Deutsche Oscar-Vorauswahl Hitler für Hollywood?

Wer geht in Hollywood ins Rennen um den wichtigsten Filmpreis der Welt? Ein schaurig-komischer Hitler? Eine wildes Klavierwunderkind? Oder ein Zivi im KZ? Die Vorauswahl für die deutsche Oscar-Nominierung kann sich jedenfalls sehen lassen.


München - Sieben Filme sind in der Auswahl für die Benennung des deutschen Beitrags im 80. Oscar-Wettbewerb in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Spielfilm".



Wie die Organisation German Films heute mitteilte, sind dies "Am Ende kommen Touristen" von Robert Thalheim, Fatih Akins gefeierter Cannes-Beitrag "Auf der anderen Seite", "Das Haus der schlafenden Schönen" von Vadim Glowna, "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" von Dani Levy, "Strajk - Die Helden von Danzig" von Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff, der Gewinner des Deutschen Filmpreises "Vier Minuten" von Regisseur und Drehbuch-Autor Chris Kraus mit Newcomerin Hannah Herzsprung als rabiatem Klavierwunderkind und Hans Steinbichlers Drama "Winterreise" mit Josef Bierbichler.

Eine neunköpfige unabhängige Fachjury mit Vertretern aus den wichtigsten Verbänden der deutschen Filmbranche entscheidet nach Sichtung der sieben Filme, welches Werk für Deutschland ins Oscar-Rennen geht. Das Ergebnis soll am 18. September von German Films bekanntgegeben werden.

Als österreichischer Anwärter auf den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film wurde zuletzt Stefan Ruzowitzkis KZ-Drama "Die Fälscher" nominiert. Der Überraschungserfolg bei der diesjährigen Berlinale handelt von dem jüdischen "König der Geldfälscher" Salomon Sorowitsch, der im KZ für die Nazis im großen Stil ausländische Währungen reproduzieren musste.

Die Oscars werden Anfang nächsten Jahres vergeben. In diesem Jahr erhielt Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Film "Das Leben der Anderen" mit dem inzwischen verstorbenen Ulrich Mühe in der Hauptrolle den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

bos/AP

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