Deutscher Filmpreis Zehn Nominierungen für "3 Tage in Quiberon"

Marie Bäumer spielt Romy Schneider: "3 Tage in Quiberon" erhielt so viele Nominierungen wie kein anderes Werk. Beim Deutschen Filmpreis tritt die Produktion auch gegen Fatih Akins "Aus dem Nichts" an.

Marie Bäumer als Romy Schneider in "3 Tage in Quiberon"
Rohfilm Factory/ Prokino/ Peter

Marie Bäumer als Romy Schneider in "3 Tage in Quiberon"


Bei der Berlinale ging "3 Tage in Quiberon" noch leer aus - beim Deutschen Filmpreis könnte das Drama über das Leben von Romy Schneider nun im großen Stil abräumen. Mit zehn Nominierungen ist das Werk von Regisseurin Emily Atef stärker als alle Konkurrenzfilme vertreten. Es ist nicht nur in der Kategorie Bester Spielfilm nominiert. Hauptdarstellerin Marie Bäumer geht als beste Hauptdarstellerin ins Rennen. Weitere Nominierungen gibt es unter anderem in den Kategorien Nebenrolle und Regie. Das teilte die Deutsche Filmakademie am Mittwoch in Berlin mit.

In der Königskategorie Bester Spielfilm sind beim Deutschen Filmpreis auch Fatih Akins NSU-Drama "Aus dem Nichts" und das Kriegsverbrecherdrama "Der Hauptmann" von Robert Schwentke in der Auswahl. Außerdem im Rennen: Die Liebesgeschichte "In den Gängen" von Thomas Stuber, das DDR-Drama "Das schweigende Klassenzimmer" von Lars Kraume und "Western" von Valeska Grisebach.

"3 Tage in Quiberon"-Star Marie Bäumer konkurriert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin mit Diane Krüger ("Aus dem Nichts") und Kim Riedle ("Back for Good"). Als beste Hauptdarsteller sind Andreas Lust ("Casting"), Oliver Masucci ("Herrliche Zeiten") und Franz Rogowski ("In den Gängen") nominiert.

Hark Bohm erhält Preis für Lebenswerk

Chancen auf die Lola für die beste Nebenrolle haben Birgit Minichmayr ("3 Tage in Quiberon"), Corinna Kirchhoff ("Casting"), Sandra Hüller ("In den Gängen"), Robert Gwisdek ("3 Tage in Quiberon"), Charly Hübner ("3 Tage in Quiberon") und Alexander Fehling ("Der Hauptmann").

Zwei Gewinner stehen bereits fest: Die undotierte Lola für den "besucherstärksten deutschen Film des Jahres" geht an Autor und Regisseur Bora Dagtekin für die Komödie "Fack ju Göhte 3" mit mehr als 6 Millionen Besuchern. Der Regisseur, Schauspieler und Autor Hark Bohm ("Nordsee ist Mordsee") wird mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet.

Die mit insgesamt knapp drei Millionen Euro dotierten Lola-Trophäen gelten als wichtigste nationale Auszeichnung für Filmschaffende. Über die Lola-Gewinner entscheiden die rund 1900 Mitglieder der Deutschen Filmakademie. Die Preise werden am 27. April im Berliner Palais am Funkturm verliehen. Die ARD wird die Gala am selben Abend ab 22.00 Uhr ausstrahlen.

cbu/dpa



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