21.02.2013 – 13:43 Uhr

OSCARS 2013



Die wichtigsten Filme


Ein Monument wird Mensch

Entschlossen, verzweifelt, zärtlich, wütend: Mit "Lincoln" gelingt Steven Spielberg ein faszinierend komplexes Politiker-Porträt. Dass der legendäre US-Präsident so aufregend neu erscheint, ist auch das Verdienst von Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis, der zu Recht als großer Oscar-Favorit gilt. Der Historienfilm über die letzten Monate im Leben Abraham Lincolns ist für zwölf Oscars nominiert.

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Lesen Sie hier eine Analyse zu Steven Spielbergs Historienfilme


Ein Monument wird Mensch

Lincoln, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, will unbedingt die Sklaverei abschaffen. Er stößt auf heftige Ablehnung, doch er kann sich durchsetzen. Der Film geht mit zwölf Nominierungen als Favorit in das Rennen um die Oscars.

  • Bester Film
  • Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis (ausgezeichnet)
  • Beste Nebendarstellerin: Sally Field
  • Bester Nebendarsteller: Tommy Lee Jones
  • Beste Regie: Steven Spielberg
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Tony Kushner
  • Beste Kamera: Janusz Kaminski
  • Beste Kostüme: Joanna Johnston
  • Bester Schnitt: Michael Kahn
  • Bester Soundtrack: John Williams
  • Bestes Szenenbild: Rick Carter und Jim Erickson (ausgezeichnet)
  • Bester Ton: Andy Nelson, Gary Rydstrom und Ronald Judkins
  • USA 2012
  • Regie: Steven Spielberg
  • Buch: Tony Kushner
  • Darsteller: Daniel Day-Lewis, Sally Field, Tommy Lee Jones, Joseph Gordon-Levitt, James Spader, Hal Holbrook
  • Produktion: DreamWorks Productions, 20th Century Fox et al.
  • Verleih: 20th Century Fox
  • Länge: 150 Minuten
  • Start: 24. Januar 2012

Mehr Wind, mehr Wellen, mehr Bilder

Wie lange können ein Mensch und ein Tiger im selben Boot überleben? Aus dem phantastischen Stoff des Bestsellers "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel hat Ang Lee einen mitreißenden Film gemacht, der so eindrucksvoll Gebrauch von der 3-D-Technik macht, wie es selbst "Avatar" nicht gelungen ist. Lee, der bereits zwei Regie-Oscars hat, ist wieder nominiert.

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Mehr Wind, mehr Wellen, mehr Bilder

Einer der absoluten Favoriten der diesjährigen Academy Awards ist "Life of Pi". Die Verfilmung des Erfolgsromans von Yann Martel wurde mit insgesamt elf Nominierungen bedacht - unter anderem für bester Film, beste Regie, bester Schnitt und die besten visuellen Effekte.

  • Bester Film
  • Beste Regie: Ang Lee (ausgezeichnet)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: David Magee
  • Beste Kamera: Claudio Miranda (ausgezeichnet)
  • Bester Schnitt: Tim Squyres
  • Bester Soundtrack: Mychael Danna (ausgezeichnet)
  • Bester Song: "Pi's Lullaby" von Mychael Danna und Bombay Jayashri
  • Bestes Szenenbild: David Gropman und Anna Pinnock
  • Bester Ton: Ron Bartlett, D. M. Hemphill und Drew Kunin
  • Bester Tonschnitt: Eugene Gearty und Philip Stockton
  • Beste Visuelle Effekte: Bill Westenhofer, Guillaume Rocheron, Erik-Jan De Boer und Donald R. Elliott (ausgezeichnet)
  • USA/Kanada 2012
  • Regie: Ang Lee
  • Buch: David Magee
  • Darsteller: Suraj Sharma, Irrfan Khan, Gautam Belur, Tabu, Adil Hussain, Rafe Spall
  • Produktion: Fox 2000 Pictures, Haishang Films, Rhythm and Hues
  • Verleih: 20th Century Fox
  • Länge: 127 Minuten
  • Start: 26. Dezember 2012

Die amerikanischste aller Krankheiten

Ein bisschen bipolar? Ein bisschen sexsüchtig? In David O. Russells Tragikomödie "Silver Linings" gibt es nichts, was ein Tanzwettbewerb und natürlich die Liebe nicht heilen könnten. Auch wenn die Filmhandlung konstruiert erscheint, können die Schauspieler überzeugen. Wahrscheinlich ist das Werk deswegen für die "Big Five" nominiert: Film, Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin, Drehbuch.

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Die amerikanischste aller Krankheiten

Acht Nominierungen machen "Silver Linings Playbook" zu einem der Oscar-Favoriten. Die Liebesgeschichte um einen jungen Mann in einer Lebenskrise ist als bester Film und für die beste Regie nominiert – und gleich vier Darsteller können auf eine goldene Statue hoffen.

  • Bester Film
  • Beste Hauptdarstellerin: Jennifer Lawrence (ausgezeichnet)
  • Bester Hauptdarsteller: Bradley Cooper
  • Beste Nebendarstellerin: Jacky Weaver
  • Bester Nebendarsteller: Robert De Niro
  • Beste Regie: David O. Russell
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: David O. Russell
  • Bester Schnitt: Jay Cassidy und Crispin Struthers
  • Originaltitel: Silver Linings Playbook
  • USA 2012
  • Regie: David O. Russell
  • Buch: David O. Russell nach einem Roman von Matthew Quick
  • Darsteller: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Weaver, Chris Tucker, John Ortiz, Julia Stiles
  • Produktion: Weinstein Company, Mirage Enterprises
  • Verleih: Senator
  • Länge: 122 Minuten
  • Start: 3. Januar 2013

Wie Karaoke, nur schlimmer

An der Musicalverfilmung "Les Misérables" scheiden sich die Geister. Stars wie Anne Hathaway und Russell Crowe können spielen, treffen aber nicht immer alle Töne. Dennoch erhielt die Victor-Hugo-Verfilmung insgesamt acht Oscar-Nominierungen, darunter als Bester Film. Das gelang zuletzt dem Crime-Musical "Chicago" - das bekanntlich 2003 den Goldjungen bekam.

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Wie Karaoke, nur schlimmer

Mit insgesamt acht Nominierungen geht die Musicalverfilmung "Les Misérables" ins Oscar-Rennen. Anne Hathaway kann auf eine Statue für ihre Leistung als beste Nebendarstellerin hoffen, Hugh Jackmann ist als bester Hauptdarsteller nominiert.

  • Bester Film
  • Bester Hauptdarsteller: Hugh Jackman
  • Beste Nebendarstellerin: Anne Hathaway (ausgezeichnet)
  • Beste Kostüme: Paco Delgado
  • Bestes Makeup und Hairstyling: Lisa Westcott und Julie Dartnell
  • Bester Song: "Suddenly" von Claude-Michel Schönberg, Herbert Kretzmer und Alain Boublil
  • Bestes Szenenbild: Eve Stewart und Anna Lynch-Robinson
  • Bester Ton: Andy Nelson, Mark Paterson und Simon Hayes
  • UK 2012
  • Regie: Tom Hooper
  • Buch: William Nicholson, Herbert Kretzmer nach der Vorlage des Musicals von Alain Boublil, Claude-Michel Schönberg, basierend auf dem Roman von Victor Hugo
  • Darsteller: Hugh Jackman, Anne Hathaway, Russell Crowe, Amanda Seyfried, Sacha Baron Cohen, Helena Bonham Carter, Eddie Redmayne
  • Produktion: Universal Pictures, Relativity Media, Working Title Films, Cameron Mackintosh
  • Verleih: Universal
  • Länge: 158 Minuten
  • FSK: ab 12 Jahren

Film' um dein Leben!

In seinem Polit-Thriller "Argo" erzählt Regisseur und Hauptdarsteller Ben Affleck, wie sechs US-Amerikaner während der islamischen Revolution 1979 aus Iran fliehen - getarnt als kanadische Filmemacher. Eine irre Geschichte, die bereits mit dem Golden Globe und dem BAFTA-Award ausgezeichnet wurde. Umso mehr überrascht, dass Ben Affleck keine Regie-Nominierung erhielt. Ein Oscar für den besten Film könnte über diesen Fauxpas der Academy hinwegtrösten.

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Film' um dein Leben!

Der Thriller "Argo" ist für neun Oscars nominiert - unter anderem in der Königsklasse bester Film sowie für besten Schnitt, bestes adaptiertes Drehbuch und beste Filmmusik.

  • Bester Film (ausgezeichnet)
  • Bester Nebendarsteller: Alan Arkin
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Chris Terrio (ausgezeichnet)
  • Bester Schnitt: William Goldenberg (ausgezeichnet)
  • Bester Soundtrack: Alexandre Desplat
  • Bester Ton: John Reitz, Gregg Rudloff und Jose Antonio Garcia
  • Bester Tonschnitt: Erik Aadahl und Ethan Van der Ryn
  • USA 2012
  • Regie: Ben Affleck
  • Buch: Chris Terrio
  • Darsteller: Ben Affleck, Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman, Victor Garber, Clea DuVall
  • Produktion: GK Films, Smoke House, Warner Bros. Pictures
  • Verleih: Warner Bros.
  • Länge: 120 Minuten
  • FSK: ab 12
  • Start: 8. November 2012

Tarantino, ziemlich zügellos

Brutale Weiße, die ihre "Nigger" quälen und sehr viel Blut: Im Sklaven-Epos "Django Unchained" rechnet Quentin Tarantino auf bewährte Weise mit der US-Vergangenheit ab und erschafft eine dreistündige Rachegeschichte, in der vor allem Tarantinos Lieblings-Österreicher Christoph Waltz glänzt. Als Kopfgeldjäger Dr. Schultz hilft er dem Rechtlosen Django, seine Frau zu retten. Eine Rolle, die Waltz den zweiten Nebendarsteller-Oscar seiner Karriere einbringen könnte.

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Lesen Sie hier das Interview mit Quentin Tarantino

Lesen Sie hier über die Filmmusik zu "Django Unchained"


Tarantino, ziemlich zügellos

Der Italo-Western von Starregisseur Quentin Tarantino geht mit fünf Oscar-Nominierungen ins Rennen. Unter anderem für die Königs-Kategorie bester Film und Christoph Waltz als bestem Nebendarsteller.

  • Bester Film
  • Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz (ausgezeichnet)
  • Beste Kamera: Robert Richardson
  • Bester Tonschnitt: Wylie Stateman
  • Bestes Original-Drehbuch: Quentin Tarantino (ausgezeichnet)
  • USA 2012
  • Buch und Regie: Quentin Tarantino
  • Darsteller: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Leonardo DiCaprio, Kerry Washington, Walter Goggins, Don Johnson
  • Produktion: Weinstein Company, Columbia Pictures et al.
  • Verleih: Sony Pictures
  • Länge: 165 Minuten
  • Start: 17. Januar 2013

Alles stirbt, nur die Liebe nicht

Bis dass der Tod sie scheidet: Mit dem ungewöhnlichen Sterbedrama "Liebe" rührte Michael Haneke die internationale Filmkritik zu Tränen. Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva begeistern als altes, einander verschworenes Ehepaar. Die schmerzhaft realistisch inszenierte Geschichte über Tod und körperlichen Verfall bekam bereits Goldene Palme, Europäischen Filmpreis und den Golden Globe verliehen. Mit einem Oscar könnte Haneke seine beeindruckende Karriere krönen.

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Lesen Sie hier das Interview mit Regisseur Michael Haneke


Alles stirbt, nur die Liebe nicht

Dass ein so ruhiger, auch anstrengender, Film für fünf Oscars nominiert wurde, ist eine kleine Sensation. Michael Hanekes "Liebe" ist in den "Königskategorien" Regie, Drehbuch und beste Hauptdarstellerin dabei.

  • Bester Film
  • Bester nicht-englischsprachiger Film (ausgezeichnet)
  • Beste Hauptdarstellerin: Emmanuelle Riva
  • Beste Regie: Michael Haneke
  • Bestes Original-Drehbuch: Michael Haneke
  • Österreich/Frankreich/Deutschland 2012
  • Regie: Michael Haneke
  • Buch: Michael Haneke
  • Darsteller: Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert
  • Produktion: Les Films du Losange
  • Verleih: X-Film
  • Länge: 127 Minuten
  • Start: 20. September 2012

Im Kopf der Bin-Laden-Jägerin

Action mit Anspruch: Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow zeichnet in "Zero Dark Thirty" die Jagd auf Osama Bin Laden nach - als spannenden CIA-Thriller. "Zero Dark Thirty" fesselt und verstört zugleich, vor allem dank der Hauptdarstellerin Jessica Chastain. Ihre Rolle der Agentin Maya könnte der 36-Jährigen einen Hauptdarstellerinnen-Oscar einbringen.

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Lesen Sie hier über die Folterdebatte, die der Film in den USA ausgelöst hat


Im Kopf der Bin-Laden-Jägerin

Die Elite-Truppe "Navy Seals Team 6" soll den Terroristen Osama Bin Laden finden. Die CIA-Analystin Maya, gespielt von Jessica Chastain, trägt die volle Verantwortung für die heikle Mission. Der Film geht mit drei Oscar-Nominierungen ins Rennen.

  • Bester Film
  • Beste Hauptdarstellerin: Jessica Chastain
  • Bestes Original-Drehbuch: Mark Boal
  • Bester Schnitt: Dylan Tichenor und William Goldenberg
  • Bester Tonschnitt: Paul N. J. Ottosson (ausgezeichnet)
  • USA 2012
  • Regie: Kathryn Bigelow
  • Buch: Mark Boal
  • Darsteller: Jessica Chastain, Joel Edgerton, Chris Pratt
  • Produktion: Columbia Pictures, Annapurna Pictures
  • Verleih: Universal Pictures
  • Länge: 157 Minuten
  • Start: 31. Januar 2013

Sie war sechs, als die Welt unterging

Mit vier Nominierungen gelang dem Independent-Werk "Beasts of the Southern Wild" die größte Überraschung der diesjährigen Oscars. Der Film war spottbillig, die Stars sind Laien - und dennoch hat Regisseur Benh Zeitlin ein anspruchsvolles Drama entwickelt, das Poesie mit Politik vereint. Es handelt von einer Sechsjährigen, Hurricane Katrina, einer Gemeinschaft in Not und einem Staat, der erst eingreift, als alles verloren ist.

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Lesen Sie hier das Interview mit Regisseur Benh Zeitlin


Sie war sechs, als die Welt unterging

Bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch oder gar die beste Hauptdarstellerin? Das Fantasy-Drama "Beasts of the Southern Wild" kann auf vier Oscars hoffen!

  • Bester Film
  • Beste Hauptdarstellerin: Quvenzhané Wallis
  • Beste Regie: Benh Zeitlin
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Lucy Alibar und Benh Zeitlin
  • USA 2011
  • Regie: Benh Zeitlin
  • Buch: Lucy Alibar und Benh Zeitlin nach einem Theaterstück von Lucy Alibar
  • Darsteller: Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Levy Easterly, Gina Montana, Pamela Harper
  • Produktion: Cinereach, Court 13 Pictures, Journeyman Pictures
  • Verleih: MFA+
  • Länge: 93 Minuten
  • Start: 20. Dezember 2012

Von Schergen und Scharlatanen

Verkorkster Kunstfilm über Scientology oder großes Kino-Meisterwerk? Auf jeden Fall illustriert Paul Thomas Anderson in "The Master" bildgewaltig Amerikas Nachkriegswirren. Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman brillieren als verstörter GI und charismatischer Guru. Dafür gab es Darsteller-Nominierungen. Auch für Amy Adams, die als berechnende Ehefrau des Religionsstifters glänzt.

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Von Schergen und Scharlatanen

Joaquin Phoenix kann für seine Darbietung als Kriegsheimkehrer und Sektenmitglied in "The Master" auf einen Oscar als bester Hauptdarsteller hoffen. Philip Seymour Hoffman und Amy Adams sind als beste Nebendarsteller nominiert.

  • Bester Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix
  • Beste Nebendarstellerin: Amy Adams
  • Bester Nebendarsteller: Philip Seymour Hoffman
  • USA 2012
  • Regie: Paul Thomas Anderson
  • Buch: Paul Thomas Anderson
  • Darsteller: Joaquin Phoenix, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams, Laura Dern
  • Produktion: Ghoulardi Film, Annapurna Pictures
  • Verleih: Senator
  • Länge: 137 Minuten
  • Start: 21. Februar 2013
Warner Bros

Der "Hobbit" ist groß - ganz groß

Peter Jackson beweist mit dem ersten Teil seiner Verfilmung von J.R.R. Tolkiens "Hobbit", dass er der unangefochtene Meister des Fantasy-Genres ist. "Eine unerwartete Reise" verzaubert mit Humor und Poesie, vor allem die Technik begeistert. Dafür gab es drei Nominierungen: in den Kategorien Visuelle Effekte, Makeup und Hairstyling sowie Szenenbild. Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie brachte es auf beeindruckende 17 Goldmänner. Diesen Rekord wird der Neuseeländer mit den "Hobbit"-Filmen wohl nicht toppen können.

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Lesen Sie hier das Interview mit Regisseur Peter Jackson

Lesen Sie hier das Interview mit Hauptdarsteller Martin Freeman

Lesen Sie hier das Interview mit Gandalf-Star Ian McKellen

Warner Bros

Der "Hobbit" ist groß - ganz groß

Bis zu 300 Millionen Dollar soll der Film "Der Hobbit: Eine unverwartete Reise" gekostet haben. Mit zahlreichen Spezialeffekten zieht der erste der Teil der Hobbit-Verfilmung die Zuschauer in seinen Bann – nun vielleicht auch die Oscar-Jury?

  • Makeup und Hairstyling: Peter Swords King, Rick Findlater und Tami Lane
  • Bestes Szenenbild: Dan Hennah, Ra Vincent und Simon Bright
  • Visuelle Effekte: Joe Letteri, Eric Saindon, David Clayton und R. Christopher White
  • Neuseeland/USA/UK 2012
  • Regie: Peter Jackson
  • Buch: Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson und Guillermo del Toro nach dem Roman "The Hobbit" von J.R.R. Tolkien
  • Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage
  • Produktion: TimeWarner, New Line Cinema, Metro-Goldwyn-Mayer
  • Verleih: Warner Bros.
  • Länge: 169 Minuten
  • Start: 13. Dezember 2012

Denzel, der Suff-Pilot

Ein besoffener Pilot steuert das Flugzeug, in dem Sie sitzen. Kein gutes Gefühl? Das Drama "Flight" spielt mit diesem Szenario. Doch keine Sorge: Regisseur Robert Zemeckis und Hauptdarsteller Denzel Washington sorgen dafür, dass wir nicht allzu verstört das Kino verlassen. Letzterer wurde für seine Rolle sogar für einen Oscar nominiert.

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Denzel, der Suff-Pilot

Das Flugzeug von Pilot Whip Whitaker, gespielt von Denzel Washington, gerät in ein Unwetter. Whip schafft es, das Flugzeug sicher auf den Boden zu bringen und so vielen Menschen das Leben zu retten. Doch bald kommt ans Tageslicht: Der Pilot stand unter Alkoholeinfluss ... Washington könnte für seine Performance einen Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen.

  • Bester Hauptdarsteller: Denzel Washington
  • Bestes Original-Drehbuch: John Gatins
  • USA 2012
  • Regie: Robert Zemeckis
  • Buch: John Gatins
  • Darsteller: Denzel Washington, Kelly Reilly, Don Cheadle, Katerina Marquez, John Goodman, Melissa Leo
  • Produktion: ImageMovers, Paramount Pictures, Parkes/MacDonald Productions
  • Verleih: StudioCanal
  • Länge: 138 Minuten
  • Start: 24. Januar 2012

Ein Körper wird zerfetzt

Die Wunden riesig, der Schmerz unerträglich: Das Kinodrama "The Impossible" erzählt die wahre Geschichte einer Familie, die wie durch ein Wunder den Tsunami 2004 überlebte. Naomi Watts spielt die Mutter Maria. Ihr Leib wird geschunden wie sonst nur im Horror-Genre - für diese Darbietung erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.

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Ein Körper wird zerfetzt

Der Film zur Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 in Thailand: Die Schauspieler Ewan McGregor und Naomi Watts kämpfen sich erst durch die Fluten, dann schwer verletzt durch das zerstörte Land. Die Dreharbeiten waren extrem aufwendig - Riesenwelle und reißende Flut wurden realitätsgetreu nachgestellt.

  • Beste Hauptdarstellerin: Naomi Watts
  • Originaltitel: Lo imposible
  • Spanien 2012
  • Regie: Juan Antonio Bayona
  • Buch: Sergio G. Sánchez
  • Darsteller: Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland, Samuel Joslin, Oaklee Pendergast, Johan Sundberg
  • Produktion: Apaches Entertainment, Telecinco Cinema, Mediaset España et al.
  • Verleih: Concorde
  • Länge: 114 Minuten
  • Start: 31. Januar 2012
Sony Pictures

Und sonst noch?

Mehr als eine Milliarde US-Dollar spielte der Bond-Film "Skyfall" mit Daniel Craig weltweit ein - neuer Rekord für den Agenten ihrer Majestät. Bei den Oscars ist der 007-Thriller fünf Mal nominiert, doch große Hoffnungen darf er sich wohl nicht machen. Lediglich die britische Sängerin Adele hat Chancen, für den besten Filmsong ausgezeichnet zu werden.

Eher als Außenseiterin gilt auch Helen Hunt. Die 49-Jährige spielt in "The Sessions" eine Sex-Therapeutin, die mit ihren Patienten ins Bett geht, um ihnen Sinnlichkeit beizubringen - so auch mit dem querschnittsgelähmten Schriftsteller Mark O'Brian. Die Tragikomödie beruht auf einer wahren Begebenheit: Cheryl Cohen Greene lebt und arbeitet in Berkeley. Diese fühlt sich durch den Film "geehrt" und drückt Hunt die Daumen.

Spannend verspricht die Gala bei den Animationsfilmen zu werden, da hier kein klarer Favorit feststeht. Zwar hat der Pixar-Heldinnenfilm "Merida - Legende der Highlands" einen Golden Globe gewonnen, doch bei den Oscars ist ja - fast - alles offen. Vielleicht gewinnt auch Tim Burtons "Frankenweenie", der Geister-Film "ParaNorman", die Videospiel-Geschichte "Ralph reicht's" oder das Knetfiguren-Ensemble "Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen".

Große Erwartungen haben darf Michael Haneke. Für "Das weiße Band" war er schon mal im Oscar-Rennen, diesmal dürfte es mit "Liebe" endlich klappen - zumindest in der Kategorie "bester nicht-englischsprachiger Film". Die Konkurrenten: der dänische Historienfilm "Die Königin und der Leibarzt", die Kindersoldaten-Geschichte "War Witch" aus Kanada, das Expeditions-Abenteuer "Kon-Tiki" aus Norwegen und "No!" aus Chile über eine Werbekampagne gegen die Pinochet-Diktatur.



Die Oscars auf Twitter

Die Oscars von A bis Z

Wer holt Gold? Die sexsüchtige Witwe oder die CIA-Agentin? Welche Skandale gab's? Und was muss man als Normalo eigentlich bezahlen, um Show und Stars live erleben zu können? In unserem großen Oscar-ABC erfahren Sie alles, was Sie über die glamouröseste Gala der Welt wissen müssen.

A - "Amour": Originaltitel von Michael Hanekes "Liebe"*. Cannes-Gewinner, Golden Globe, Europäischer Filmpreis - und nun Oscar-Sieger? Das Drama über eine ältere Musiklehrerin, die nach einem Schlaganfall von ihrem Mann gepflegt wird, ist schon jetzt die große Überraschung des Jahres: Fünf Mal nominiert - darunter als bester nicht-englischsprachiger Film und als bester Film.

B - Big Five: Selten hat ein Werk Chancen in allen fünf Königskategorien - Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarstellerin und Hauptdarsteller. David O. Russells Tragikomödie "Silver Linings"* ist dieser Coup gelungen. Bisher konnten drei Filme die "Big Five" abräumen: die Screwball-Komödie "Es geschah in einer Nacht" (1935), das Psychiatrie-Drama "Einer flog über das Kuckucksnest" (1976) und der Hannibal-Lecter-Schocker "Das Schweigen der Lämmer" (1992).

C - Chastain, Jessica: Die 35-Jährige schaffte 2011 den Durchbruch, als sie in sechs (!) Filmen zu sehen war. Kann auf die Trophäe als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle der Bin-Laden-Jägerin Maya in "Zero Dark Thirty"* hoffen. Stärkste Konkurrentin: Jennifer Lawrence, die in "Silver Linings" eine sexsüchtige Witwe verkörpert.

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