Filme aus dem Ersten Weltkrieg Mit Propaganda die Hunnen stoppen

Es ist ein historischer Schatz, der in dieser Form noch nie zu sehen war: Filmarchive in ganz Europa haben aus der Zeit des Ersten Weltkriegs Filme digitalisiert und online veröffentlicht. SPIEGEL ONLINE stellt das Projekt und ausgewählte Beiträge vor.

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Berlin - Es ist eine einzigartige Sammlung: In den vergangenen zwei Jahren haben 26 Filmarchive in 15 Ländern noch nie gesehenes Filmmaterial aus dem Ersten Weltkrieg aus ihren Beständen digitalisiert und auf der Internetplattform European Film Gateway 1914 (EFG1914) frei verfügbar gemacht.

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Heft 1/2014
Die unheimliche Aktualität des Ersten Weltkriegs

Zum anstehenden 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs ist damit ein Bilderfundus entstanden, der den Blick auf die Zeit verändern dürfte: Aus ganz Europa - von Estland über Ungarn bis Großbritannien - sind Aufnahmen versammelt, die Auskunft über die Auswirkungen des Krieges geben. Darunter finden sich dokumentarisches Material über die Leiden der Zivilbevölkerung ebenso wie Propagandafilme, mit denen die Regierungen die Wirkung des aufsteigenden Massenmediums Film auszunutzen versuchten.

SPIEGEL ONLINE stellt vier - zum Teil gekürzte - Filme aus dem Bestand des EFG1914 vor, die die Bandbreite des Projekts zeigen. Wie es zu der einmaligen Zusammenarbeit der europäischen Filmarchive gekommen ist und wie User das Material am besten nutzen können, erklärt Projektleiterin Claudia Dillmann im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Sehen Sie hier die Auswahl der Filme.

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
Christian Wernecke 31.12.2013
1. Der immerböse Deutsche bis in unsere Zeit
Zitat von sysopFilmarchiv AustriaEs ist ein historischer Schatz, der in dieser Form noch nie zu sehen war: Filmarchive in ganz Europa haben aus der Zeit des Ersten Weltkriegs Filme digitalisiert und online veröffentlicht. SPIEGEL ONLINE stellt das Projekt und ausgewählte Beiträge vor. http://www.spiegel.de/kultur/kino/european-film-gateway-1914-neue-filme-aus-dem-ersten-weltkrieg-a-940152.html
Mit "die Hunnen" sind natürlich die Deutschen gemeint. Das wird hier nicht einmal in Anführungszeichen gesetzt und damit als Propaganda gekennzeichnet, sondern gleich bis in unsere Zeit hinein transportiert. Wie sonst ließe sich das Bild des immerbösen Deutschen auch beibehalten?
oseberg 31.12.2013
2. Stand by the man...
...die eine Szene sagt genug: Der "Kleine Mann" gibt sein Erspartes in die Kiste des Rüstungsindustriellen. So war die Sache hinter den Kulissen auch angedacht.(bis heute)
asdfred 31.12.2013
3.
Zitat von Christian WerneckeMit "die Hunnen" sind natürlich die Deutschen gemeint. Das wird hier nicht einmal in Anführungszeichen gesetzt und damit als Propaganda gekennzeichnet, sondern gleich bis in unsere Zeit hinein transportiert. Wie sonst ließe sich das Bild des immerbösen Deutschen auch beibehalten?
Etwas mehr Demut wäre angebracht. Wer 2 Weltkriege vom Zaun bricht und den größten Völkermord der Geschichte zu verantworten hat sollte sich nicht so mimosenhaft aufführen. Das ihnen das missfällt zeigt deutlich wessen Geistes Kind sie sind.
carsten.klein 31.12.2013
4. Ernst Friedrich, Krieg dem Kriege
Als Empfehlung fuer alle, die immer noch meinen, das der erste Weltkrieg auf Heldentum begruendet war, wie im Kontext dieses Artikels zu lesen gewesen ist.
Dr.Fuzzi 31.12.2013
5. Och Joh!
Zitat von Christian WerneckeMit "die Hunnen" sind natürlich die Deutschen gemeint. Das wird hier nicht einmal in Anführungszeichen gesetzt und damit als Propaganda gekennzeichnet, sondern gleich bis in unsere Zeit hinein transportiert. Wie sonst ließe sich das Bild des immerbösen Deutschen auch beibehalten?
Tja, so ist das leider - mit der Zeit wird Kriegspropaganda ganz banal zur scheinbaren Realität. Die Spätergeborenen werden seit langem halt anders indoktriniert. Das macht aber auch scheinbar nichts wirklich aus. Für mich als hugenottischem Nachfahren, mit durchaus sehr gutem Geschichtsunterricht, mache ich als erster und "Spätgeborener" sehr gerne in Frankreich Urlaub, völlig undenkbar z.B. für meinen Opa angesichts dessen füsilierter Verwandten während der französischen Rheinbesetzung. Alle Vorurteile erledigen sich vermutlich irgendwann von alleine, es sei denn, die Medien propagieren die permanent gebetsmühlenartig weiter!
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