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Cannes-Festival: Indiana Jones trifft E.T.

Von , Cannes

Gegen so große Erwartungen kommen selbst Steven Spielberg, George Lucas und Harrison Ford nicht an: Ihr neuer Film "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" wurde beim Festival von Cannes eher verhalten aufgenommen.

Cannes - Bei der lange erwarteten ersten Vorführung von Steven Spielbergs neuem Filmspektakel "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" bei den 61. Internationalen Filmfestspielen in Cannes gab es frenetischen Applaus - vor Filmbeginn.

Lucas, Ford, Spielberg (v.l.): Der neue "Indiana Jones" wurde zum Kinoereignis des Jahres hochgejubelt
REUTERS

Lucas, Ford, Spielberg (v.l.): Der neue "Indiana Jones" wurde zum Kinoereignis des Jahres hochgejubelt

Hinterher waren die Reaktionen der Journalisten deutlich verhaltener. "Kein Desaster, aber wirklich kein Meisterwerk", lautete der Kommentar vieler Kritiker. Die feierliche Gala-Premiere des Films findet am Sonntagabend an der Croisette statt, in Anwesenheit von Spielberg, Produzent George Lucas und der Hauptdarsteller Harrison Ford, Cate Blanchett, Shia LaBeouf und Karen Allen.

Das vierte Abenteuer über den Archäologen Indiana Jones (Harrison Ford), 19 Jahre nach dem letzten Film der Action-Reihe, war vorab zum Kinoereignis des Jahres hochgejubelt worden - auch dank der strikten Geheimniskrämerei von Regisseur Spielberg. Daran gemessen, ist der Film eine Enttäuschung.

Im neuen Indiana-Jones-Spektaktel, das im Jahr 1957 spielt, muss sich der Held mit bösen Sowjetrussen herumschlagen, angeführt von der schönen Irina Spalko (Cate Blanchett). Doch bald muss sich Jones einer größeren Macht stellen: Außerirdischen. Die Geschichte führt Jones und den jungen Mutt (Shia LaBeouf), von dem sich bald herausstellt, dass er Indys Sohn ist, nach Südamerika.

Auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kristallschädel, offenbar der Kopf eines Aliens, überstehen sie zahllose Verfolgungsjagden durch Dschungel und staubige Tempelruinen. Die Spezialeffekte, vor allem in den letzten 30 Minuten, erinnern dabei verdächtig an Bilder aus Spielbergs Science-Fiction-Filmen "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "E.T. - Der Außerirdische".

Im Alter von 61 Jahren scheint Spielberg offenbar einige seiner größten kommerziellen Erfolge kombinieren zu wollen - mit durchwachsenem Ergebnis. "Ich war von allen Beteiligten derjenige, der am schwersten zu überzeugen war, einen vierten Indiana-Jones-Film zu machen", sagte Spielberg bei der Pressekonferenz in Cannes.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Au ja!
pu_king81, 18.05.2008
Erst der rachsuechtige Gott der Juden aus dem alten Testament dann die indische Goettin der Zerstoerung und des Todes worauf dann wieder was aus der juedischen/christlichen Tradition folgte: Der heilige Gral. Und nun? Wenn einem keine Goetter mehr einfallen (gibt ja kaum mehr welche, gerade in Suedamerika) dann muessen natuerlich Ausserirdische her, passt ja so hervorragend zu den ersten drei Teilen. Nen bescheuerten Stilbruch habe ich noch nicht erlebt. Naja, vielleicht ist die Story nicht ganz so gestoert wie sie sich im Spiegelartikel anhoert, hat der Autor ja vielleicht in der englischen Wikipedia gestoebert. Ich werde mir den Film wahrscheinlich trotzdem angucken. pu
2. Ja, was soll man sagen, ...
sam clemens, 18.05.2008
... wenn man den Film noch nicht gesehen hat! Der Artikel dämpft jedenfalls die Erwartungen. Ich persönlich halte den Einfall, Indy einen Sohn mitzugeben, für einen überflüssigen Versuch, die Kinojugend anzuziehen. Stattdessen hätte man sich mehr Mühe mit dem Aufhänger geben sollen - nach dem Gral ist eine Steigerung zwar schwer, aber irgendwas nicht so Abstruses wie die Kristallschädel wäre sicher machbar gewesen. Naja, Hubbard hätte die sicher auch gut gefunden ...
3. Wie erwartet...schlecht?
Kryzanowski, 18.05.2008
Mir ist noch immer unklar warum sich Lucas und Spielberg Thematisch für (Alien)Kristallschädel entschieden haben, von denen inzwischen auch der letzte Wissen sollte das die realen Kristallschädel auf die angespielt wird Fälschungen sind. Für jeden Computerspieler ist seit 1992 eh klar das es im Vierten Teil um Atlantis geht;). Also ums kurz zu sagen wenn man die Wahl hat zwischen obskuren Kristallschädeln und nen Indiana Jones Film der über Atlantis handelt. Wer zur Hölle würde sich da für Kristallschädel entscheiden !$"§!%§ Da wartet man 16 Jahre darauf das die Endlich nen Atlantis Indi Film machen und dann so ein Mist. Von jeglicher Qualitativer Umsetzung abgesehen, gibt es daher Inhaltlich ne 6;)
4. erst ansehen
SFC 18.05.2008
Diese Filmfestspiele sind doch eher spießig und berechenbar. Politische Filme werden bis zum Umfallen gelobt, selbst wenn deren Handlung durchschaubar umd simpel daherkommt, während Action- und Abenteuerfilme völlig unabhängig ihrer Faszination und Fesselwirkung bloß müde abgenickt werden. Ich mache mir lieber selbst ein Bild. Wenn ich ihn dann schlecht finde, kann ich immer noch enttäuscht sein und mich ärgern.
5. :'(
rascal, 18.05.2008
Also ich vor ein paar Tagen zum erstenmal gesehen habe dass dieser shia labouff oder wie er heisst da mitspielt, ist mir sofort jegliche Lust an dem Film vergangen. Ich finde diesen Jungspunt einfach nur zum K****** und werde mir den Film desswegen höchstens mal im Fernsehen angucken.
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