Box Office Todkranke Liebende vertreiben Angelina Jolie

Dieser Film trotzt der Fußball-WM: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" startet auf Platz eins in die deutschen Kinocharts. Damit verdrängt das Krebsdrama die Dornröschen-Verfilmung "Maleficent" mit Angelina Jolie als böser Fee. In den USA führt ein TV-Remake.

Ansel Elgort und Shailene Woodley: Erfolgreich mit Romanverfilmung
20th Century Fox

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USA

1. Gewinner der Woche

Darf man hierzu jetzt überhaupt noch TV-Remake sagen? Sicher: "21 Jump Street", der Vorgängerfilm war eine Adaption der Serie, die mit dem Untertitel "Tatort Klassenzimmer" und mit Johnny Depp in der Hauptrolle Anfang der Neunziger auch im deutschen Fernsehen lief. Doch schon der Film von 2012 war recht weit vom TV-Original weg.

Und nun also "22 Jump Street": 60 Millionen Dollar spielte die Komödie ein, bei der erneut Jonah Hill und Channing Tatum die Hauptrollen spielen. Das Sequel eines TV-Remakes - wird das etwa ein Franchise? Und: Mögen Sie die Filmbranchensprache auch so gerne?

2. Verlierer der Woche

So richtig bitter enttäuschend ist der zweite Platz für "Drachenzähmen leicht gemacht 2" eigentlich nicht - immerhin ist der Startumsatz von rund 50 Millionen Dollar ein ordentliches Plus gegenüber dem ersten Teil, der 2010 an seinem ersten Wochenende 43,7 Millionen einspielte. Doch war "How to Train Your Dragon" (so der Originaltitel) einer der von erwachsenen Zuschauern am meisten geschätzten Animationsfilme aus dem Hause Dreamworks, sodass zumindest leise ein größerer Zuwachs erwartet worden sein dürfte.

3. Zahl der Woche

67 Prozent: So viel niedriger war der Kassenumsatz am zweiten Wochenende gegenüber dem Start in der Vorwoche für die nun entthronte Nummer eins der US-Kinocharts: die Literaturverfilmung "The Fault in Our Stars". 15,7 Millionen Dollar reichten nur noch für Platz fünf.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Doch die Macher der Buch-Adaption können sich trösten: In Deutschland ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", wie der Roman von John Green in der deutschen Übersetzung heißt, an diesem Wochenende der meistgesehene Film. 144.000 Zuschauer wollten die Filmversion des Krebs-Dramas sehen, dessen Vorlage zum Genre der Young Adult Fiction zu zählen ist - die in Deutschland auch All Age genannt wird. Mögen Sie die Verlagsbranchensprache auch so gerne?

Die Nummer zwei muss sich aber auch nicht grämen: "Maleficent - Die dunkle Fee", die Dornröschen-Verfilmung mit Angelina Jolie als böser Fee, rutschte zwar einen Platz ab, aber angesichts der allfälligen WM-Konkurrenz sind 125.000 Zuschauer achtbar.

2. Verlierer der Woche

Seth MacFarlane hat noch nicht den Schritt zum Erfolgsgaranten geschafft, dessen Filme blind gesehen werden. Das merkt man daran, dass es für seine jüngste Komödie "A Million Ways to Die in the West" längst nicht so viel zu holen gibt wie zuvor zum Beispiel bei "Ted". Diesmal reicht es noch für Rang fünf mit 70.000 Zuschauern.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Wenig deutsche Produktionen derzeit in den höheren Regionen der deutschen Kinocharts - da fürchten die Firmen vermutlich die Fußballkonkurrenz. Deshalb hier unsere Unterstützung für die deutsche Multikulti-Komödie "Einmal Hans mit scharfer Soße" von Buket Alakus, die zum Start auf Platz neun und 28.000 Zuschauer kam.

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iasi 17.06.2014
1. deutsche Multikulti-Komödie
Multikulti und Komödie ... mehr ist aus deutschen Landen leider nicht mehr zu erwarten ... warum sollte man dafür eine Kinokarte bezahlen, wenn es gute ausländische Unterhaltung im TV gibt
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