Los Angeles/Hamburg - Auch die Facebook-Belegschaft in Palo Alto ist am Wochenende ins Kino gegangen - um den Facebook-Film zu sehen, David Finchers hochdramatische und zumindest teilweise ausgedachte Gründungsgeschichte "The Social Network". Der Betriebsausflug ist bemerkenswert, kommt doch Firmengründer Mark Zuckerberg in dem Film alles andere als gut weg. Das Drehbuch basiert weitgehend auf den Erinnerungen alter Weggefährten, die sich mittlerweile vor Gericht mit Zuckerberg streiten.
Der Film setzte sich am Startwochenende an den Spitzenplatz der nordamerikanischen Kinocharts. "The Social Network" nahm nach vorläufigen Angaben des Branchendienstes Box Office Mojo in den USA und Kanada 23 Millionen Dollar (knapp 17 Millionen Dollar) ein. Seine Produktion kostete unter 40 Millionen Dollar. Sein Studio hofft nicht nur, weltweit die 100-Millionen-Dollar-Marge zu nehmen, sondern auch eine Rolle bei den Oscars 2011 spielen zu können. "The Social Network" läuft am Donnerstag in deutschen Kinos an.
Der 3D-Trickfilm "Die Legende der Wächter" ("Legends of the Guardians: The Owls of Ga'hoole") hielt sich mit Einnahmen von 10,8 Millionen auf Platz 2 der US-Charts. Dagegen rutschte die Fortsetzung der Giergeschichte "Wall Street" vom Spitzenplatz der vergangenen Woche auf den dritten Rang (Gesamteinnahmen 35,9 Millionen Dollar in Nordamerika).
Ben Afflecks Actionkrimi "The Town" über vier Gangster, die als Nonnen maskiert eine Bank überfallen, kommt an seinem dritten Wochenende in US-Kinos bereits auf Gesamteinnahmen von 64,3 Millionen Dollar und ist damit bisher der erfolgreichste Film der Saison.
Animationsfilm führt deutsche Kinocharts an
Der Animationsfilm "Ich - Einfach Unverbesserlich" ist derzeit in Deutschland nicht nur die Nummer eins - sondern hat auch den bisher erfolgreichsten Start dieses Genres in diesem Jahr hingelegt. Laut "Blickpunkt: Film" schaffte der Film den neuntbesten Start in diesem Jahr überhaupt. Rund 440.000 Besucher sahen sich das 3D-Trickabenteuer des des CGI-Studios Illumination Entertainment an, das sind mehr als bei "Toy Story 3" oder "Für immer Shrek".
Julia Roberts Sinnsuche "Eat, Pray, Love" hält sich auf dem zweiten Platz und bescherte den Kinos 180.000 Zuschauer. Der vierte Teil der "Resident Evil"-Reihe mit dem Titel "Afterlife" machte in seiner dritten Woche in den deutschen Kinos mit 120.000 Zuschauern den dritten Rang. Damit kommt das 3D-Spektakel mit beinharter Action trotz windelweicher Story in die Nähe von einer Millionen Zuschauer - das wäre eine Premiere für "Resident Evil".
Den Groupies bleibt der vierte Platz, 65.000 Zuschauer wollten die Berliner Liebesgeschichte "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" in der zweiten Woche sehen. Knapp 50.000 Zuschauer und damit den fünften Platz machte Ben Afflecks Bostoner Bankräuberfilm "The Town". Ebenfalls knapp 50.000 Zuschauer erreichte der neu gestartete Film "Der letzte Exorzismus", der erfreulich clevere Horrorschocker eines deutschen Regisseurs, der schon in den USA überraschend erfolgreich war.
ore/dpa
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