Box Office Ganz heißer Eisen-Mann

Von Rost keine Spur: "Iron Man 2" hat seinen Vorgänger an der Kinokasse deklassiert - allein in Nordamerika setzte die Comic-Verfilmung mit Robert Downey Jr. mehr als 130 Millionen Dollar um. In Deutschland ringen zwei Nicholas-Sparks-Romanzen um den zweiten Platz.

Concorde

Hamburg/Los Angeles - "Iron Man 2" hat zum Start der Kino-Sommersaison bewiesen, dass man es auch ohne 3-D-Effekte noch in die Blockbuster-Liga schaffen kann. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" spielte der Actionfilm mit Robert Downey Jr. ( Interview auf SPIEGEL ONLINE) als Playboy-Superheld mit Vorliebe für Hightech-Spielzeug allein in den USA 133,6 Millionen Dollar ein.

Es war der bislang umsatzstärkste Auftakt 2010. In der Allzeit-Rangliste der erfolgreichsten US-Starts liegt Jon Favreaus "Iron Man 2" nun auf dem fünften Platz. Die höchsten Wochenendeinnahmen aller Zeiten gehen nach wie vor auf das Konto von "The Dark Knight", der 2008 mit 158 Millionen Dollar debütierte.

Der Umsatz des "Iron Man"-Sequels liegt auch deutlich über dem des ersten Teils, der 2008 in Nordamerika binnen drei Tagen etwa 98 Millionen Dollar eingespielt hatte. In Deutschland konnte "Iron Man 2" seinen Vorgänger ebenfalls deklassieren - und mit ihm die teils neu gestartete Konkurrenz: 370.000 Zuschauer strömten in rund 700 Kinos. Zusammen mit den internationalen Ergebnissen - der Film war in der Vorwoche bereits in mehr als 50 Ländern sehr gut angelaufen - summiert sich das Gesamteinspiel von "Iron Man 2" damit nach gerade mal zehn Tagen auf 327,6 Mio. Dollar.

Auf dem zweiten Rang der US-Kinocharts: "Nightmare on Elm Street" (deutscher Titel: "Nightmare - Mörderische Träume"). Das Horror-Remake verlor fast drei Viertel seines Startumsatzes und spielte nur noch 9,2 Millionen Dollar ein - einen so großen Abstand zum Erstplatzierten erlebt man selten. Auf dem dritten Platz überschritt "Drachenzähmen leicht gemacht" mit einem Einspiel von 6,8 Millionen Dollar die Grenze von insgesamt 200 Millionen Dollar. Die Komödien "Date Night" (5,3 Millionen Dollar) und "The Back-Up Plan" (4,3 Millionen Dollar) beschließen die Top Fünf.

Neu auf Platz zehn der US-Box-Office-Charts ist die französische Doku "Babies" (Originaltitel: "Bébé(s)"), die das erste Lebensjahr von Neugeborenen auf verschiedenen Kontinenten begleitet. Laut boxofficemojo.com spielte der Film 1,6 Millionen Dollar in 534 Kinos ein, was sogar einen leicht besseren Schnitt bedeutet, als ihn die Filme auf den oberen Plätzen in dieser Woche vorweisen können. Und das für eine Dokumentation, die laut "New York Times" letztlich kaum etwas anderes ist als eine Aneinanderreihung mehr oder minder niedlicher Neugeborenen-YouTube-Clips. In Deutschland startet "Babies" im August.

Nicholas Sparks gegen Nicholas Sparks

Auch in den deutschen Kinocharts ist Robert Downey Jr. der einsame Spitzenreiter. Mit großen Abstand folgen laut "Blickpunkt:Film" zwei filmgewordene Schmachtfetzen aus der Feder von Bestseller-Autor Nicholas Sparks: Die neu gestartete Romanze "Das Leuchten der Stille" (Originaltitel: "Dear John") mit Amanda Seyfried liegt gemessen an den Wochenendzahlen gleichauf mit "Mit dir an meiner Seite" (Originaltitel: "The Last Song") - beide lockten etwa hunderttausend Zuschauer an. Lediglich dank rund 20.000 verkaufter Preview-Tickets kann sich "Das Leuchten der Stille" knapp gegen die Miley-Cyrus-Konkurrenz behaupten.

Dahinter hält sich die deutsche Produktion "Vincent will meer" weiterhin beachtlich. Wie in der Vorwoche wollten 75.000 Zuschauer das Roadmovie mit Florian David Fitz ("Doctor's Diary") sehen. Auf dem fünften Platz: "Kampf der Titanen" mit 60.000 Kinogängern.

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