Box Office Harry Potter und der Umsatzrekord

Die Welle der Sommerblockbuster rollt auf Rekordniveau: "Harry Potter und der Halbblutprinz" übertraf an seinem Startwochenende in deutschen und amerikanischen Kinos alle Erwartungen. Auch "Ice Age 3" und "Transformers" bleiben umsatzstark. Einzig "Brüno" schwächelt.


Los Angeles/Hamburg - Was lange währt, wird endlich gut, aber so richtig: "Harry Potter und der Halbblutprinz", der eigentlich schon im letzten Herbst in die Kinos kommen sollte, übertraf am ersten Wochenende alle Erwartungen. Mit 159,7 Millionen Dollar seit Mittwoch erreichte der sechste Teil des Franchise laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" das bisher beste Startergebnis eines "Harry Potter"-Films in den USA.

Szene aus "Harry Potter und der Halbblutprinz":
Warner Bros.

Szene aus "Harry Potter und der Halbblutprinz":

Weltweit spielte der Blockbuster am ersten Tag 104 Millionen Dollar ein, wie das Studio Warner Bros. am Donnerstag mitgeteilt hatte. Von Freitag bis Sonntag kamen allein in den USA noch einmal geschätzte 79,5 Millionen Dollar in 4325 Kinos hinzu. Regisseur David Yates, der den aktuellen Teil in Szene gesetzt hat, arbeitet jetzt schon an der zweiteiligen Verfilmung des großen Roman-Finales, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes".

Den zweiten Platz der Kinocharts, wenn auch weit entfernt vom Spitzenreiter "Harry Potter", belegen weiterhin Sid und seine Eiszeit-Freunde mit "Ice Age: Dawn of the Dinosaurs" (deutscher Titel: "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los"). Mit insgesamt 152 Millionen Dollar seit seinem Start ist der dritte Teil der animierten Saga erfolgreicher als seine beiden Vorgänger nach dem gleichen Zeitraum.

Große Schritte in Richtung ewige Charts-Spitze machte derweil "Transformers: Revenge of the Fallen" (deutscher Titel: "Transformers - Die Rache"). Mit 13,7 Millionen Dollar musste sich das Sequel von Michael Bay zwar erneut "Ice Age 3" geschlagen geben, doch insgesamt setzte der Film an den Kassen mittlerweile 363,9 Millionen Dollar um und ist damit auf Rang 13 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den USA.

Gar nicht bezaubernd war die zweite Woche für Sacha Baron Cohens "Brüno". Die Dokumödie um einen schwulen Modejournalisten, der die Amerikaner auf die Schippe nimmt, verlor fast drei Viertel seines Umsatzes im Vergleich zur Vorwoche. Mit 8,4 Millionen Dollar Einspielergebnis reichte es nur noch für Platz vier. Das sind insgesamt 49,6 Millionen Dollar - ganz klar abgeschlagen hinter seinem Vorgänger "Borat", der nach dem zweiten Wochenende bereits bei 67,1 Millionen stand.

Die derbe Komödie "Hangover" hält sich weiter in den Top fünf mit diesmal 8,3 Millionen Dollar Umsatz. Erwähnenswert ist auch der zwölfte Platz der Kinocharts für die Romanze "(500) Days of Summer", die in nur 27 Kinos 837.588 Dollar einspielte. Der Film handelt von einem Mann (Joseph Gordon-Levitt), der sich in eine Frau (Zooey Deschanel) verliebt. Doch die Holde will nichts von ihm wissen und glaubt nicht an die Liebe.

Auch in deutschen Kinos konnte "Harry Potter und der Halbblutprinz" einen spektakulären Start verbuchen: Mit 2,2 Millionen Besuchern war es laut "Blickpunkt: Film" der beste Auftakt eines Potter-Films im Sommer bislang hatte.

Aber auch bei "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los" kann von Besucherschwund keine Rede sein: Eine Million Zuschauer hatte der Animationsfilm am Wochenende - 250.000 davon konnten mit 3D-Vorführungen erzielt werden. Insgesamt hält der Film nunmehr Kurs auf die Sechs-Millionen-Besucher-Marke.

Auf Platz drei folgt "Brüno", der hierzulande ebenfalls schnell abstürzt: Nach einem Minus von etwa 60 Prozent kam die Komödie nur noch auf 130.000 Besucher. "Transformers - Die Rache" hält sich dagegen trotz zugkräftiger Konkurrenz stabil unter den Top fünf: Für das Action-Spektakel wurden weitere 80.000 Tickets gelöst, insgesamt hatte es bereits 1,7 Millionen deutsche Zuschauer. Rang fünf geht an die Dauerbrenner "Illuminati" und "Hannah Montana - Der Film" mit jeweils 30.000 Besuchern. Dem Neustart "Affären à la carte" gelang mit 20.000 Zuschauern in 60 Kinos der Sprung in die Top Ten.

Trotz sommerlicher Temperaturen ist von Kinomüdigkeit nichts zu spüren: 3,7 Millionen Besucher (inklusive der Potter-Zuschauer vom Mittwoch) verzeichnete das nach Besucherzahlen mit Abstand beste Wochenende seit drei Jahren.

can/bor



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