USA
1. Gewinner der Woche
An einem Wochenende seine Produktionskosten wieder eingespielt: Von solchen Szenarien können Hollywoods Blockbuster mit ihren 100-Millionen-Dollar-Plus-Budgets natürlich nur träumen. Ob sie dem Remake von Sam Raimis Splatter-Klassiker "Evil Dead" (auf Deutsch unter dem Titel "Tanz der Teufel" erschienen) den Triumph trotzdem gönnen? Mit 26 Millionen Dollar (etwa 20 Millionen Euro) belegte der Horrorfilm, der gerade einmal 17 Millionen Dollar gekostet hat, am Wochenende in den USA und Kanada locker Platz 1 der Kinocharts. Dahinter kamen "Die Croods" und "G. I. Joe 2: Die Abrechnung", die beide mit 21 Millionen Dollar gleichauf lagen.
Wie in der Vorlage von 1981 spielt sich bei "Evil Dead" (deutscher Starttermin: 16. Mai) alles wieder in einer abgelegenen Waldhütte ab, und wie damals ergreifen Dämonen Besitz von den jungen Protagonisten. Diese werden von Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci und Jessica Lucas dargestellt - allesamt junge, talentierte Schauspieler, die aber noch weit vom Star-Status entfernt sind. Das gilt erst recht für den Regisseur: Fede Alvarez kommt aus Uruguay, ist 35 Jahre alt und hat bisher nur Kurzfilme gemacht - von denen einer allerdings ein YouTube-Hit wurde.
2. Verlierer der Woche
"The Host", der neuen Verfilmung eines Stephenie-Meyers-Romans, fehlte schon in der Startwoche der - haha - Biss. Nun hat der Horrorfilm mit Saoirse Ronan in der Hauptrolle sein Einspielergebnis noch einmal halbiert und ist auf einem mauen achten Platz gelandet.
3. Zahl der Woche
Zehn Millionen Dollar - so viel hat die Aufrüstung des Abenteuer-Spektakels "Jurassic Park" um eine weitere Dimension gekostet. In seiner ersten Woche spielte die 3-D-Fassung des Spielberg-Klassikers diese Kosten aber im Handumdrehen wieder ein: 18 Millionen Dollar schwemmten in die nordamerikanischen Kinokassen. In Deutschland laufen die Dinosaurier ab September wieder Amok.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
...ist der Ostwind, der Katja von Garniers gleichnamiges Pferdeepos immer weiter in den Kinocharts nach oben pustet. In seiner dritten Woche setzte der Film 620.000 Euro um - sein bestes Ergebnis bislang und genug für den fünften Platz. Über das Reißen der 500.000-Besucher-Marke können sich die Macher wohl bald auch freuen. Angeführt wird das Feld aber immer noch von den "Croods", die "G.I. Joe 2" in Deutschland auf Platz 2 verweisen.
2. Verlierer der Woche
Zu zweit ist man weniger allein, aber wohl nicht unbedingt erfolgreicher: Colin Farrell und Noomi Rapace geben in "Dead Man Down" zwar ein fulminant brutales Paar ab, aber die Geschichte um ihren doppelten Racheplan interessierte nur 25.000 Zuschauer. Auf dem schicksalhaften Platz 13 dürften es ihnen kaum gefallen.
3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Gleich zwei empfehlenswerte Filme haben es in der vergangenen Woche nicht in die Top Ten geschafft: die französische Familien-Dramödie "Ein freudiges Ereignis" und das norwegische Suiziddrama "Oslo, 31. August". Vielleicht machen in der nächsten Woche Pferde und G.I.s ein wenig Platz für europäisches Qualitätskino?
hpi/dpa
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