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Césars-Verleihung "The Artist" räumt in Frankreich ab

Stummfilm-Hommage "The Artist": "Mir kam es auf das Grau an"
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AP

"The Artist" auf Oscar-Kurs: Bei der Verleihung der französischen Filmpreise erhielt der Stummfilm in Paris sechs Césars, unter anderem den Preis für den besten Film. Hauptdarsteller Jean Dujardin musste allerdings einem ebenfalls sehr gefeierten Kollegen das Feld überlassen.

Paris - Schon wenige Stunden nach der Verleihung der französischen Filmpreise in Paris wollte das Team von "The Artist" nach Los Angeles aufbrechen, wo am Sonntagabend die Oscars verliehen werden. Die Freude über ihren Triumphzug in der Heimat kosteten sie dann dennoch aus: Die französische Filmakademie hat die Komödie von Michel Hazanavicius am Freitagabend mit sechs Trophäen ausgezeichnet, darunter die Césaren für den besten Film, die beste Regie und die beste Schauspielerin. Bérénice Bejo nahm den Preis strahlend entgegen.

Ihr Filmpartner Jean Dujardin ging allerdings leer aus. Er musste seinem Kollegen Omar Sy den Vortritt lassen, der in dem Kassenschlager "Intouchables" ("Ziemlich beste Freunde") als Pfleger überzeugt und dafür als bester Schauspieler geehrt wurde. Mit 19 Millionen Zuschauern ist "Intouchables" der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten in Frankreich. Omar Sy ist der erste Schwarze, der einen César erhielt, seit dieser Preis 1976 als französische Antwort zu den Oscars ins Leben gerufen wurde.

"The Artist"-Protagonist Dujardin kann jedoch noch hoffen: In den USA ist der Stummfilm in zehn Kategorieren nominiert, unter anderem als bester Film und Dujardin als bester Schauspieler.

"The Artist", der die Geschichte des Stummfilmstars George Valentin erzählt, ist bereits mit drei Golden Globes ausgezeichnet worden, sieben Awards der British Academy of Film and Television (BAFTA) und dem spanischen Goya für den besten europäischen Film.

Der französische Filmpreis für den besten ausländischen Film ging am Freitag an das Beziehungsdrama "Nader und Simin - eine Trennung" von Asghar Farhadi. Der Film gewann 2011 auf den Filmfestspielen in Berlin als erster iranischer Beitrag den Goldenen Bären. Er erzählt eine dramatische Familiengeschichte aus dem iranischen Alltag von heute. Der Film ist auch bei den Oscars als bester ausländischer Film im Rennen.

Die César-Ehrentrophäe ging an die britische Schauspielerin Kate Winslet ("Titanic", "Vergiss mein nicht !"). Die 36-Jährige nahm zudem in Vertretung des Filmemachers Roman Polanski den Preis für die beste Literaturverfilmung für "Der Gott des Gemetzels" entgegen nach dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza. In dem Polanski-Film spielt Winslet eine Mutter, die der blutigen Rauferei ihres Sohnes ein Ende setzen will.

jjc/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
Ronald Dae 26.02.2012
Wenn "The Artist" nicht von vorne bis hinten leicht antizipierbar gewesen wäre hätte das wirklich ein Meilenstein sein können. So ist es Hollywood ohne Ton. Gibt zwei Sterne bei "Anspruch".
Wenn "The Artist" nicht von vorne bis hinten leicht antizipierbar gewesen wäre hätte das wirklich ein Meilenstein sein können. So ist es Hollywood ohne Ton. Gibt zwei Sterne bei "Anspruch".
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