Hamburg/Los Angeles/Hong Kong - Das Original hat eine epische Laufzeit: Die Leinwandfassung des Romans "Cloud Atlas" breitet den Stoff auf fast drei Stunden aus. Ob der neue Film von Tom Tykwer und den Geschwistern Wachowski das trägt, ist im Publikum wie unter Kritikern umstritten.
Derartige ästhetische Gründe allerdings sind es nicht, die jetzt Chinas Filmzensur auf den Plan gerufen haben: Die Behörden der Volksrepublik haben das Drama mit Tom Hanks und Halle Berry in den Hauptrollen um ganze 40 Minuten gekürzt, berichtet der "Hollywood Reporter". Mit den Regisseuren sei die Kürzung nicht abgesprochen worden, heißt es dort. Laut der Zeitung "Dongfang Daily" habe die Zensur neben Anfangssequenzen vor allem "leidenschaftliche Liebesszenen" aus dem Film herausgeschnitten.
Mit "Cloud Atlas" lässt China bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit eine US-Produktion nur mit starken Kürzungen in die Kinos. Zuvor war bekannt geworden, dass auch der jüngste James-Bond-Film "Skyfall" nur in einer zensierten Version in der Volksrepublik zu sehen ist.
Der Zensur zum Opfer fiel in "Skyfall" unter anderem eine Anspielung Bonds über Prostitution in Macao.
bos/AFP
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