Box Office Karate Kid vermöbelt das A-Team

Zwei aufpolierte Klassiker dominieren die US-Kinocharts: Die Neuauflage von "The Karate Kid" überragte, das "A-Team" enttäuschte. In Deutschland flüchteten überraschend viele vor der Fußball-WM und bescherten damit Carrie Bradshaw ein weiteres erfolgreiches Kinowochenende.

Schauspieler Smith, Chan: Der Film heißt "Karate Kid", gelehrt wird aber Kung-Fu
Sony Pictures

Schauspieler Smith, Chan: Der Film heißt "Karate Kid", gelehrt wird aber Kung-Fu


Hamburg/Los Angeles - Endlich kommt Schwung in den Kinosommer, und der Dank gilt vor allem einer Familie: Schauspieler Will Smith hat als Produzent gemeinsam mit Ehefrau Jada Pinkett Smith den Klassiker "The Karate Kid" neu aufgelegt. Sohnemann Jaden spielt die Hauptrolle des Jungen, der sich von - natürlich - Jackie Chan in die Kampfkunst einweisen lässt.

"Karate Kid" legte einen überraschend guten Start hin: Laut boxofficemojo.com setzte der Actionfilm am Wochenende geschätzte 56 Millionen Dollar in 3663 Kinos um - produziert wurde er für gerade mal 40 Millionen Dollar. Welch ein Tritt in die Magengrube für das zweite angelaufene Achtziger-Jahre-Remake, "A-Team", das stolze 110 Millionen Dollar gekostet haben soll. Die Modernisierung der US-amerikanischen Kultserie mit Darstellern wie Liam Neeson, Bradley Cooper und Jessica Biel spielte gerade mal 26 Millionen Dollar in 3535 Kinos ein und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Der vierte "Shrek"-Film schlug sich angesichts der ersten wirklichen Konkurrenz tapfer, musste sich aber mit dem dritten Platz bescheiden. Das animierte Sequel brachte immerhin noch 15,8 Millionen Dollar Umsatz.

Außerdem unter den ersten Fünf: der Klamauk "Get Him to the Greek" mit 10,1 Millionen Dollar Umsatz in 2702 Kinos und die Komödie "Killers" mit Katherine Heigl und Ashton Kutcher, die 8,2 Millionen Dollar in 2859 Kinos einbrachte.

Carrie statt Klose

Hierzulande machte sich in den Kinos die Fußball-Weltmeisterschaft bemerkbar, allerdings moderat: Immerhin rund 600.000 Zuschauer gingen lieber ins Kino als zum Public Viewing. Die meisten von ihnen sahen laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" das Sequel "Sex and the City 2" (190.000). Den zweiten Platz sicherte sich "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" mit 85.000 verkauften Karten.

Der britische Tanzfilm "Streetdance 3D" lockte 80.000 Kinogänger; "Vergebung", der filmische Abschluss zu Stieg Larssons Millenium-Triolgie, 45.000. Ridley Scotts "Robin Hood"-Neuauflage komplettiert mit 35.000 Zuschauern die Top fünf.

Neu in den Top 20: "My Name Is Khan". Bollywood-Superstar Shahrukh Khan ( Link zum Interview auf SPIEGEL ONLINE), der sich für gewöhnlich durch bunte Kulissen singt und tanzt, landete mit dem für ihn ungewohnten Drama auf Platz 16. Den Film, in dem Khan einen autistischen Muslim auf Reisen durch die USA spielt, sahen in 28 Kinos etwa 5000 Zuschauer - kein übler Schnitt.

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