Erstes Foto aus "The Dictator": Beim Barte des Borat!

Er trug gewagte Badeanzüge, machte sich als kasachischer Journalist zum Affen und amüsierte als schwuler Modeterrorist. In seiner neuen Kinosatire "The Dictator" spielt der britische Komiker Sacha Baron Cohen nun einen von Saddam Hussein erdachten Despoten. SPIEGEL ONLINE zeigt das erste Bild.

Sacha Baron Cohen: Der große Humor-Diktator Fotos
Paramount Pictures

Hamburg - Für einen Tyrannen hielten Sacha Baron Cohen, 39, schon viele, die seine Art Humor nicht goutieren. Nun spielt er endlich einen: "The Dictator" erzählt die Geschichte eines absolutistischen Herrschers, der sein Leben riskiert, um zu verhindern, dass die Demokratie Einzug in das Land hält, das er so aufopferungsvoll unterdrückt. Das Pikante: Der Stoff basiert auf dem Roman "Zabibah and the King", der zunächst anonym veröffentlicht worden war, dann aber als literarisches Werk des ehemaligen irakischen Despoten Saddam Hussein enttarnt wurde.

Eine Paraderolle also für den Briten Baron Cohen, der bereits als naiv-brachialer kasachischer Journalist Borat im gleichnamigen Kinoerfolg den amerikanischen Way of Life vorführte - und wenig später als schwuler österreichischer Fashion-Reporter "Brüno" für gedemütigte Rednecks und volle Kinosäle sorgte.

Auch in "The Dictator" wird es den USA erneut an den Kragen gehen, steht zu befürchten. Erste Set-Fotos, die jüngst in britischen und amerikanischen Medien auftauchten, sorgten bereits für Angst und Schrecken, da Baron Cohen darauf in einem Stars-and-Stripes-Jogginganzug zu sehen ist. Ob das pseudo-patriotische Outfit jedoch zur Rolle gehört - oder schlicht Privatklamotte des Satirikers ist, bleibt offen. Auf dem ersten von Paramount veröffentlichten Bild aus "The Dictator" ist Baron Cohen jedenfalls ganz stilecht mit übertriebenem Vollbart und ordenstrotzender Uniform zu sehen.

"The Dictator" vereint Baron Cohen erneut mit dem US-Autor und Regisseur Larry Charles ("Seinfeld"), der bereits bei "Borat" und "Brüno" Regie führte. Neben Baron Cohen, der einst im britischen Fernsehen als "Ali G." bekannt wurde, spielen die amerikanische Comedy-Blondine Anna Faris ("House Bunny") sowie Charaktermime Ben Kingsley mit. Im Kino anlaufen soll das Tyrannen-Spektakel voraussichtlich im Mai 2012. Bis dahin wird Baron Cohen sicher noch die eine oder andere Kontroverse auslösen. Alles andere wäre eine Überraschung.

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1. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:
Ambermoon 09.06.2011
Zitat von sysopErste Set-Fotos, die jüngst in britischen und amerikanischen Medien auftauchten, sorgten bereits für Angst und Schrecken, da Baron Cohen darauf in einem Stars-and-Stripes-Jogginganzug zu sehen ist.
Der letzte Satzteil ist doch ein Kausalsatz, d.h. es müsste ein Zusammenhang zum Rest des Satzes bestehen. Kann den jemand erkennen? Speziell jemand, der schon mal in den USA in sagenwirmal einem Supermarkt einkaufen oder in einer Fast-Food-Bude was essen war?
2. Wert hat die Rechte
surfer200 09.06.2011
Zitat von sysopeinen von Saddam Hussein erdachten Despoten. SPIEGEL ONLINE zeigt das erste Bild. http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,767691,00.html
Da war Saddam Hussein ja wohl sehr vorausschauend. Hat sich einen Despoten fürs Kino ausgedacht. Und dabei gleich an Sacha Cohen gedacht. Nun, der Diktator hat angeblich viele Filme auf DVD oder waren es noch Videokasetten besessen. Aber wer hat heute die Rechte an der Figur?
3. Kein Fehler bei der Verarbeitung
kitzingmarko 09.06.2011
Zitat von AmbermoonDer letzte Satzteil ist doch ein Kausalsatz, d.h. es müsste ein Zusammenhang zum Rest des Satzes bestehen. Kann den jemand erkennen? Speziell jemand, der schon mal in den USA in sagenwirmal einem Supermarkt einkaufen oder in einer Fast-Food-Bude was essen war?
Die Kausalität ergibt sich aus dem Gesamtkontext.
4.
Indigo76 09.06.2011
Einige der Ordenspangen sind eindeutig amerikanisch - schon das wird die Amis ziemlich ärgern. Allerdings ist dem guten Cohen ein kleiner Fehler unterlaufen. Die linke Spange in der zweituntersten Reihe und die linksmittige Spange in der viertuntersten Reihe sind identisch. Wenn ein Orden ein zweitesmal verliehen wird, dann heftet man sich keine zweite Spange an die Brust, sondern versieht die erste Spange mit einem kleinen Stern.
5. 2014: Sasha Cohen verfilmt Bin Laden Biographie
h0ratio 09.06.2011
Zitat von kitzingmarkoDie Kausalität ergibt sich aus dem Gesamtkontext.
Ich glaube er will andeuten, dass er keinen kausalen Zusammenhang sieht zwischen einem Mann im Stars- und Stripes Jogginganzug und dem damit ausgelösten Angst und Schrecken. Es ist halt nicht irgendwer, der in dem Kostüm steckt, daher kann ich die Aufregung schon verstehen. Sähe ich Sasha Cohen im Stars&Stripes Kostüm, so nähme ich auch Reißaus. Es wundert mich sowieso, warum die Verkleidungsnummer immer wieder funktoniert, und er noch immer Leute findet, die ihn für voll nehmen. Spätestens seit Borat ist er ja doch sehr bekannt. Naja, lustig wird es bestimmt wieder werden. Wer hätte das gedacht, dass der alte Saddam postum noch die Vorlage für ein Drehbuch liefert...
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