USA
1. Gewinner der Woche
Nach Vampiren und Werwölfen erobern Zombies das US-Kino. "Warm Bodies" heißt die neue Liebesgeschichte in "Twilight"-Manier, die sich auf Anhieb an die Spitze der Film-Charts katapultieren konnte. Darin verliebt sich der Untote R in das Mädchen Julie und versucht, sie vor seinen Zombie-Kollegen zu beschützen. Die Literaturverfilmung, die in einem apokalyptischen Amerika angesiedelt ist, spielte am ersten Wochenende 19,5 Millionen Dollar ein - und das trotz des Super Bowls am Sonntag.
Traditionsgemäß ist das Finale der American-Football-League ein großer Konkurrent für die Kino-Branche. Doch "Warm Bodies" profitierte von einer anderen Besuchergruppe: Vor allem junge Mädchen verhalfen dem Liebesfilm zu seinem glorreichen Start.
2. Verlierer der Woche
Keine Chance hatten dagegen die großen Action-Kracher: Statt ins Kino zu gehen, blieb das männliche Zielpublikum zu Hause vor dem Fernseher. Wohl auch deswegen landete Sylvester Stallones testosterongeladenes Werk "Bullet To The Head" nur auf Platz sechs. Mit 4,5 Millionen Dollar Einnahmen legte der Thriller den zweitmiesesten Start eines Stallone-Films aller Zeiten hin. Noch schlechter erging es den beiden anderen Haudrauf-Helden Hollywoods: Jason Stathams "Parker" landete auf Platz sieben, Arnold Schwarzeneggers "The Last Stand" fiel komplett aus der Top-20-Liste heraus.
3. Zahl der Woche
27 Prozent weniger Zuschauer als im Vorjahr - so lautet das enttäuschende Ergebnis des Super-Bowl-Wochenendes. Unter den aktuell beliebtesten Kinofilmen konnte nur "Warm Bodies" eine zweistellige Millionensumme erwirtschaften. Das zweitplatzierte Werk "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" lag bei 9,2 Millionen Dollar - und schrumpfte damit auf die Hälfte seiner Einnahmen innerhalb einer Woche zusammen.
Deutschland
1. Gewinner der Woche
Quentin Tarantinos "Django Unchained" hält sich tapfer an der Spitze der deutschen Charts. 530.000 Besucher bescherten dem Sklaven-Epos auch in der dritten Woche den Kinosieg. Insgesamt hat der Film über 2,5 Millionen Besucher angelockt - ein neuer Rekord für den Hollywood-Regisseur. Bisher war "Inglorious Basterds" mit 2,1 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Tarantino-Film in Deutschland. Auf Platz zwei konnte sich Matthias Schweighöfers Komödie "Der Schlussmacher" behaupten, dicht gefolgt vom Kinderfilm "Fünf Freunde 2", wie Media Control mitteilte.
2. Verlierer der Woche
Es hätte sein großes Comeback werden sollen, doch die deutschen Zuschauer waren anderer Meinung. Nur 69.000 Action-Fans wollten Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger als Kleinstadt-Cop in "The Last Stand" sehen. Damit landete der Kampfveteran auf einem enttäuschenden achten Platz.
3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?
In den USA ist Kathryn Bigelows CIA-Thriller "Zero Dark Thirty" über die Jagd nach Osama Bin Laden ein Hit, bei uns wollten ihn bisher nur 65.000 Zuschauer sehen (Platz 9). Ein wenig mehr dürften es ruhig werden - allein schon wegen der darstellerischen Meisterleistung von Oscar-Anwärterin Jessica Chastain.
sbr
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