Box Office Der Winter kommt, Disneys "Eiskönigin" führt

Adventszeit ist Familienfilmzeit - und die Genre-Experten von Disney haben offenbar einen neuen Animationsfilmhit gelandet: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" verdrängt den Teenager-Erfolg "Die Tribute von Panem 2" von der Spitze der Kinocharts.

Märchenhafter Erfolg: Szene aus der Disney-Verfilmung von Andersens "Eiskönigin"
Disney

Märchenhafter Erfolg: Szene aus der Disney-Verfilmung von Andersens "Eiskönigin"


USA

1. Gewinner der Woche

Üblicherweise ist das Wochenende nach Thanksgiving relativ ruhig an den amerikanischen Kinokassen. Doch diesmal hat der Zweikampf zweier Hits das Geschäft weiter angekurbelt. Der bisherige Spitzenreiter, "The Hunger Games: Catching Fire", hält sich an seinem dritten Wochenende in den Kinos noch immer recht wacker: 27 Millionen Dollar ergeben ein bisheriges Gesamteinspielergebnis von 336,7 Millionen, damit dürfte die zweite Verfilmung eines Suzanne-Collins-Romans zwar nicht mehr dem bisherigen Jahresbesten "Iron Man 3" gefährlich werden (409,0 Millionen Dollar), aber durchaus dem zweitplatzierten Animationsfilm "Despicable Me 2".

Ebenfalls aus einem Animationsfilmstudio, nämlich dem von Walt Disney, kommt die neue Nummer eins der Kinocharts, die den Teenager-Hit "Catching Fire" verdrängte: "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" war schon am Wochenende zuvor angelaufen und schob sich nun mit einem Einspiel von 31,6 Millionen Dollar vorbei auf Platz eins. Der Film, der im amerikanischen Original "Frozen" heißt, basiert auf einem Märchen von Hans Christian Andersen, wie schon 1989 die Disney-Produktion "Arielle, die Meerjungfrau".

2. Verlierer der Woche

Trotz starker Besetzung mit Christian Bale, Casey Affleck und Woody Harrelson kam das Krimi-Drama "Out Of The Furnace" nicht an das Spitzenduo heran. Immerhin war der Film von Scott Cooper aber mit 5,3 Millionen Dollar auf Platz drei der umsatzstärkste Neustart.

3. Zahl der Woche

Vier - das ist die Zahl der Kinos in New York und Los Angeles, in denen der neueste Film der Coen-Brüder, "Inside Llewyn Davis", angelaufen ist. Doch der Schnitt pro Kopie ist sensationell: 100.250 Dollar pro Leinwand.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Auch in Deutschland verdrängt "Die Eiskönigin- Völlig unverfroren" (hier Eisskulpturen zum Film) mit 535.000 Zuschauern von Donnerstag bis Sonntag den bisherigen Spitzenreiter: "Die Tribute von Panem - Catching Fire" kommt nur noch auf 369.000 verkaufte Tickets.

Sehr stark präsentierte sich das Remake des Horror-Klassikers "Carrie": Die Neuverfilmung von Kimberly Peirce fand 79.000 Zuschauer und war damit auf Platz vier, hinter dem Schul-Spaß "Fack Ju Göhte", aber vor dem Thriller "The Counselor". Damit ist "Carrie" der erfolgreichste Neustart der Woche.

2. Verlierer der Woche

Ziemlich dürftig war hingegen das Interesse an einem anderen Remake: Spike Lees Version des koreanischen Klassikers "Oldboy": Gerade mal 9000 Kinogänger wollten sich den Film mit Josh Brolin in der Hauptrolle ansehen - Platz 18.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

Es ist auch ein Gewinner der Woche: "Inside Llewyn Davis", die Geschichte eines Folk-Musikers im Greenwich Village der sechziger Jahre, lief nach Angaben des Fachblatts "Blickpunkt:Film" in nur 79 Kinos an (Zum Vergleich: "Carrie" lief auf 294 Leinwänden), kam aber trotzdem auf 45.000 Zuschauer und verpasste haarscharf die Top Five. Vielleicht kann der Film von Joel und Ethan Coen es mit ein paar Kinos mehr in der kommenden Woche schaffen. Und wer ihn schon gesehen hat, möchte vielleicht dem Soundtrack eine Chance geben.

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