Box Office: Leo und Marty schlagen zu
Glänzende Rolle für Leonardo di Caprio, Rekord für Martin Scorsese: Mit dem Thriller "Departed: Unter Feinden" landet das Erfolgsduo auf Anhieb an der Spitze der amerikanischen Kinocharts. In Deutschland kickt sich die WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen" an die Spitze.
New York/Hamburg - Was für ein Coup von Altmeister Martin Scorsese: Sein neuer Thriller "Departed: Unter Feinden" bescherte ihm das beste Premierenergebnis seiner langen Karriere. Am Wochenende spielte das Remake des asiatischen Kultfilms "Infernal Affairs" in den USA und Kanada 27 Millionen Dollar ein und landete auf Platz eins der nordamerikanischen Kinocharts, hieß es am Montag aus Studiokreisen. Außerdem gelang es dem 64-jährigen Scorsese, seinen bisherigen Premierenrekord fast zu verdreifachen: "Kap der Angst" war vor 15 Jahren mit 10,2 Millionen Dollar Einnahmen gestartet.
"Departed"-Darsteller Damon, DiCaprio: Kampf um Leben und Tod
Für die Zusammenarbeit mit Scorsese kehrte Nicholson nach drei Jahren Pause wieder vor die Kamera zurück. Für DiCaprio ist "The Departed" nach "Gangs of New York" und "Aviator" der dritte Film unter dem Meisterregisseur und seinem deutschen Kameramann Michael Ballhaus.
Auf Rang zwei der US-Kinocharts platzierte sich Teil zwei des Gruselschockers "The Texas Chainsaw Massacre" (The Beginning) mit Einnahmen von 19,2 Millionen Dollar. Die Nummer eins des letzten Wochenendes, der Trickfilm "Jagdfieber", fiel auf Platz drei.
In Deutschland lässt die Erinnerung an den Fußballsommer die Kinokassen klingeln. Sönke Wortmanns WM-Doku "Deutschland. Ein Sommermärchen" landete auf Anhieb auf dem ersten Platz der Charts, rund eine Million Zuschauer haben ihn seit dem Start am vergangenen Donnerstag bereits gesehen. Der Film verdrängte sogar den Erfolgsfilm "Das Parfüm" auf den zweiten Platz. "Es ist der fünftbeste Start eines deutschen Films überhaupt", sagte Martin Wieandt vom Filmverleih Kinowelt.
Die Tanz-Romanze "Step Up" von Anne Fletcher schaffte es als Neueinsteiger auf den dritten Platz. Der Film "Klick" von Regisseur Frank Coraci, der die Erlebnisse eines arbeitswütigen Familienvaters (Adam Sandler) zeigt, der mit seiner Universalfernbedienung sein Leben vor- und zurückspult, rutschte vom zweiten auf den vierten Rang. Auf den fünften Platz rutschte das emotionsbeladene Drama "World Trade Center" von Oliver Stone um das Schicksal zweier Feuerwehrmänner bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein.
Die Kino-Besucherzahlen wurden vom 5. bis 8. Oktober in 339 Sälen der Cinemaxx-Kinos mit insgesamt rund 89 000 Plätzen ermittelt.
hoc/dpa
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