Box Office "Männerherzen" schlagen wieder alle

In Deutschland gelingt der Fortsetzung des Komödien-Hits "Männerherzen" der Sprung auf Platz eins der Kinocharts. Unoriginell? Na, was soll man da erst zu den USA sagen! Dort war die 3D-Version des 17 Jahre alten Animationsfilms "Der König der Löwen" der erfolgreichste Start des Wochenendes. 

Star im Hintergrund: Pasquale Aleardi, Mina Tander und Til Schweiger in "Männerherzen 2"
Warner Bros.

Star im Hintergrund: Pasquale Aleardi, Mina Tander und Til Schweiger in "Männerherzen 2"


Hamburg/Los Angeles - Der Disney-Film "Der König der Löwen" (im Original "The Lion King") hat seinen Platz unter den erfolgreichsten Animationsfilmen der Kinogeschichte längst schon sicher. Und doch konnte der Zeichentrick-Klassiker am Wochenende seiner Erfolgsgeschichte ein neues Kapitel hinzufügen: In einer neu realisierten 3D-Fassung lockte "Der König der Löwen" alte Fans und deren Kinder und Enkel wieder in Scharen in die amerikanischen Kinos. Der Lohn: Platz eins in den US-Kinocharts mit einem Einspielergebnis von 29,7 Millionen Dollar.

Damit hat der Film über den Thronanwärter Simba an nur einem Wochenende den Sprung von Platz 25 auf 17 in der ewigen Rangliste der erfolgreichsten Filme in Nordamerika geschafft, vermerkt der Branchendienst Box Office Mojo.

Der Sprecher des Produktionsstudios Disney zeigte sich begeistert: Dave Hollis sagte, man habe eher mit einem Umsatz zwischen zehn und zwölf Millionen Dollar gerechnet.

Mit einem erträglichen Minus von 35 Prozent hält sich der Spitzenreiter der Vorwoche, Steven Soderberghs Virus-Thriller "Contagion", sehr wacker. 14,5 Millionen Dollar spielte die internationale Erregerjagd am Wochenende ein.

Gegen den dreidimensionalen Rückkehrer auf die Kinoleinwand verblassten alle echten Neustarts des Wochenendes. Noch am besten schlug sich "Drive", ein Actionfilm, in dem Ryan Gosling einen Stuntman spielt, der für einen Kriminellen den Fluchtwagen fährt. Nicolas Winding Refn, der dänische Regisseur des Films, gewann bei den Filmfestspielen in Cannes einen Preis für die Regie von "Drive" - doch die an den Kinokassen eingenommenen 11 Millionen Dollar sind nicht überwältigend.

Wirklich enttäuschend hingegen schnitten zwei andere Neulinge ab: "Straw Dogs", das von Rod Lurie inszenierte Remake des Sam-Peckinpah-Klassikers "Wer Gewalt sät" aus dem Jahr 1971, spielte nur 5,0 Millionen Dollar ein. Und für den neuesten Film mit Sarah Jessica Parker kamen gar nur 4,5 Millionen zusammen: "I Don't Know How She Does It", eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Allison Pearson, handelt von einer berufstätigen Mutter - was Box Office Mojo spekulieren ließ, dass Frauen, die im wirklichen Leben schon Kinder und Karriere managen müssen, darüber nicht auch noch einen Film sehen wollten.

Til Schweiger auch in fremder Regie Nummer eins

In den deutschen Kinocharts hat auch der zweite Teil der Komödie "Männerherzen" den Sprung auf Platz eins geschafft. Wie das Marktforschungsunternehmen Media Control meldet, wurden 252.000 Kinokarten für den Film von Simon Verhoeven verkauft - damit hat "Männerherzen - und die ganz, ganz große Liebe" zwar die Marke des Vorgängers verpasst (dem Branchenblatt "Blickpunkt:Film" zufolge startete der im Herbst 2009 mit 462.197 Zuschauern), aber für einen souveränen Spitzenplatz reichte es dennoch; kein Wunder bei Hauptdarsteller Til Schweiger.

Auf Platz zwei kam " Freunde mit gewissen Vorzügen", die Beziehungskomödie mit Justin Timberlake und Mila Kunis, die 171.000 Zuschauer sehen wollten. "Die drei Musketiere" lockten in der neuen 3-D-Version noch einmal 155.000 Kinogänger an, während Matthias Schweighöfers Regiedebüt " What A Man" auf 125.000 verkaufte Karten kam. Rang fünf hielt der Dauerbrenner "Die Schlümpfe".

Der zweitbeste Neustart der Woche ist der von Luc Besson produzierte Actionthriller "Colombiana", der mit 71.000 Zuschauern Platz sieben erreichte.

feb/dpa/Reuters/AP

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