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Einigung: US-Drehbuchautoren stimmen für Ende des Streiks

Mehr als drei Monate legten Amerikas Drehbuchautoren die Arbeit nieder - sogar die Oscarverleihung drohte abgesagt zu werden. Jetzt haben die US-Gewerkschafter einem neuen Drei-Jahres-Vertrag mit den Film- und Fernsehstudios akzeptiert.

Los Angeles - "Der Streik ist zu Ende", teilte Patric Verrone, Westküsten-Präsident der Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA), mit. 92,5 Prozent der WGA-Mitglieder gaben in geheimer Wahl ein Votum ab, den Arbeitskampf abzubrechen. Die Arbeit sollte schon heute wieder aufgenommen werden.

Die am Wochenende mit den Produzenten in den Tarifverhandlungen erzielte Vereinbarung sieht einen neuen Vertrag mit dreijährigen Laufzeit und Gehaltserhöhungen von etwa drei Prozent je Jahr vor. Im dritten Jahr soll auch die Weiterverwertung der Arbeiten der Autoren im Internet besser vergütet werden. Die Studios wollten das Honorar für Filme und Fernsehproduktionen ursprünglich auf eine Pauschale von 1.200 Dollar (800 Euro) begrenzen. Die Frage der Internetnutzung war der zentrale Streitpunkt des Arbeitskampfs.

Die Drehbuchautoren waren am 5. November in den Ausstand getreten. Der Streik hat die Film- und Fernsehbranche in den USA hart getroffen. Mehrere Fernsehserien mussten eingestellt und Filmprojekte auf Eis gelegt werden. Die Gala zur Verleihung der Golden Globes am 13. Januar wurde abgesagt und durch eine einfache Pressekonferenz ersetzt. Bis zuletzt war auch unsicher gewesen, ob die für den 24. Februar vorgesehene Verleihung der Oscar-Filmpreise reibungslos über die Bühne gehen werde.

cjp/AFP

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