Box Office Küss das Zweiohrküken

Ein märchenhafter Start sieht anders aus, doch erfolgreich lief es allemal: "Küss den Frosch" ist die neue Nummer eins der US-Kinocharts. Hierzulande tut sich Disneys Zeichentrickfilm schwerer: Was ist schon eine schwarze Prinzessin gegen ein Küken mit zwei Ohren?

Disney

Los Angeles/Hamburg - Ein handgemaltes Kinomärchen aus dem Hause Disney zur Weihnachtszeit - klingt wie aus einer anderen Zeit, ist aber hochaktuell: Der Zeichentrickfilm "Küss den Frosch" hat in den USA die Spitze des Box Office erobert. Laut boxofficemojo.com hat die Neufassung des "Froschkönig"-Klassikers mit einer schwarzen Prinzessin 25 Millionen Dollar in 3434 Kinos eingespielt. Der Film war bereits vor zwei Wochen gestartet, wird aber erst seit diesem Wochenende landesweit gezeigt.

Der Überraschungshit "The Blind Side" verlor nur leicht auf 15,4 Millionen Dollar und sicherte sich damit den zweiten Platz. Insgesamt hat das Sport-Drama, das auf der wahren Erfolgsgeschichte des US-Footballers Michael Oher basiert, nach einem Monat bereits über 150 Millionen Dollar eingespielt. Hauptdarstellerin Sandra Bullock ist damit drauf und dran, ihre erst in diesem Jahr aufgestellte Bestmarke - die romantische Komödie "Selbst ist die Braut" spielte insgesamt 164 Millionen Dollar ein - zu toppen.

Dahinter landete Clint Eastwoods Biopic "Invictus" mit Morgan Freeman als Nelson Mandela, das in 2125 Kinos anlief und 9,1 Millionen Dollar einspielte. Außerdem in der Top Fünf: die Bestseller-Verfilmung "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" mit acht Millionen Dollar und ein weiterer Disney-Film, "Eine Weihnachtsgeschichte", mit 6,9 Millionen Dollar.

Die als Oscar-Kandidat gehandelte Dramedy "Up in the Air" wurde abermals auf weitere Kinos ausgeweitet. In 72 Locations spielte der Film von "Juno"-Regisseur Jason Reitman 2,5 Millionen Dollar ein - ein guter Zuschauerschnitt ebenso wie zwei weitere im Limited Release gestartete Filme. Das Tom-Ford-Drama "A Single Man" lief in neun Kinos mit 216.000 Dollar an, Peter Jacksons "Lovely Bones" (deutscher Titel: "In meinem Himmel") setzte in gerade mal drei Kinos 116.000 Dollar um.

"New Moon"-Vampire übertrumpfen Vorgänger

In den deutschen Kinocharts verteidigte derweil Til Schweigers "Zweiohrküken" nach dem herausragenden Start in der Vorwoche seine Spitzenposition. Die Fortsetzung von " Keinohrhasen" sahen dem Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" zufolge 630.000 Zuschauer.

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"Zweiohrküken": Im Hetero-Stahlbad

Für den US-Besten "Küss den Frosch" reichte es nur für einen zweiten Platz. Der Familienfilm startete mit 320.000 verkauften Karten eher verhalten. Das Vampir-Sequel "New Moon" lockte 270.000 Zuschauer.

Auf dem vierten Platz landete Roland Emmerichs Katastrophenspektakel "2012" mit John Cusack, das 120.000 Tickets umsetzte - die Drei-Millionen-Ticket-Hürde ist damit geschafft. Dahinter: der sechste Teil der "Saw"-Reihe, der mit 75.000 Besuchern auch in Woche zwei deutlich hinter den von seinen Vorgängern geschürten Erwartungen zurückblieb.

Die anarchisch-verspielte Horrorkomödie "Zombieland" kam zum Start in 100 Kinos auf 50.000 Zuschauer. Für den Störtebeker-Klamauk "Zwölf Meter ohne Kopf" lief es in 109 Kinos wesentlich schlechter, er setzte gerade mal 10.000 Karten um.

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