Box Office: Science-Fiction-Teens versenken "Titanic"

Zum dritten Mal in Folge auf Platz 1: Das Science-Fiction-Drama "The Hunger Games" schlägt auch die neue 3D-Version des Kassenschlagers "Titanic". Hierzulande mausert sich die Komödie "Türkisch für Anfänger" zum bislang erfolgreichsten deutschen Film des Jahres.

Box-Office-Charts: Hungerspiele und Space-Nazis Fotos
dapd/ Studiocanal

Los Angeles/New York/Hamburg - Der Film "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" übertrumpft selbst den Welterfolg von James Cameron. Die düstere Science-Fiction-Vision schafft es über Ostern zum dritten Mal in Folge an die Spitze der US-Kinocharts. Das Zukunftsdrama über Teenager, die in einer Arena um ihr Leben kämpfen, schlägt auch die 3D-Version des Kassenschlagers "Titanic", der sich im neuen Format mit Platz drei begnügen muss.

Die Bestseller-Verfilmung "The Hunger Games" hat zwischen Karfreitag und Ostersonntag nach Hochrechnungen weitere 33,5 Millionen Dollar (rund 25,6 Millionen Euro) eingespielt. Damit übersteigt das Drama in weniger als einem Monat allein mit den Einnahmen aus den USA und Kanada die Marke von 300 Millionen Dollar, berichtet die "Los Angeles Times".

Weltweit lagen die Einnahmen des Films laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" am späten Sonntag geschätzt bei 415 Millionen Dollar. Der Montag nach Ostern ist in Nordamerika kein offizieller Feiertag. Deshalb zählen die US-Einnahmen der "Hunger Games" vom Montag beim internationalen Kassensturz am Ende des langen Osterwochenendes nicht mit.

Ungeachtet des Millionenerfolgs verhandelt das für seinen Sparkurs bekannte Studio Lions Gate laut "Forbes" derzeit mit "Hunger Games"-Regisseur Gary Ross über seine Rolle bei der Umsetzung des folgenden Bandes von Suzanne Collins' Roman-Trilogie. Demnach steht noch nicht fest, ob Ross die geplante Kinoserie weiterdrehen wird.

Platz zwei der US-Charts vom Wochenende geht an eine neue Folge des Teenager-Klamauks "American Pie": "American Reunion", Teil vier der Kinoreihe, kommt auf ein Ergebnis von 21,5 Millionen Dollar. Hauptdarsteller Jason Biggs, der im Jahr 1999 in "American Pie" mit einem Apfelkuchen ausprobierte, wie sich Sex anfühlt, denkt immer noch mit warmen Gefühlen an diese Szene zurück.

Der historischen Leinwandromanze an Bord der "Titanic" mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen hilft es offenbar nicht, dass der 100. Jahrestag des Schiffsuntergangs am kommenden Montag, 15. April, bevorsteht. Der Film schafft es gerade mal auf 17,4 Millionen Dollar.

Die folgenden Plätze in den US-Charts belegen über Ostern der 3D-Action-Film "Zorn der Titanen" um den griechischen Halbgott Perseus auf Rang vier, gefolgt von der modernen Version des Märchens "Schneewittchen" mit Julia Roberts als Hexe auf Platz fünf. An sechster Stelle steht für US-Kinobesucher der Cop-Klamauk "21 Jump Street" mit Jonah Hill und Channing Tatum. Der Animationsfilm "The Lorax", der Anfang März den bis dahin besten Einstieg des Jahres hingelegt hatte, erreicht noch Rang sieben.

"Türkisch für Anfänger" bislang erfolgreichster deutscher Film des Jahres

Auch in Deutschland hält die Science-Fiction-Sensation "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" an einem starken Osterwochenende laut Branchendienst "blickpunkt:film" die Konkurrenz auf Distanz. Der US-Überflieger behauptet sich mit 283.000 Besuchern an der Spitze, wie die Marktforscher von Media Control am Dienstag mitteilen.

Dahinter landet nach Besucherzahlen der Dauerbrenner "Türkisch für Anfänger". Die Komödie um die Emanze Lena (Josefine Preuß), die auf den Macho Cem (Elyas M'Barek) trifft, passiert mit 265.000 Kinogängern am Wochenende als bislang erfolgreicher deutscher Film des Jahres die Marke von 1,5 Millionen Besuchern. Für "Titanic 3D" reicht es laut Media Control in den deutschen Kinos mit 191.000 Zuschauern wie in den US-Charts ebenfalls nur für Platz drei.

Wieder deutlich bergauf geht es "blickpunkt:film" zufolge am 14. Wochenende für die französische Komödie "Ziemlich beste Freunde ", die mit 180.000 verkauften Tickets nun Platz vier belegt und hierzulande insgesamt ein Rekordergebnis von 7,5 Millionen Zuschauern erzielt.

Das Action-Spektakel "Zorn der Titanen" wollten nur 165.000 Besucher sehen, der Film erreicht damit Rang fünf. Zweitbester Neuling der Woche auf Platz sechs ist der Julia-Roberts-Film "Spieglein, Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen", den in 406 Kinos rund 160.000 Zuschauern gesehen haben und der damit vor der Bestsellerverfilmung "Russendisko" mit 140.000 Besuchern liegt.

Auf Platz acht steigt die finnisch-deutsch-australische Science-Fiction-Koproduktion "Iron Sky" ein. Die in Teilen durch Crowd Funding finanzierte Nazi-Satire, die bei der diesjährigen Berlinale viel Aufsehen erregte, hat über Ostern 120.000 Zuschauer angelockt. Sechsstellige Besucherzahlen schreibt überdies noch der Knetfiguren-Trickfilm "Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen".

bos/dpa

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1. Also bei...
HansC 11.04.2012
...Titanic hab ich es verstanden. Auch wenn mir Titanic wegen dem Genre nicht zusagt. Aber den Hungerspielen tappe ich absolut im Dunkeln. Nicht weil ich den Film einfach nicht überzeugend fand. Sondern weil ich nicht einmal aus einer anderen Perspektive heraus etwas an ihm finde. Wahrscheinlich passt das dystopische Setting gut zur aktuellen Stimmung in den USA oder sowas.
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