"20.000 Meilen unter dem Meer" Fincher verfilmt Jules-Verne-Klassiker neu

Kapitän Nemo schippert nach Australien: Die dortige Regierung hat mit rund 20 Millionen Dollar und Steuernachlässen die Neuverfilmung von Jules Vernes Abenteuerroman "20.000 Meilen unter dem Meer" nach Down Under geholt. Regie führt David Fincher, für eine Hauptrolle ist Brad Pitt im Gespräch.

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Canberra/Hamburg - Australien ist ja berühmt für seine Unterwasserwelten, besonders das Great Barrier Reef zieht Millionen Besucher an. Doch nur mit Naturschönheiten lassen sich große Hollywood-Produktionen schon lange nicht mehr anlocken. Deshalb hat es sich die dortige Regierung nun 21,6 Millionen Australische Dollar (umgerechnet 17,6 Millionen Euro) kosten lassen, um die Walt Disney Studios davon zu überzeugen, die Neufassung von "20.000 Meilen unter dem Meer" Down Under ins Bild zu setzen.

Den Dreh nach Australien zu holen, sei "ein großer Coup" für die lokale Filmindustrie, schwärmte das Büro der Premierministerin Julia Gillard. Während noch in den achtziger und neunziger Jahren regelmäßig Großproduktionen - wie die "Star Wars"-Episoden II und III, "The Matrix" oder "Mission: Impossible" - in Australien gedreht wurden, litt das Geschäft zuletzt unter dem hohen Stand der australischen Währung. Nun half die Regierung zusätzlich zum ohnehin gewährten 40-prozentigen Steuernachlass noch weiter nach.

Folgt Brad Pitt Kirk Douglas in die Heldenrolle?

Für die Neu-Verfilmung des legendären Abenteuerromans von Jules Verne konnte als Regisseur David Fincher ("Fight Club", "The Social Network") gewonnen werden, wie der Nachrichtenagentur AP zufolge die Asien-Pazifik-Sprecherin der Disney-Studios, Alannah Hall-Smith, bestätigte. Über Finchers Rolle in dem Projekt war schon seit zwei Jahren spekuliert worden.

1957 hatte Richard Fleischer für Disney die klassische Filmfassung inszeniert, in der James Mason Kapitän Nemo spielte und Kirk Douglas dessen heldenhaften Gegenspieler Ned Land. Für die Rolle von Ned Land wird für Finchers Remake hartnäckig Brad Pitt gehandelt, den der Regisseur schon in "Fight Club" besetzte. Eine Bestätigung hierfür gibt es bisher noch nicht, tatsächlich soll Pitt sogar bereits abgesagt haben - aber auch dies ist offenbar keinesfalls gesichert.

Auch wo genau das U-Boot Nautilus seine Wege durch die australischen Meere ziehen wird, steht noch nicht fest. Dennoch ist die australische Regierung schon voller Vorfreude - über die Möglichkeit für australische Filmschaffende, mit Hollywood-Profis zu arbeiten. Aber vor allem über eine Vielzahl von Jobs: Die gerade beendete Produktion des Actionfilms "The Wolverine" mit Hugh Jackman schuf laut Regierungsangaben fast 2000 Jobs. Auch diese Produktion hatte Gillards Administration mit 12,8 Millionen Australischen Dollar (10,4 Millionen Euro) angeschoben.

feb/AP/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
joergsi 02.04.2013
1.
Das erste was mir hier in den Sinn kam war, Aprilscherz mit Zeitverschiebung! Insbesondere nachdem ich dann noch gelesen habe das für 10 Millionen Euro 2.000 Jobs während der Dreharbeiten geschaffen wurde war ich mir sicher!
wakaba 02.04.2013
2. optional
Was könnte man hier in D neuverfilmen? Die Leiden des jungen Hartzers? Blechtrommel II, Lara Croft mit Angela Merkel? Soviele Millionen Subventionen die nicht ausgezahlt werden können.
w b a 02.04.2013
3. Lesen bildet:-)
Zitat von joergsiDas erste was mir hier in den Sinn kam war, Aprilscherz mit Zeitverschiebung! Insbesondere nachdem ich dann noch gelesen habe das für 10 Millionen Euro 2.000 Jobs während der Dreharbeiten geschaffen wurde war ich mir sicher!
Die gerade beendete Produktion des Actionfilms "The Wolverine" mit Hugh Jackman schuf laut Regierungsangaben fast 2000 Jobs. Auch diese Produktion hatte Gillards Administration mit 12,8 Millionen Australischen Dollar (10,4 Millionen Euro) ANGESCHOBEN!!!!!! Sie glauben doch nicht das sie heute eine Blogbuster für 10 0000 realisiert bekommen. Solche Produktionen kosten in der regel 100 0000 - 200 0000 SF ist das teuerste Genre
jacko2013 02.04.2013
4.
das original ist genial. es muss nicht neu verfilmt werden
sven17 03.04.2013
5. optional
vor allem gibt es doch noch zig Versionen des Stoffes.
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