Box Office Scarlett Johansson ballert sich an "Hercules" vorbei

Das alte Rezept "Schöne Frauen mit fetten Waffen" geht mal wieder auf: Scarlett Johansson steigt in Luc Bessons "Lucy" auf Platz eins der US-Charts ein. In Deutschland behaupten sich die "Transformers" weiter.

Scarlett Johansson als "Lucy": Bester US-Start in Luc Bessons Laufbahn
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Scarlett Johansson als "Lucy": Bester US-Start in Luc Bessons Laufbahn


USA

1. Gewinner der Woche

Die Drogen befinden sich nicht in ihren Schuhsohlen oder einem Geheimfach in einer Reisetasche, sondern in ihrem Körper. Scarlett Johansson spielt die junge Lucy, die eines Tages mit einer Schnittwunde am Bauch erwacht und erfährt, dass ihr ohne ihr Wissen ein Rauschmittelpaket eingepflanzt worden ist. Der französische Regisseur Luc Besson ("Léon - der Profi", "Das fünfte Element") hat es mit seinem neuen Film "Lucy" an die Spitze der US-Kinocharts geschafft.

Und es kommt noch besser für Besson: 44 Millionen Dollar hat der Thriller nach Angaben des Branchendienstes "Blickpunkt Film" am ersten Wochenende eingespielt - der beste US-Start in Bessons Laufbahn.

Johansson hat sich damit über Dwayne Johnson erhoben, der in Brett Ratners "Hercules" den starken Hünen spielt und in der Schlacht um Thrakien das Reich von Tyrann Rhesus (Tobias Santelmann) befreien soll. Mit einem Einspielergebnis von 29 Millionen Dollar landete "Hercules" auf Platz zwei.

2. Verlierer der Woche

Für die Affen geht es weiter bergab. In Woche drei schaffte Matt Reeves' "Dawn of the Planet of the Apes" ("Planet der Affen - Revolution") nur noch 16,4 Millionen Dollar und damit den dritten Rang. Auch der Horrorfilm "The Purge 2 - Anarchy" rutschte ab. Zwei Plätze nach unten ging es für den Gruselschocker: Mit 9,9 Millionen Dollar landete er auf Platz vier.

3. Zahl der Woche

22 lautet in diesem Jahr die Hausnummer der Polizeistation in der Jump Street. In den Achtzigerjahren war die Serie "21 Jump Street" mit Johnny Depp erfolgreich, unter demselben Titel wurde der Polizisten-Undercover-Klamauk im Jahr 2012 mit Jonah Hill und Channing Tatum fürs Kino adaptiert. Nun ist die Cop-Komödie als "22 Jump Street" zu sehen, weil die Polizeistation eine Nummer weitergezogen ist. Und der Film ist überaus erfolgreich: Laut Branchendienst boxofficemojo.com hat er schon 270 Millionen Dollar eingespielt. Am Donnerstag läuft der Klamauk in Deutschland an.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Die Robotersaga "Transformers: Ära des Untergangs" verteidigt seine Spitzenposition. Michael Bays vierter Teil der Filmreihe ist nach dem Start in der vergangenen Woche zum zweiten Mal klare Nummer eins in Deutschland. Rund 5,1 Millionen Dollar erzielte das Spektakel. Nach Umsatz ist es jetzt schon erfolgreicher als jeder im zweiten Quartal gestartete Titel, wie "Blickpunkt Film" berichtet.

Der animierte Kinderfilm "Drachenzähmen leicht gemacht 2" schaffte einen Umsatz von 3,8 Millionen Euro. Rund 470.000 Zuschauer wollten den Film über die Abenteuer des Teenagers Hicks mit seinem Freund, dem Drachen Ohnezahn, sehen. Die Fortsetzung aus dem Hause Dreamworks lief damit auch besser als der erste Teil "Drachenzähmen leicht gemacht " an. Vor vier Jahren war der Film mit 250.000 Besuchern aus dem Starwochenende gegangen.

Der französische Film "Monsieur Claude und seine Töchter" von Philippe de Chauveron sorgte für eine Überraschung an den Kinokassen. Mit einem Einspielergebnis von 1,2 Millionen Euro und 155.000 Zuschauern ist die Komödie der beste Start eines französischen Films seit dem Sensationserfolg von "Ziemlich beste Freunde". In dem Film geht es um die vier Töchter eines konservativen Ehepaars, die gegen dessen Vorstellungen vom Traum-Schwiegersohn aufbegehren.

2. Verlierer der Woche

Das Heavy-Metal-Festival Wacken beginnt in drei Tagen. Doch wer sich schon jetzt einstimmen will, kann sich die Doku "Wacken 3D" von Regisseur Norbert Heitker anschauen. Der Film enttäuschte zwar an seinem ersten Wochenende in den Kinos (120.000 Euro Umsatz und 10.500 Zuschauer) - aber das mag sich vielleicht schon bald ändern, wenn sich 75.000 Fans nach dem Festival zurück in das schleswig-holsteinische Dorf sehnen.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Im chinesischen Thriller "Feuerwerk am helllichten Tage" erzählt Diao Yinan die Geschichte eines Bullen und eines bösen Mädchens, das ihm zur Obsession wird. Es ist eine Story aus einem düsteren, verschneiten, in Rot- und Grüntöne getauchten modernen China: Sensationell anmutig inszeniert, fast hypnotisch. Der Film lief im Februar dieses Jahres bei der Berlinale unter dem englischen Titel "Black Coal, Thin Ice" und wurde dort sowohl mit dem Goldenen Bären als bester Film als auch mit dem Silbernen Bären für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet - Lob für das Porträt einer zerrütteten Gesellschaft.

kha/dpa

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vulcan 28.07.2014
1.
Zitat von sysopUniversalDas alte Rezept schöne Frauen mit fetten Waffen geht mal wieder auf: Scarlett Johansson steigt in Luc Bessons "Lucy" auf Platz eins der US-Charts. In Deutschland behaupten sich die "Transformers" weiter. http://www.spiegel.de/kultur/kino/box-office-lucy-mit-scarlett-johansson-und-transformers-a-983187.html
Irgendwie nix für mich dabei...höchstens der Film aus China vielleicht. Luc Besson mit seinen Schwachsinnsfilmen scheidet genauso aus wie Transformers...Hercules...na ja, nicht im Kino. Vielleicht später mal so nebenbei im TV. Irgendwie alles mehr oder weniger Dumpfsinn für 12jährige, auch wenn sie vielleicht schon 16 sein müssen, um mit 'Lucy' die x-te blöde Variation vom Killerbabe sehen zu dürfen.
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