hartnäckig an der Spitze der Kino-Charts. Wie die Marktforscher von Media Control am Montag mitteilten, wurden am Wochenende weitere 341.000 Karten verkauft, so dass der Film die Marke von sechs Millionen Besuchern übersprungen hat.

"Das gibt Ärger" heißt es beim besten Neueinsteiger auf Rang zwei der Hitliste. Chris Pine und Tom Hardy spielen zwei befreundete Geheimagenten, die sich ausgerechnet in die selbe Frau (Reese Witherspoon) verlieben. Rund 187.000 Zuschauer verfolgten, wie sich die Freunde mit allen Mitteln bekriegen, um ihre Traumfrau für sich zu gewinnen.

Der Abenteuerfilm "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" landet auf Anhieb auf Position drei. Auch der Horrorschocker "Devil Inside" schaffte es zum deutschen Start auf Rang vier der Kino-Charts - mit vielen Gruselszenen über illegale Exorzismen in Italien.

Meryl Streep erhielt für ihre Rolle als ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher gerade den Oscar. "Die Eiserne Lady" schaffte es zum Deutschland-Start auf Platz fünf der Kinofilm-Hitliste. Das Sexsucht-Drama "Shame" mit Michael Fassbender hingegen verpasst deutlich die Top Ten und kam auf 22.000 Zuschauer, wie der Branchendienst "Blickpunkt:Film" meldet.

feb/dpa/AP/Reuters

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