Kino-Stars: Hollywoods schwarze Liste

Von Daniel Haas

Glamourös, gut, schwarz: Mit "Prometheus" könnte Idris Elba in die Top-Liga Hollywoods aufsteigen. Aber was bedeutet das für nichtweiße Schauspieler eigentlich - Top-Liga? Viele sind noch immer im Ghetto des Genre-Kinos gefangen. Wir stellen die besten vor.

Idris Elba in der Krimi-Serie "Luther": Ambivalenz als Stilmittel Zur Großansicht
AP/ BBC

Idris Elba in der Krimi-Serie "Luther": Ambivalenz als Stilmittel

Eine Typenreihe schwarzer Kino-Stars? Ist das nicht positive Diskriminierung? Im Sinne von: Die sehen sich alle so ähnlich - wir zeigen Ihnen mal, wer wer ist und wer was drauf hat? Man würde ja auch nicht eine Galerie von Schauspielern zusammenstellen, nur weil sie weiß sind. Oder eine mit rothaarigen Leinwandstars. Aber wenn eine bestimmte Ethnie oder Hautfarbe notorisch unterrepräsentiert ist in einem Medium, dann folgt so eine Zusammenstellung einer anderen Idee.

Sie lautet: Es gibt zahlreiche exzellente nichtweiße Darsteller, man kriegt sie allerdings zu selten zu sehen. Und wenn, dann oft in tatsächlich rassistisch oder sexistisch angelegten Rollen. Jedem Kino- oder Fernsehfreund muss das missfallen.

Im Folgenden deshalb ein Panorama von Künstlern, die aufgrund ihrer Hautfarbe für bestimmte Parts prädestiniert sind - Brad Pitt kann nun mal keinen Sklaven in Steven Spielbergs "Amistad" spielen und George Clooney keinen Ghetto-Dealer in der Serie "The Wire". Die schwarzen Stars müssen aber vor allem als Darsteller mit ihren je eigenen Schwerpunkten gewürdigt werden.

Die Gangster

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Schwarze Darsteller: Die Gangster I
Schwarze sind Gangster, nicht wahr? Das wird jeder stramme Republikaner bestätigen, zumindest, wenn er aus Texas kommt, Waffen bunkert und Obama für einen Kinder fressenden Kommunisten mit Alien-DNA hält. Weil die amerikanische Verbrechensstatistik aber tatsächlich übermäßig viele afroamerikanische Männer aus den Ballungsgebieten New York, Chicago und L.A. verzeichnet und weil diese gesellschaftliche Realität einen immensen Geschichtenfundus fürs Genrekino darstellt, spielen Schwarze eben...

...Verbrecher. Der Boss der Bosse, das ist Denzel Washington. Er gab in Ridley Scotts Kriminalepos "American Gangster" den ersten prominenten Mafia-Don afroamerikanischer Herkunft, und man konnte zahlreiche weitere schwarze Darsteller an seiner Seite (wieder-)entdecken: Malcolm Goodwin, Roger Guenveur Smith, Ruben Santiago-Hudson.

Washington spielt manchmal auch den Helden der Working Class, und er muss ein Faible für die Folklore des öffentlichen Transportmittels haben, siehe seine Rolle als Bahningenieur in "Unstoppable" oder als U-Bahn-Schaffner in "Pelham 123". Aber in seinen erfolgreichsten Filmen spielt er den Gesetzesbrecher: "Man on Fire" (Personenschützer übt Selbstjustiz), "Training Day" (Dirty Cop läuft aus dem Ruder), "Safe House" (Ex-Agent legt sich mit allen an).

Was Prominenz und Leinwandverdienste angeht, steht Washington gleich neben Clint Eastwood, aber anders als der ehemalige Dirty Harry hat man den schwarzen Star noch nie als romantic lead, als Hauptfigur in einem Liebesfilm, gesehen. Das ist fragwürdig, und wenn da nicht Idris Elba wäre, müsste man sagen: Das Mainstream-Hollywood traut schwarzen Männern keine anspruchsvollen Romanzen zu.

Die Gangster Teil II

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Schwarze Darsteller: Die Gangster II
Idris Elba hat ebenfalls als Gangster angefangen, und ob er nicht als solcher enden wird, ist bislang offen. Eine Hauptrolle in "Prometheus" ist ein gutes Zeichen, aber wirklich profiliert hat sich dieser großartige Darsteller als Drogendealer in der Fernsehreihe "The Wire" und als zwielichtiger Bulle der Serie "Luther".

In "The Wire" wurde das Bild des schwarzen, auf schnelle Dollars spekulierenden Gauners konterkariert: Elba spielte den Ghetto-Entrepreneur, der Wirtschaftskurse belegt und seiner Armee von Kleindealern die Gesetze des Marktes beibiegt. In "Luther" geht er gegen Kriminelle mit kriminellen Methoden vor - Ambivalenz gehört eben zu den Stilgesten der anspruchsvollen Moderne.

Man hat ihm aber auch romantische Facetten gestattet: in der Serie "The Big C" ist er der Hausmeister, der eine krebskranke Lehrerin sehr, sehr glücklich macht.

Wer jetzt sagt, Moment, diese tollen differenzierten Parts, das sind ja alles TV-Rollen, hat recht: Elba ist ein Star des neueren Serienfernsehens, das für komplexe Erzählungen steht und seine Akteure entsprechend fördert. Und die Sache mit dem Hausmeister und der Lehrerin und dem Sex - ja, das war mit glücklichmachen gemeint! -, da kann man sagen: Ist doch ein übles Klischee vom Schwarzen als sexuelles Talent. Womit wir bei den Erotikern wären.

Die Erotiker

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Schwarze Darsteller: Die Erotiker
Erotik und Ethnie, das ist ein heikles Terrain. Man lyncht heute keine Schwarzen mehr, weil man mit der eigenen pathologischen Libido nicht klarkommt, aber manchmal hat Hollywoods Besetzungspolitik einfach einen Hautgout.

Blair Underwood zum Beispiel gab in den Serien "Sex and the City", "Dirty Sexy Money" und "New Adventures of Old Christine" grundsätzlich den begehrenswerten Schönling. Michael Ealy taucht meistens dann auf, wenn ein Schwarzer einen Weißen erotisch einschüchtern soll ("Californication").

Taye Diggs ist derart asyliert in der Rolle des Frauenverstehers, dass man ihm eine Rolle als Superschurke in einem Bond-Film wünscht. Ist das empirisch überhaupt haltbar, dass der männliche Empathieprotz immer auch gleich aussieht wie ein Model? Und wenn man schon bei der Ästhetisierung bestimmter moralischer Ideen ist: War Obama eine Idee aus Hollywood?

Die Gesetzeshüter

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Schwarze Darsteller: Die Gesetzeshüter
War er: Die Öffentlichkeit, heißt es rückblickend, wurde medial auf einen schwarzen Präsidenten vorbereitet. Ausschlaggebend hierfür war die Serie "24", in der Denis Haysbert den Präsidenten spielte (er fiel, als eine Art schwarzer Kennedy, einem Attentat zum Opfer). Vor Haysbert hatte bereits Morgan Freeman den Präsidenten verkörpert ("Deep Impact"), und überhaupt ist Freeman der prototypische Gesetzeshüter im konkreten und erweiterten Sinn.

Konkret, weil er höchst integre Polizisten und Ermittler spielt, zum Beispiel den altersweisen Cop aus dem Serienkillerfilm "Sieben" oder das kriminologische Mastermind in "Denn zum Küssen sind sie da". Afroamerikanische Darsteller haben die Rolle des moralisch hochstehenden, tief in den Hierarchien des Staatsdienstes buckelnden Helden öfter übernommen als Iren, Hispanics oder weiße Angelsachsen zusammen. Delroy Lindo, Frankie Faison, Bill Nunn, Wood Harris, Anthony Mackie: nur ein paar Namen zum Nachschauen.

Die Idee des Gesetzeshüters kann man noch erweitern, dann wird es metaphysisch. Womit man wieder bei Morgan Freeman wäre.

Die Metaphysiker

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Schwarze Darsteller: Die Metaphysiker
In "Bruce Allmächtig" spielte Freeman den lieben Gott. Man muss gar nicht richtig zynisch sein, um sich zu fragen, warum Vertreter einer Ethnie, die zumindest vor Obama realpolitisch wenig oder gar keine Macht hatte (Condie Rice, zugegeben, aber bei dem Präsidenten?), in den Kulissen der Traumfabrik mit grenzenlosen Ressourcen agiert.

In "The Family Man" spielt Don Cheadle einen Schutzengel. "The Legend of Bagger Vance" zeigt Will Smith in der Rolle des Cherub, der einem spirituell gehandicapten Golfprofi den Weg weist, im Todeszellen-Drama "The Green Mile" gibt Michael Clarke Duncan den Heiler, der noch auf dem Weg zur Hinrichtung seine Peiniger mit magischen Kräften erlöst.

Nicht zu vergessen Laurence Fishburne als guter Geist der Maschine in "The Matrix": Wer einem das Internet erklären kann, der muss schon überirdisch schlau sein, oder?

Und dann ist da noch Heimdall aus der Marvel-Verfilmung "Thor". Gespielt von Idris Elba. Weil der Gott Heimdall eigentlich so weiß ist wie eine Schneewehe aus dem Norden, hatte sich der Council of Conservative Citizens, eine rassistische Vereinigung im Geiste des Ku-Klux-Klans, gegen diese Besetzung ausgesprochen. Ein richtig schlechter Witz.

Die Komiker

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Schwarze Darsteller: Die Komiker
Kein Witz: Jamie Foxx war Komiker, ein überragender Stand-up-Künstler, der auch noch eine phantastische Soulstimme hat und als Crooner böse Songs über fresssüchtige Verehrerinnen sang. Heute wird Foxy - mit Hauptrollen in "Miami Vice", "Collateral" (Michael-Mann-Filme haben noch jede Männerkarriere konsolidiert) und demnächst in Quentin Tarantinos "Django Unchained" - als Denzel-Washington-Nachfolger gehandelt.

Auch Chris Rock ist Komiker - und ein überzeugender Charakterdarsteller, siehe seinen Part als gestresster Kulturbürger in "2 Tage New York", wo er die ordinäre französische Sippe seiner Freundin ertragen muss.

Oder Eddie Murphy, der Stand-up-Superstar der achtziger Jahre (das Soloprogramm "Raw" ist ein Klassiker des Genres und auch eine scharfe Auseinandersetzung mit afroamerikanischen Kultur der Zeit). Murphy kann ebenfalls Drama, man muss ihn nur in der Rolle des süchtigen Soulmusikers im Fillmmusical "Dream Girls" sehen.

Sind schwarze Komiker also flexibler als ihre weißen Kollegen? Gegenfrage: Wenn der Markt eh schon eng ist für dich, wirst du dann nicht diversifizieren?

Die Rapper

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Schwarze Darsteller: Die Rapper
Wer von Diversifizierung spricht, kann von Rappern lernen. Längst sind HipHop-Stars wie Kanye West und Jay-Z Entrepreneure, die sich selbst als Markenportfolio begreifen. Vom Energydrink bis zum Sportschuh wird alles verkauft.

Oder man trägt die eigene Haut zu Markte und dehnt die eigene Rollenidee auf andere Medien aus. Snoop Dogg spielt in Filmen den Gauner, 50 Cent hat es mit dem Image des kapitalistischen Großkriminellen immerhin schon an die Seite von Robert De Niro gebracht ("Righteous Kill", schrecklicher Film).

Rapper, die Gangster spielen, spielen also wiederum Gangster. Wenn das kein postmoderner Zeichenmix ist! Es geht aber auch weniger kompliziert: LL Cool J war ein ordentlicher Rapper und ist nun ein ordentlicher Darsteller ("Navy CIS"). Will Smith war ein ordentlicher Rapper (und auch Fernsehkomiker, "Der Prinz von Bel-Air") und ist nun ein schwarzer Blockbuster-Star, der jedes Genre beherrscht und auch in jedem mitwirken darf, ob Horror ("I am Legend"), Romanze ("Hitch") oder Drama ("The Pursuit of Happiness").

Common ist nach wie vor ein exzellenter Rapper und bleibt, so scheint es, ein mäßiger Darsteller im Krimi-Fach. Der HipHop-Newcomer Childish Gambino macht rhetorisch vertrackten Spaß-Rap und spielt in der tollen Serie "Community" einen vertrackt-dämlichen Schüler, der beim Reimen und Beatboxen über sich hinauswächst. Das ist auf sehr smarte Weise exzentrisch.

Die Exzentriker

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Schwarze Darsteller: Die Exzentriker
Aber nicht so exzentrisch wie die Medienpersona, die Samuel L. Jackson darstellt. Exploitation, Blacksploitation, die mit viel Sex und Hämoglobin tiefergelegten Formen des Genrekinos, sie wurden von Regisseuren wie Quentin Tarantino und Robert Rodriguez wiederentdeckt, und Jackson ist ihre Ikone. "Pulp Fiction" oder "Jackie Brown": Wer in den Neunzigern hip war und ins Kino ging, konnte Jacksons Dialogzeilen auswendig: "Who's Beaumont? An employee I had to let go."

Auch Ving Rhames gehört in diese Welt: In "Pulp Fiction" spielte er den Boxmanager, der Bruce Willis ernsthafte Probleme bereitet. Zuletzt sah man ihn in "Piranha 3D" als Cop, der im Fun-Bad mit der Kettensäge Mörderfische häckselt. Im noch ausstehenden zweiten Teil, "Piranha 3DD", wird er konsequenterweise ohne Beine antreten. Das ist dann die Dekonstruktion des Method Actings mit den Mitteln der Prothese.

Die Allrounder

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Schwarze Darsteller: Die Allrounder
Bis auf Tyler Perry, der ausschließlich Klamaukfilme für ein schwarzes Publikum verfertigt - und sich damit von der tendenziell rassistischen Verteilungspolitik Hollywoods unabhängig gemacht hat - sind schwarze Darsteller Allrounder.

Und sie brauchen dafür noch nicht mal Weiße als Kontrast (die Nobelpreisträgerin Toni Morrison hat im Essay "Im Dunkeln spielen" beschrieben, wie sich die Idee des Weißseins in der amerikanischen Kultur immer wieder durch die Abgrenzung und Abwertung des Schwarzen herstellt).

Bestes Beispiel ist wieder Idris Elba. Der britische Darsteller spielt die Hauptrolle im dieses Jahr anlaufenden amerikanischen Thriller "They Die by Dawn", begleitet von so tollen Darstellern wie Giancarlo Esposito (der kalte Drogen-Don aus "Breaking Bad"), Isaiah Washington ("Grey's Anatomy") und Harry Lennix (u.a. in der ultrasmarten Crime-Serie "Dollhouse").

Die Kanoniker

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Schwarze Darsteller: Die Kanoniker
Eine Typenreihe farbiger Darsteller ohne Sidney Poitier? Ohne James Earl Jones, Woody Strode oder Moses Gunn, um nur ein paar große Namen der dreißiger, vierziger und fünfziger Jahre zu nennen? Wir wollen diese das Weltkino bereichernden Stars nicht unterschlagen. Sie gehören zum Kanon moderner männlicher Schauspielkunst. Aber es fehlt der Platz.

Deshalb greifen wir einen Zeitzeugen, Aktivisten, und multitalentierten Künstler heraus, zumal er gerade beim Filmfest Locarno im Rahmen einer Otto-Preminger-Retrospektive gewürdigt wurde: Harry Belafonte. Er spielte die Hauptrolle in "Carmen Jones", der Filmadaption des Opernstoffes aus dem Jahre 1954 - des ersten erfolgreichen Kinodramas mit einem schwarzen Helden.

"Bis zu diesem Werk hatten uns die meisten Filme als Untermenschen und lachhafte Chargen dargestellt", sagte Belafonte im Interview. Wenn du Geld verlieren willst, mach einen schwarzen Film, habe es damals geheißen.

Nun, die Zeit der schlechten Witze geht zu Ende - großer Darsteller sei Dank.

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insgesamt 35 Beiträge
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1. ???
Martha Farqa 10.08.2012
Idris Elba ist aus. Hackney, London. Großbritannien. Innit.
2. Simply the best
W. Robert 10.08.2012
Samuel L. Jackson toppt sie alle. Man spürt seine Präsenz förmlich in der Magengrube. In „Lakeview Terrace“ hofft man inständig, nie einem solchen Nachbarn zu begegnen. In „The 51th State“ zeigt er, dass er auch Komödien kann. In „Jackie Brown“ spielt er sogar de Niro an die Wand. So kann man endlos weitermachen. Der handfeste Skandal ist eigentlich nur, dass er nie einen Oscar bekommen hat, was eher dieser Auszeichnung als Jackson schadet, denke ich.
3.
ObackoBarama 10.08.2012
Einiges stimmt hier nicht... - Idris Elba ist kein Afroamerikaner, bzw. kein Amerikaner, sondern Brite. Der Sohn nigerianischerer Einwanderer, in England aufgewachsen und dort als Schauspieler bekannt geworden, u.a in der guten BBC-Krimi-Serie "Luther" (war letztes Jahr im ZDF) - Denzel Washington als Verkörperung des Gangsters? Da muss ich aber lachen. Gerade Denzel Washington hat fast immer den good guy gespielt. Er ist gerade die Verkörperung des guten, anständigen Kerls, man könnte sagen sowas wie der schwarze James Stewart. Die einzige zwei Rollen, wo er Bösewicht, bzw. Gangster gespielt hat, waren die erwähnten "American Gangster" und "Training Day". In allen anderen dutzenden Rollen war DZ immer der Gute. Er hat ja diese anständige Ausstrahlung, so dass er sicherlich nicht die Rolle spielen kann, die ein Samuel L. Jackson spielt. - wann hat Eastwood "romantic lead" gespielt? Außer in dem Film "Brücken am Fluß", wobei das war auch nicht was man unter dem romantic lead sich vorstellt. Da war er schon 65 und seine Partnerin Meryl Streep war da 46. Gerade Eastwood hat fast immer den coolen, schweigsamen Typen gespielt Stimmt nicht dass die Schwarzen nicht als "romantic lead" besetzt werden. Sie werden es, nur da ist die Partnerin auch schwarz. D. Washington hat doch in dem Remake dieses alten Filmes mit Cary Grant gespielt...Mitte der 90-er Jahre und seine Partnerin war Whitney Houston. Es gibt aber in Hollywood im großen Mainstream-Kino, nach wie vor das Tabu, daß ein schwarzer Held eine weiße Frau als Partnerin hat und umgekehrt ein weißer Held eine schwarze Frau. Das ist immer noch nicht vorgekommen.. Weil, galube ich, die Hollywood-Studios Angst haben dass so ein Film in USA floppen würde, bzw. würde vom US Publikum nicht akzeptiert, weder von dem weißen, noch von dem schwarzen. - Blair Underwood, Taye Diggs und noch mehrere die im Artikel erwähnt worden sind- sind doch B-Liga...oder bestensfalls Stars nur im "Black Cinema", den Filmen mit überwiegend schwarzen Darstellern. Der große bullige M. C. Duncan ist nach dem Erfolg in "Green Mile" längst in B-Filmen verschwunden- Und die ganze Rapper, Möchte-Gerne-Schauspieler soll man nicht ernst nehmen. Aber im Artikel fehlen welche grössere Namen, wie die Charakterdarsteller, Terrence Howard, Jeffrey Wright, Anthony Mackie, Forrest Whitaker, Comedy-Stars Chris Tucker, Martin Lawrence,... oder der Comedy-Star der 70-er und 80-er..Richard Pryor..,oder der ander Afro-Brite in Hollywood, Chiwetel Elfjour...ex-Oscar-Gewinner, Cuba Gooding Jr...usw..
4. Und die bandbreite der talentierten afro-deutschen Schauspieler....
tinneka 10.08.2012
...sind wo genau? Auf dem Leinwand (groß und klein) genau in den gleichen Klischee-Ecken, wo auch ihre amerikanischen Kollegen eingesperrt sing. Nur weitaus weniger häufig vertreten... Und im Theater? Sicherlich nicht dort, wo ein Weißer mit Schuhwichse im Gesicht geschmiert schneller zur Hand war...
5. Seit wann ist Drama Klamauk?
dila22 10.08.2012
"Bis auf Tyler Perry, der ausschließlich Klamaukfilme für ein schwarzes Publikum verfertigt". Tyler Perry's Filme und Theaterstücke sind hauptsächlich Dramen, die sich mit Beziehungsproblemen, häuslicher Gewalt, den Problemen alleinerziehender Mütter oder Väter, Kindesvernachlässigung und dem Glauben respektive Nichtglauben an Gott beschäftigen. Das ganze mit einer Prise Humor. Da dieser Artikel über die „typischen Rollen“ von Afroamerikanern handelt noch ein Zusatz: Kritiker haben Perry sogar vorgeworfen, zu sehr die Stereotypen der afroamerikanischen Gesellschaft hervorzuheben.
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