"Drei Engel für Charlie - Volle Power" Mehr Action, mehr Spaß, mehr Mädchen

Mit "Drei Engel für Charlie - Volle Power" kehren Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore als flottes Agentinnen-Trio auf die Leinwand zurück - und lassen sich von einer betörenden Demi Moore fast die Show stehlen. SPIEGEL ONLINE zeigt die besten Bilder.




Wahrscheinlich hatte Cameron Diaz Recht, als sie sich neulich bei der Premiere von "Drei Engel für Charlie - Volle Power" weigerte, über den Plot ihres neuen Kino-Abenteuers zu reden und stattdessen zu den Journalisten sagte, es würde sich ja ohnehin niemand für die Story des Films interessiere. "Die Leute wollen uns doch nur in Bikinis von Hochhäusern springen sehen."

Rodeo-Girl: Engel Alex (Lucy Liu) Urusla Andress (und Halle Berry) lassen grüßen: Engel Natalie (Cameron Diaz) Stand auch als Produzentin als treibende Kraft hinter "Charlie's Angels 2": Drew Barrymore alias Engel Dylan
Cross-Country: Auch als Motorrad-Bienen machen die Engel gute Figuren Falsche Frömmigkeit: Drei Nonnen für Charlie Ziggy Stardust: Dylan (Drew Barrymore) im Ring

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Dieser Prämisse scheint auch der ehemalige Werbeclip-Regisseur McG für seine zweite Achterbahnfahrt mit Charlies Engels gefolgt zu sein: Die Fortsetzung des Kassenerfolgs aus dem Jahre 2000 bietet noch mehr Action-Szenen, noch mehr Gags und Sprüche, noch mehr halbwegs nackte Haut der Hauptdarstellerinnen Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu - aber vor allem das überraschend gelungene Comeback der Neunziger-Jahre-Ikone Demi Moore als böser Ex-Engel Madison Lee.

Volle Power: Angriff auf die Lachmuskeln Stilisierte Erotik: Drei lässige Engel für Charlie Trotz Plüschjacke: Cameron Diaz kämpft mit harten Action-Bandagen und vollem Körpereinsatz
Bei "Friends" ausgeliehen: Engel-Boyfriend Jason (Matt Le Blanc) Neuer Bosley: Komiker Bernie Mac, 2.v.l., ersetzt Bill Murray als Engel-Betreuer Cameo-Auftritt: Popsängerin Pink, l., regelt die Motocross-Teilnahme

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Die nach ihrem Misserfolg als "G.I. Jane" (1997) weitgehend von der Bildfläche verschwundene Schauspielerin gehörte zwischen der Romanze "Ghost" (1991) und dem Stripperinnen-Drama "Striptease" (1996) zu den bestbezahlten Darstellerinnen Hollywoods, machte aber leider den Fehler, ihr Image der harten, leicht heiseren Feminismus-Ikone zu sehr auszureizen. Mit weitaus schmalerem Salär und deutlich selbstironischeren Zügen kehrt Moore nun in "Charlie's Angels - Full Throttle" als Gegenspielerin der drei Engel zurück - und stiehlt ihnen als langmähnige Amazone mit eiskalten Blicken beinahe die Show. US-Medien zufolge sammelt ihr Agent bereits handvollweise neue Film-Angebote ein. Comeback gelungen, den Engeln sei Dank.

Durchschlagender Erfolg: Demi Moore kehrt als "gefallener Ex-Engel" Madison Lee auf die Leinwand zurück Ikonen unter sich: Cameron Diaz und Demi Moore beim Generationentreffen am Strand Gut in Form: Demi Moore stiehlt den Engeln fast die Show

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Die prügeln sich derweil per Motorrad, Hubschrauber oder elektrischem Bullen durch einen Film, der seinem erfolgreichen Vorgänger alle Ehre macht. McG wildert munter bei Indiana Jones, James Bond und Konsorten, um immer wieder neue Hintergründe für die stilisiert-erotisierte Inszenierung seiner drei Hauptdarstellerinnen zu finden. Dass die Tricks und Effekte dabei keinesfalls den Standards des heutigen Actionkinos entsprechen und einige Stunts allzu haarsträubend sind um glaubhaft zu sein, macht gar nichts oder hat Methode: Im bunten Mahlstrom der popkulturellen Zitate und Hommagen hat Ernsthaftigkeit oder der bloße Hauch künstlerischen Anspruchs nichts zu suchen. "Volle Power" heißt hier tatsächlich Vollgas: Ein wilder, orgiastischer Trip mit den All-American-Sweethearts Lucy, Drew und Cameron durch Hollywoods großen, grellen Vergnügungspark. Nur Austin Powers kann das noch besser.

Andreas Borcholte


Drei Engel für Charlie - Volle Power (Charlie's Angels: Full Throttle)

USA 2002. Regie: McG. Buch: John August, Cormac Wibberly. Darsteller: Cameron Diaz, Lucy Liu, Drew Barrymore, Demi Moore, Bernie Mac, Matt Le Blanc, Luke Wilson, Robert Patrick, Justin Theroux, John Cleese, Crispin Glover. Produktion: Mandy Films, Tall Tree Productions, Flower Films, Columbia Pictures. Verleih: Columbia TriStar. Länge: 105 Minuten. Start: 10 Juli 2003



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