Deutscher Filmpreis Nominierungsrekord für "Das weiße Band"

Einen Oscar bekam "Das weiße Band" nicht - aber Regisseur Michael Haneke kann sich über 13 Nominierungen beim Deutschen Filmpreis für sein in Schwarzweiß gedrehtes Vorkriegsdrama freuen. Damit schlägt "Das weiße Band" sogar "Das Leben der Anderen".

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Berlin - "Das weiße Band" geht als großer Favorit in das Rennen um den 60. Deutschen Filmpreis. Der Schwarzweiß-Film, der mysteriöse Vorfälle in einem fiktiven norddeutschen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs schildert, wurde 13 Mal nominiert, darunter in der Kategorie "Bester Spielfilm", wie die Filmakademie am Freitag in Berlin bekanntgab. Seit die Preisträger nach Oscar-Vorbild von der Akademie ausgewählt werden - erstmals im Jahre 2005 -, wurde noch nie ein Film für so viele Preise nominiert. Bisheriger Spitzenreiter war "Das Leben der Anderen" im Jahre 2006 mit elf Nominierungen, aus denen schließlich sieben Preise wurden.

Der mit 2,855 Millionen Euro höchstdotierte Kulturpreis Deutschlands wird am 23. April im Berliner Friedrichstadtpalast verliehen. Neben dem Favoriten des österreichischen Regisseurs Michael Haneke sind Filme von Maren Ade, von Feo Aladag, von Fatih Akin, von Hans-Christian Schmid und von Sherry Hormann in der Kategorie "Bester Spielfilm" nominiert und bekommen damit bereits je 250.000 Euro.

Auf den mit 10.000 Euro dotierten Preis des besten Hauptdarstellers können Henry Hübchen, Fabian Hinrichs, Burghart Klaußner und Devid Striesow hoffen. Bei den weiblichen Hauptdarstellern sind Corinna Harfouch, Sibel Kekilli, Susanne Lothar und Birgit Minichmayr nominiert.

"Es ist ein herausragender Film", sagte der Schauspieler und Präsident der Filmakademie, Bruno Ganz, über "Das weiße Band": "Ich bin sehr glücklich, dass dieser Film so beachtet wurde." Insgesamt werden Preise in 16 Kategorien verliehen. Nach "Das weiße Band" wurden "Die Fremde" mit sechs Nominierungen und "Sturm" mit fünf Nominierungen am häufigsten ausgewählt.

Zur Jubiläumsgala wird neben Größen des deutschen Films auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Durch den Abend führt die Fernsehmoderatorin Barbara Schöneberger. Die Gala wird am 23. April ab 21:45 Uhr in der ARD übertragen.

feb/apn/dpa/ddp

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