Carrie Fishers Mutter Hollywoodstar Debbie Reynolds ist tot

Einen Tag nach ihrer Tochter Carrie Fisher ist auch die Schauspielerin Debbie Reynolds gestorben. Medienberichten zufolge soll die 84-Jährige einen Schlaganfall erlitten haben.

DPA/ UPI

Die Schauspielerin Debbie Reynolds ist tot - sie starb nur einen Tag nach ihrer Tochter Carrie Fisher in Los Angeles. "Sie wollte bei Carrie sein", sagte ihr Sohn Todd Fisher. "Wir sind untröstlich." Der Tod seiner Schwester sei zu viel für seine Mutter gewesen.

Die 84-Jährige war zuvor in ein Krankenhaus gebracht worden. Reynolds soll vermutlich einen Schlaganfall erlitten haben, als sie mit ihrem Sohn die Beerdigung ihrer Tochter vorbereitete. Carrie Fisher, die vor allem durch die Rolle der Prinzessin Leia in "Star Wars" weltberühmt geworden war, war am Dienstag im Alter von 60 Jahren nach einem schweren Herzanfall gestorben. Beide wohnten zuletzt nebeneinander und sahen sich fast täglich - sie verheimlichten aber auch ihr oft angespanntes Verhältnis nicht.

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Debbie Reynolds: Gesungen, getanzt, gelitten

Debbie Reynolds war selbst ein Hollywoodstar. Als Tochter einer armen Zimmermannsfamilie im texanischen El Paso geboren, zog die ehrgeizige Teenagerin als Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbs in Kalifornien erstmals alle Blicke auf sich. 1952 tanzte und sang sie sich im Alter von 20 Jahren in "Singin' in the Rain" an der Seite von Gene Kelly zu ihrem Durchbruch. Zwischen 1950 und 1967 spielte sie in mehr als 30 Filmen mit, unter anderem in "Tammy". 1965 war sie für ihre Darstellung in "Goldgräber-Molly" für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert.

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Carrie Fisher: Prinzessin Leia aus "Star "Wars" ist tot

Schlagzeilen schrieb Reynolds in den Fünfzigern auch mit ihrem Privatleben. Ihr erster Mann, der Sänger Eddie Fisher, hatte eine Affäre mit Elizabeth Taylor, die eine Freundin von Reynolds war. Es war einer der größten Skandale dieser Zeit. 1959 ließen sich Reynolds und Fisher nach vier Jahren scheiden. Auch ihre zwei weiteren Ehen brachten Reynolds kein Glück, sie habe Millionen durch ihre Männer verloren, schrieb sie in ihrer Autobiografie. 1997 musste sie Privatinsolvenz anmelden.

Nachdem die Musical-Filme in den späten Sechzigerjahren aus der Mode kamen, spielte Reynolds unter anderem am Broadway. Für ihre Titelrolle in "Irene" war sie 1973 für einen Tony Award nominiert. Erst Anfang der Neunziger spielte sie wieder in Filmen mit, unter anderem in "Mutter" von Albert Brooks. Jüngere Zuschauer kennen sie aus der TV-Sitcom "Will & Grace".

Mehrere US-Prominente zeigten sich auf Twitter bestürzt. Der bekannte Showmaster Larry King schrieb: "Debbie Reynolds war erste Klasse. Sie war liebevoll, talentiert, schön, unvergänglich. Ich bedauere jeden, der nie die Chance hatte, sie zu treffen." Auch die Schauspielerin Bette Midler reagierte fassungslos auf den zweiten Todesfall in der Familie binnen kürzester Zeit: "Das ist zu schwer zu begreifen. Schön, talentiert, mit Hingabe zu ihrer Kunst folgt sie Carrie". Hollywoodstar Alyssa Milano sieht Mutter und Tochter nun im Tode vereint: "Liebe Debbie Reynolds, ich verstehe es vollkommen. Nimm sie fest in den Arm für uns alle."

max/AP/AFP/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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widder58 29.12.2016
1. Schicksale
Vielleicht sollte man die eigenen Wehwehchen und Probleme angesichts solcher brachialer Schicksale relativieren. Einerseits mag es ein Trost sein, dass Beide die letzte Reise gemeinsam antreten können, für die Hinterbliebenen aber sitzt der Schock doppelt tief, zumal sich ja weder bei Carry Fisher noch Debbie Reynolds das Ableben in irgendeiner Form angkündigt hat. Ein Plötzlicher Tod reißt immer riesige Löcher ins Herz der Hinterbliebenen. Ich wünsche vor allem diesen alle Kraft darüber hinwegzukommen.
der_weisse_wal 29.12.2016
2.
Irgendwann will man dann wahrscheinlich einfach nicht mehr...
steffen.ganzmann 29.12.2016
3.
Farewell, Tammy!
Hosterdebakel 29.12.2016
4. Ironie
des Schicksals oder einfach nur tragisch? Erst hieß es von Debbie Reynolds, dass es ihrer Tochter (Carrie) besser ging, dann der unerwartete Tod und nun kurz darauf der Tod der Mutter. Einfach nur schade, obwohl immerhin 84 Jahre, dass schafft heute auch nicht jeder. Mögen Sie beide in Frieden ruhen und - wo auch immer - zusammen nochmals ihre gemeinsamen Broadwaystücke aufführen.
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