Bibel-Epos "Exodus" in Vereinigten Arabischen Emiraten verboten

"Falsches Bild des Islam": Nach Marokko und Ägypten verbannen auch die Vereinigten Arabischen Emirate Ridley Scotts Bibel-Epos "Exodus" aus den Kinos.

Twentieth Century Fox

"Wir können den Film nicht zeigen, weil das Drehbuch eine Reihe von Fehlern enthält." So lautete die Begründung des Leiter des nationalen Medienrats, Juma Obeid Al Leem, in der Zeitung "The National" in Abu Dhabi. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird Ridley Scotts Bibel-Epos "Exodus" deshalb nicht zu sehen sein.

Weiter heißt es in der Begründung, der Film vermittele ein falsches Bild des Islam und anderer Religionen: "Wir können eine solche Nachlässigkeit nicht dulden." Der Medienrat habe darum gebeten, einige Szenen aus dem effektgeladenen 150-minütigen Mammut-Werk mit Starbesetzung herauszuschneiden. Die Produzenten hätten dies aber abgelehnt, erklärte Al Leem.

Der Film zeigt den Auszug Moses und der von ihm geführten Israeliten aus Ägypten, wie ihn die jüdisch-christliche Überlieferung schildert. Als Prophet wird Moses allerdings auch im Jahrhunderte später entstandenen Islam verehrt.

Auch die Behörden in Marokko und Ägypten haben den Kinostart in ihren Ländern untersagt. Das ägyptische Kulturministerium warf dem britischen Regisseur "Geschichtsfälschung" vor.

Nach ersten Protesten hatte sich Regisseur Ridley Scott zu der Aussage hinreißen lassen: "Ich kann bei einem Film mit so einem Budget nicht daherkommen und sagen, dass mein Hauptdarsteller Mohammed-so-und-so aus Da-und-da ist. Da kriege ich einfach nicht das Geld zusammen."

Weitere muslimisch geprägte Länder könnten dem Beispiel von Marokko, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten folgen.

cbu/dpa

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