Film über EU-Austritt Benedict Cumberbatch spielt Hauptrolle in Brexit-Thriller

Dominic Cummings hat als Politikberater die "Vote Leave"-Kampagne vorangetrieben, nun ist seine Rolle im Brexit-Drama verfilmt worden - mit Schauspielstar Benedict Cumberbatch als EU-Hasser .

Benedict Cumberbatch
NEIL HALL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Benedict Cumberbatch


Benedict Cumberbatch spielt die Hauptrolle in einem britischen TV-Thriller über den Brexit. Der Sherlock-Holmes-Darsteller verkörpert in "Brexit: The Uncivil War" den Leiter der "Vote Leave"-Kampagne, Dominic Cummings, der als eine der zentralen Figuren hinter dem Brexit gilt. Im Mittelpunkt des Films steht die umstrittene Strategie, mit der die EU-Gegner beim Referendum 2016 siegen konnten.

Der in der Öffentlichkeit wenig bekannte Cummings arbeitete einst als Politikberater europaskeptischer Parlamentarier. Er führte dann die Kampagne "Vote Leave" an, die sich für einen Brexit stark machte.

Cummings wird ein erheblicher Anteil am Erfolg der EU-Gegner zugeschrieben. Unter anderem setzte er auf eine datenbasierte Kampagne in den sozialen Netzwerken und weniger auf traditionelle Wahlkampfmethoden. Im vergangenen Juli wurde "Vote Leave" wegen irreführendem Finanzgebaren zu einer Geldstrafe verurteilt.

Cummings zu verkörpern und die Welt durch dessen Augen zu sehen, sei eine "Herausforderung" gewesen, erklärte Cumberbatch. Cummings sei "in vielerlei Hinsicht weit von mir entfernt". Der 42 Jahre alte Schauspieler ("Doctor Strange", "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben") hatte sich für einen Verbleib seines Landes in der EU stark gemacht.

"Brexit: The Uncivil War" wird im britischen Sender Channel 4 am 7. Januar 2019 gezeigt - dem Tag, an dem die britischen Parlamentarier aus der Weihnachtspause nach Westminster zurückkehren. Eine Woche später steht dann eine entscheidende Abstimmung über den Brexit an.

bam/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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Pless1 28.12.2018
1. Kampagnen allerorten
Zum Brexit kam es aufgrund einer schmutzigen Kampagne, soviel ist bekannt und unstrittig. Aber natürlich kann dieser Film mitsamt seinem Timing ebenfalls als Teil einer Kampagne angesehen werden. Es ist leider so, dass es viel mehr Erfolg verspricht, Menschen subtil zu beeinflussen als zu versuchen, sie argumentativ zu überzeugen.
modemhamster 28.12.2018
2. No Stone Unturned
hätte es auch verdient, hier mal gewürdigt zu werden. Vor allem wenn man die Umstände mit einbezieht, wie den Machern jetzt die Pressefreiheit beschnitten wird. Gut, dass die Briten bal raus sind, in der EU wäre das undenkbar, sagt Andrei Nekrassow.
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