Reaktionen zum Tod von Burt Reynolds "Ein großzügiger, leidenschaftlicher und sensibler Mann"

Familienangehörige und Fans von Burt Reynolds reagieren bestürzt auf den Tod des US-Schauspielers. Arnold Schwarzenegger trauert um einen seiner Helden, Sylvester Stallone um einen Freund und Sally Field um einen Teil ihres Herzens.

Burt Reynolds (2002)
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Burt Reynolds (2002)


Bestürzung und Trauer nach dem Tod von Burt Reynolds: Der Hollywoodstar ist am Donnerstag im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Jupiter im US-Staat Florida gestorben. Das sagte sein Manager dem "Hollywood Reporter". Als Todesursache wurde ein Herzstillstand genannt.

"Mein Onkel war nicht nur eine Filmikone, er war ein großzügiger, leidenschaftlicher und sensibler Mann, der für seine Familie, Freunde, Fans und seine Schauspielschüler lebte", schrieb Reynolds' Nichte Nancy Lee Hess in einer Mitteilung. Reynolds habe gesundheitliche Probleme gehabt, doch sein Tod sei für die Familie "völlig überraschend" gekommen.

"Er ist Teil meiner Geschichte und meines Herzens, solange ich lebe", erklärte Sally Field, Reynolds' frühere Freundin in den Siebzigerjahren und Co-Star aus der Actionkomödie "Ein ausgekochtes Schlitzohr". Die ehemalige Ehefrau des Schauspielers, Loni Anderson, veröffentlichte eine Erklärung mit ihrem Sohn Quinton: "Er war zwölf Jahre lang ein großer Teil meines Lebens und Quintons liebender Vater für 30 Jahre. Wir werden ihn und sein großartiges Lachen vermissen", heißt es darin.

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Burt Reynolds: Kämpfer, Playboy, Hollywood-Haudegen

"Burt Reynolds war einer meiner Helden", schrieb der Schauspieler und frühere Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, bei Twitter. Reynolds habe vorgemacht, wie man vom Sportler zum bestbezahlten Schauspieler werden könne - und er habe einen "großartigen Sinn für Humor" gehabt. "Ein trauriger Tag, mein Freund Burt Reynolds ist gestorben", schrieb Sylvester Stallone auf Instagram. Auch Schauspieler Russell Crowe erinnerte bei Twitter an "meinen Freund". Die beiden hatten 1999 gemeinsam an dem Film "Mystery, Alaska" gearbeitet.

"Ich werde dich immer lieben", erklärte Dolly Parton auf Instagram zu einem Foto des Duos aus dem Film "Das schönste Freudenhaus in Texas" (1982). Zusammen mit Millionen seiner Fans in aller Welt werde sie immer sein Lachen, sein Funkeln in den Augen und seinen schrägen Humor in Erinnerung bewahren.

Kevin Bacon erinnerte daran, wie er als 19-jähriger Schauspielneuling an einem Set mit "Megastar" Reynolds gearbeitet habe - er sei "sehr freundlich und cool" gewesen, das werde er nie vergessen. Moderator Larry King schrieb über die zwei Versionen des Verstorbenen: Der Filmstar Reynolds sei überlebensgroß gewesen, twitterte King. Aber der Mensch Reynolds sei bodenständig gewesen, höllisch witzig und talentierter, als er es sich selbst je habe zugestehen wollen. Tennisstar Boris Becker würdigte Reynolds als "eine der letzten Ikonen in Hollywood".

Vor allem in den Siebziger- und Achtzigerjahren galt Reynolds in Hollywood als Kassenmagnet. Filme wie "Beim Sterben ist jeder der Erste" und "Ein ausgekochtes Schlitzohr" wurden zu Hits. Einen Oscar gewann der aus Michigan stammende Darsteller nie, für "Boogie Nights" 1998 aber einen Golden Globe als bester Nebendarsteller. Darin spielte er einen Pornofilmproduzenten.

"Die Hügel und Täler" seines Lebens

Zu Reynolds Leben gehörten aber auch Bankrotterklärungen und eine schlagzeilenträchtige Scheidung von Kollegin Loni Anderson. Neben der Ehe mit Anderson zählte er einen hüllenlosen Auftritt auf einem Bärenfell zu seinen größten Fehlern: 1972 war Reynolds als erster Mann nackt in der Zeitschrift "Cosmopolitan" zu sehen. Aus Hollywood war das einstige Sexsymbol später nach Florida gezogen. Dort betrieb er eine Schauspielschule.

Zuletzt sollte Reynolds neben Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Al Pacino in Quentin Tarantinos "Once Upon A Time in Hollywood" mitwirken. Im Mai war bekannt geworden, dass Regisseur Tarantino für seinen Film zur Zeit der Hippie-Revolution und einer von Charles Manson angestifteten Mordserie Reynolds die Rolle eines alten Ranchers geben wollte, auf dessen Farm Manson und seine Anhänger mehrere Monate gelebt hatten. Die Dreharbeiten waren kürzlich angelaufen, doch Reynolds hatte seine Szenen noch nicht abgedreht.

"Mein Onkel freute sich sehr darauf, mit Quentin Tarantino und der erstaunlichen Besetzung zu drehen", hieß es am Donnerstag in der Mitteilung seiner Nichte. Sie wolle sich bei Reynolds' Fans bedanken, die ihn über "die Hügel und Täler" seines Lebens und seiner Karriere immer unterstützt und angefeuert hätten, schrieb Hess. In dieser "sehr schwierigen Zeit" bitte die Familie nun darum, dass ihre Privatsphäre respektiert werde.

aar/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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egyptwoman 07.09.2018
1.
Mach´s gut du "ausgekochtes Schlitzohr", in deinen Filmen wirst du ewig weiterleben. Mit deinen Filmen bin ich als Kind aufgewachsen. Es werden immer weniger Ikonen von Hollywood. Der Familie herzliches Beileid und viel Kraft in dieser schweren Zeit.
christel143 07.09.2018
2. Ruhe in Frieden
Bandit!
niroclean 07.09.2018
3. Großartig...
...waren seine Kinoknüller. Ein toller Schauspieler und einer der Helden meiner Jugend. Mach's gut Burt - und danke das es Dich gab.
manchmal_dafür 07.09.2018
4. Rip
Legendär seine Rolle in „Ein ausgekochtes Schlitzohr“-erst neulich wieder mit Begeisterung gesehen. Er hatte leider kein so glückliches Händchen bei seiner Filmwahl, wenn man bedenkt, dass er beispielsweise Rollen wie die des Han Solo in Star Wars abgelehnt hat. Für mich trotzdem einer der Großen. RIP
Rhonda Fizzleflint 07.09.2018
5.
He's eastbound, and we just watch old Bandit run... RIP Bandit!
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