Box Office Bilbo schlägt Burgundy (und alle anderen)

Alles andere wäre eine Niederlage: "Der Hobbit 2" verteidigt in Woche zwei souverän seine Top-Position in den Kinocharts. Da kann der "Anchorman" trotz gutem Start seinen Schnurrer einpacken. "Fack Ju Göhte" durchbricht in Deutschland derweil die Fünf-Millionen-Zuschauer-Marke.

Elbe spannt den Bogen: Tauriel (Evangeline Lilly) im Spitzenreiter "Hobbit 2"
Warner Bros.

Elbe spannt den Bogen: Tauriel (Evangeline Lilly) im Spitzenreiter "Hobbit 2"


USA

1. Gewinner der Woche

Natürlich weiter die Hobbit-Fortsetzung von Peter Jackson. "The Hobbit: The Desolation of Smaug" hielt sich in seiner zweiten Woche auf Platz eins der amerikanischen Kinocharts. Alles andere wäre auch ungewöhnlich. 31,5 Millionen Dollar spielte das Fantasy-Spektakel an diesem Wochenende ein. Ein anständiger, aber auch kein überwältigender Wert.

Im Duell der Sequels musste sich die neu angelaufene Komödie "Anchorman 2 - The Legend Continues" um den von Will Ferrell gespielten Nachrichtenmoderator Ron Burgundy mit Platz zwei begnügen. Und das trotz all der PR-Anstrengungen, die der Schnurrbartverfechter Ferrell alias Burgundy in den US-Medien unternahm. So betätigte er sich als echter Co-Moderator in einer Nachrichtensendung eines Regionalsenders, interviewte für den Sportkanal ESPN Football-Star Peyton Manning oder gab Tipps, wie man einen Gefängnisaufstand überlebt. Trotzdem werden die Produzenten nicht enttäuscht sein. "Anchorman 2" kam auf einen Umsatz von 26,8 Millionen Dollar. Und soll ja nur 50 Millionen gekostet haben.

2. Verlierer der Woche

Hey, Moment mal, sind Dinosaurier bei den Kids nicht total angesagt? Nicht mehr? Oh nein. Überraschend konnte der Film "Dinosaurier 3D - Im Land der Giganten", der animierte Saurier mit echten Landschaften kombiniert, an den amerikanischen Kinokassen nicht reüssieren. Sonst gehen die Urzeitviecher eigentlich immer. Nur 7,3 Millionen Dollar holte die Kinofassung der erfolgreichen BBC-Serie am Startwochenende.

3. Zahl der Woche

3,3 Millionen Dollar. So viel Umsatz machte der Film "Dhoom 3" in den amerikanischen Kinos an diesem Wochenende. Das ist der beste US-Kinostart eines Bollywood-Films aller Zeiten. Und dabei lief der Film nur in 236 Kinos. Zum Vergleich: "Der Hobbit 2" wurde in knapp 4000 Kinos gezeigt. Die Jagd von Kommissar Jai Dixit und seinem Kollegen Ali auf den kriminellen Zauberer Sahir läuft im Januar in Deutschland an.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

In Deutschland läuft es blendend für die Fortsetzung der "Hobbit"-Verfilmung. Am zweiten Wochenende 930.000 Besucher (und zehn Millionen Euro Umsatz) zu holen, ist schon ein Hammer. So ein gutes zweites Wochenende hat in diesem Jahr nach Umsatz noch keine andere Produktion hingelegt. Und über Weihnachten werden sich sicher noch einige in die Fantasy-Welt von "Der Hobbit: Smaugs Einöde" entführen lassen.

Dass "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" so gut ankommt, damit hätten viele nicht gerechnet. Der Animationsfilm ist zwar kein Spitzenreiter, zog aber in seiner vierten Woche immer noch 410.000 Zuschauer ins Kino und verteidigte souverän Platz zwei. Insgesamt 2,5 Millionen Besucher hat die "Eiskönigin" nun aufzuweisen und hat damit den Vorgängerfilm von Disney, "Rapunzel - neu verföhnt", überholt.

Sensationserfolg "Fack Ju Göhte" zieht in der siebten Woche noch mal an und bleibt auf Platz drei. Mit 280.000 Zuschauer (Vorwoche: 242.000) wollten die Komödie von Bora Dagtekin am Wochenende sehen. Damit ist sie der erste Film in diesem Jahr, der die Fünf-Millionen-Grenze durchbricht.

2. Verlierer der Woche

Dinosaurier in 3D? Langweilig, befinden die deutschen Kinogeher und bescheren dem Film auch hierzulande einen äußerst dürftigen Start. Nur 50.000 Besucher wollten "Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten" sehen. Im modernsten 3D erlebt darin der kleine Pachyrhinosaurus Patchi als animierter Saurier in realer Landschaft die Wandlung vom Außenseiter zum Helden.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Knapp an den Top Ten gescheitert ist in seiner ersten Woche Abdellatif Kechiches "Blau ist eine warme Farbe". Das Liebesdrama hat viel Wirbel ausgelöst wegen seiner langen expliziten lesbischen Sexszene. Doch der Film besteht eben nicht nur aus nackter Haut und Cunnilingus. Abdellatif Kechiche erzählt eine herzzerreißende Liebesgeschichte zwichschen zwei Frauen, herausragend gespielt von Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux. Sie zeigt, dass der Liebe Geschlechter egal sind. Reingehen! Allein schon, um über die Sexszene diskutieren zu können.

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