Box Office Jimi Blue surft, Jackie Chan schlägt

Mit der Komödie "Sommer" erobert Ochsenknecht-Spross Jimi Blue nicht nur Teenie-Herzen, sondern auch die Spitze der deutschen Kino-Charts. Die Amerikaner setzten auf Kloppen statt Knutschen und strömten in das Martial-Arts-Abenteuer "The Forbidden Kingdom" mit Jackie Chan und Jet Li.


Los Angeles/Hamburg - Jetzt geht es wirklich um Strand, Sonne und Wellen: Bei der romantischen Teenie-Komödie "Sommer" mit den Nachwuchssternchen Jimi Blue Ochsenknecht und Sonja Gerhardt, klingt nicht nur der Filmtitel nach Strandurlaub. Der Liebesfilm spielt am Nordseestrand, hat sich prompt vor Dennis Gansels Klassenzimmerdrama "Die Welle" plaziert und setzt so den momentanen Erfolgskurs deutscher Produktionen fort. Laut Fachmagazin "Blickpunkt: Film" konnte sich das Startergebnis des Jugendstrandabenteuers mit 230.000 Besuchern zwar nicht mit dem Startergebnis von "Die Welle" messen - hatte aber mit einem Schnitt von mehr als 550 Zuschauern pro Kopie in 407 Kinos das stärkste Ergebnis der Top Ten.

Darsteller Gerhardt (li.) und Ochsenknecht in "Sommer": Herzklopfen im Sand
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Darsteller Gerhardt (li.) und Ochsenknecht in "Sommer": Herzklopfen im Sand

"Die Welle" schaffte es mit weiteren 120.000 Besuchern auf Platz zwei und plazierte sich vor dem Vorwochenspitzenreiter "21", für den sich noch 115.000 Kinogänger interessierten. Der erfolgreichste Neuling war auf Platz vier der Thriller "Street Kings", der in 308 Kinos auf etwa 90.000 Zuschauer kam. Die Top fünf beschloss die Disney-Produktion "Daddy ohne Plan" mit etwas mehr als 60.000 Zuschauern.

"Der rote Baron" - in der Vorwoche überraschend schlapp gestartet - setzte den Sturzflug fort, verlor 50 Prozent und landete mit 40.000 Zuschauern auf Platz acht. Damit kam die Abenteuerschmonzette noch hinter dem Neustart "Fleisch ist mein Gemüse" von Heinz Strunk ins Ziel: Die Bestseller-Verfilmung brachte es in 149 Kinos auf 45.000 Zuschauer. Ein weiterer deutscher Neustart, der Film "Chiko", plazierte sich mit nur 15.000 Besuchern auf Platz 16.

In den USA war an den Kinokassen derweil feinste Kampfkunst angesagt: In "The forbidden Kingdom" trafen die Nahkampflegenden Jackie Chan und Jet Li aufeinander - und landeten mit 20,9 Millionen Dollar Unsatz auf Platz eins der Kinocharts. Damit setzte sich der Film überraschend gegen die Komödie "Forgetting Sarah Marshall" ("Nie wieder Sex mit dem Ex"), dem neuen Film von Erfolgsproduzent Judd Apatow ("Superbad") durch, der in 2798 Kinos 17,3 Millionen Dollar umsetzte. Der Horrorschocker und Vorwochenspitzenreiter "Prom Night" hingegen baute ab und landete mit 9,1 Millionen Dollar auf Platz drei.

Auf Platz vier positionierte sich der Thriller "88 Minutes" mit Al Pacino, der laut "Blickpunkt: Film" in Deutschland bereits seit einem Jahr als DVD erhältlich ist. Trotz vergleichsweise schlechter Kritiken spielte der Film in 2168 Kinos 6,8 Millionen Dollar ein. Auf Platz fünf schaffte es "Die Insel der Abenteurer" mit Jodie Foster. Der Familienfilm spielte noch einmal 5,7 Millionen Dollar ein. Der letzte Neueinsteiger in den Top Ten ist der provokante Dokumentarfilm "Expelled: No Intelligence Allowed" auf Platz neun.

Die Suche nach Top-Terrorist Osama Bin Laden haben die US-amerikanischen Kinogänger anscheinend endgültig aufgegeben: Die neue Dokumentation des "Super Size Me"-Machers Morgan Spurlock "Where in the World is Osama Bin Laden?", in der sich der Filmemacher im mittleren Osten persönlich auf die Suche nach dem Terroristen begibt, brachte es nur auf 140.000 Zuschauer, startete allerdings auch nur mit limitierter Kopienzahl.

sta/AP



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