Box Office "Smaugs Einöde" ist einsame Spitze

Dieser Spitzenreiter ist nun wirklich keine Überraschung: "Der Hobbit 2" schafft den Sprung auf Platz eins der Kinocharts locker. In den USA ist das Startergebnis etwas schwächer als beim ersten Teil, in Deutschland etwas besser. "Fack Ju Göhte" ist jetzt die Nummer eins des Jahres.

Szene aus Jacksons zweitem "Hobbit"-Film: "Hangover 3" startete noch stärker
Warner Bros.

Szene aus Jacksons zweitem "Hobbit"-Film: "Hangover 3" startete noch stärker


USA

1. Gewinner der Woche

Der Gewinner der Woche ist natürlich "The Hobbit: The Desolation of Smaug". Doch ganz uneingeschränkt dürfte die Freude der Macher nicht sein über den souveränen Einstieg auf dem ersten Platz der Kinocharts. Denn die 73,7 Millionen Dollar, die der zweite Teil des Fantasy-Spektakels von Peter Jackson an seinem Startwochenende einspielte, sind zwar eine gewaltige Summe - aber eben doch 13 Prozent weniger als beim ersten "Hobbit"-Film zum Start vor einem Jahr.

Vielleicht war der erste Teil der Tolkien-Trilogie dann doch etwas zu langatmig erzählt und schreckte potentielle Kinogänger ab - obwohl doch die Vorab-Kritiken den zweiten Teil im Vergleich zum ersten überwiegend positiv betrachteten. Wie auch immer: Die 84,6 Millionen Dollar von "An Unexpected Journey" waren nicht zu erreichen.

2. Verlierer der Woche

Während sich der Disney-Animationsfilm "Frozen" mit nur 30 Prozent Umsatz weniger als am Vorwochenende wieder sehr wacker hielt und mit 22,2 Millionen Dollar auf Platz zwei liegt, spürt die Dystopie "The Hunger Games: Catching Fire" die Konkurrenz aus dem verwandten Genre mit "The Hobbit 2" deutlich: Mit einem Minus von 50 Prozent rutscht der Film mit Jennifer Lawrence ab auf 22,2 Millionen Dollar und den vierten Platz.

3. Zahl der Woche

Hier können wir einmal mehr einen eindrucksvollen Umsatzschnitt für einen in wenigen Kinos vorab gestarteten Film vermelden. Diesmal geht es um "American Hustle", den Film von David O. Russell ("Silver Linings Playbook"), der schon als heißer Oscar-Kandidat gehandelt wird. Der Film über eine FBI-Affäre mit Christian Bale und Amy Adams spielte in nur sechs Kinos 690.000 Dollar ein - 115.000 pro Leinwand also.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

In Deutschland war der "Hobbit"-Triumph hingegen fast perfekt: Mit 1,16 Millionen Zuschauern von Donnerstag bis Sonntag stellt "Der Hobbit: Smaugs Einöde" sogar die Zuschauerzahl am Startwochenende des Vorgängerfilms "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" vor einem Jahr von 1,08 Millionen Besuchern in den Schatten. Ein einziger Film hatte 2013 einen noch stärkeren Start: "Hangover 3".

Gefeiert werden kann in dieser Woche aber auch beim Team der deutschen Lehrer-Komödie "Fack Ju Göhte": Mit 242.000 Zuschauern am Wochenende wächst dessen Gesamtzuschauerzahl auf sensationelle 4,62 Millionen an - damit hat der Film von Bora Dagtekin "Django Unchained" als bisher zuschauerstärksten Film des Jahres 2013 überholt.

2. Verlierer der Woche

Auch in Deutschland lässt das Interesse an "Die Tribute von Panem - Catching Fire" nun recht rapide nach. Mit 210.000 Zuschauern reichte es nach Angaben von "Blickpunkt:Film" noch für Platz vier. Doch die noch fehlenden 80.000 Zuschauer, die es braucht, um als fünfter Film des Jahres auf insgesamt drei Millionen Zuschauer zu kommen, wird er in den nächsten Tagen bestimmt noch finden.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Aus Angst, von der großen "Hobbit"-Promotion-Welle weggespült zu werden, brachten die Studios kaum größere Neustarts in die Kinos. Doch ausgerechnet ein Film über eine krebskranke Frau, die den Ärmelkanal durchschwimmt, trotzte ihr. "Die Frau, die sich traut" kam auf 6000 Besucher und auf Platz 16 in den Kinocharts von Media Control. Allein die großartige Leistung der Hauptdarstellerin Steffi Kühnert hätte schon eine zweite Chance verdient.

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