Box Office: "Stirb langsam" noch immer sehr lebendig
Die Kritiken waren vernichtend - aber anders als bei den Action-Kollegen Schwarzenegger und Stallone blieb das Publikum Bruce Willis und der "Die Hard"-Reihe ziemlich treu: In den USA reichte es zur Nummer eins in den Kinocharts und in Deutschland für ein enges Duell mit Til Schweiger.
USA
1. Gewinner der Woche
Erwarteter Sieg für den fünften "Die Hard"-Film und Hauptdarsteller Bruce Willis. 28,2 Millionen Dollar spielte die Action-Fortsetzung am US-Feiertagswochenende ("President's Day") ein - kein herausragendes Ergebnis für die altgediente Reihe, doch vor dem Hintergrund der Flops seiner Haudrauf-Kollegen wie Schwarzenegger, Stallone oder Statham dürfte Willis ganz zufrieden damit sein, wie "A Good Day to Die Hard" den vernichtenden Kritiken trotzte.
Die Komödie "Identity Thief" mit Melissa McCarthy hielt sich stark auf Platz zwei (27,6 Millionen Dollar), vor dem klassischen Valentinstag-Programm, der Nicholas-Sparks-Verfilmung "Safe Haven" mit Julianne Hough und Josh Duhamel, die mit einem Kassenumsatz von 25,4 Millionen Dollar ansehnlich startete.
2. Verlierer der Woche
Mit "Beautiful Creatures" verbanden sich große Hoffnungen der Verleihfirma Warner Bros., schließlich waren die Romane von Kami Garcia und Margaret Stohl große Erfolge bei Teenagern und jungen Erwachsenen. Ein neues "Twilight" oder "Hunger Games" also? Oh nein, diesen Traum kann man wohl schon nach einem Wochenende begraben: Der Fantasyfilm verpasste - trotz Jeremy Irons in der großen Erwachsenenrolle - sogar die Top Five.
3. Zahl der Woche
Neun Millionen nach drei Wochen - das ist hingegen das respektable Ergebnis von "Warm Bodies", dem Zombiefilm mit Nicholas Hoult, der sich auf Platz fünf stark hält.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Tja, noch schwer zu entscheiden. Nach der Zuschauerzahl, die für die deutschen Kinocharts die offizielle Bezugsgröße ist, war Til Schweigers "Kokowääh 2" die Nummer eins des Wochenendes: Mit 529.000 Zuschauern verteidigte die Patchwork-Familienkomödie nach vorläufigen Angaben von Media Control am Montag knapp die Spitze vor "Stirb langsam - ein guter Tag zum Sterben", den sich 524.000 Kinogänger anschauten.
Doch international wird auf die Umsatzzahlen geschaut, und da wiederum hat der Actionfilm mit Bruce Willis die Nase vorn, wie das Fachblatt "Blickpunkt:Film" berichtet. 4,2 Millionen Euro ließen die Besucher an den Kinokassen, während Vater und Tochter Schweiger glatt 4 Millionen einspielten.
2. Verlierer der Woche
Ein bisschen enttäuschend ist es ja doch, dass es Oskar Roehler, ja immerhin schon einer der bekannteren Autorenfilmer Deutschlands, nicht gelingt, mit seinem neuesten Werk "Quellen des Lebens" in die Top Ten zu kommen. 23.000 Zuschauer hatte der autobiografisch angelegte Film an seinem Startwochenende. "Findet Nemo" in 3D fand da mehr Publikum (50.000 Zuschauer, so viele wie "Lincoln")
3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
Mögen Sie romantische Komödien? Oder gerade nicht? Überprüfen Sie doch mal, ob die Indie-Variante von "Celeste & Jesse" origineller ist als sonst!
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes behaupteten wir, Channing Tatum und Amanda Seyfried spielten in "Safe Haven". Das ist falsch, sie waren in der Nicholas-Sparks-Verfilmung "Dear John" (Deutsch: "Das Leuchten der Stille") zu sehen. In "Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht" sind die Hauptrollen mit Julianne Hough und Josh Duhamel besetzt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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- Montag, 18.02.2013 – 13:47 Uhr
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