1,24 Millionen Euro Steuerzahlerbund kritisiert Subventionen für "Fack ju Göhte 2"

1,24 Millionen Euro Subventionen hat "Fack ju Göhte 2" vom Deutschen Filmförderfonds erhalten. Zu viel, findet der Präsident des Steuerzahlerbundes. Er fordert Änderungen im System der Filmförderung.

Elyas M'Barek und Karoline Herfurth bei der Premiere "Fack Ju Göhte" im Oktober 2013 in München: Erfolgreichster deutscher Film aller Zeiten
DPA

Elyas M'Barek und Karoline Herfurth bei der Premiere "Fack Ju Göhte" im Oktober 2013 in München: Erfolgreichster deutscher Film aller Zeiten


Der Bund der Steuerzahler kritisiert die staatlichen Subventionen für "Fack ju Göhte 2", den erfolgreichsten deutschen Film aller Zeiten. Es könne nicht sein, dass nach einem erfolgreichen ersten Teil auch der Nachfolger vom Steuerzahler subventioniert werde, sagte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, der "Rheinischen Post". Der Film wurde nach Angaben des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) mit 1,24 Millionen Euro bezuschusst.

Holznagel sagte der Zeitung, bereits der sehr erfolgreiche erste "Fack-Ju-Göhte"-Film sei mit 901.000 Euro aus dem DFFF subventioniert worden. "Hier stimmt etwas nicht im System der Filmförderung. Hier muss die Politik Änderungen vornehmen", forderte Holznagel.

Der Chef von Constantin Film, Martin Moszkowicz, wies die Kritik des Steuerzahlerbundes zurück. "Die pinkeln an den falschen Baum", sagte Moszkowicz, der den Film produziert hat.

Moszkowicz sagte, der DFFF sei eine "automatische Förderung", die jeder Film bekomme, der mindestens zu einem Teil in Deutschland produziert werde. Das gelte beispielsweise auch für amerikanische Blockbuster. "Das Kriterium für den DFFF ist, dass die Produktionswirtschaft in Deutschland gestützt werden soll und dass ein Vielfaches der jeweiligen Summe an zusätzlichem Steueraufkommen generiert wird."

Der DFFF war für Nachfragen nicht erreichbar.

Unsere Rezension zu "Fack ju Göhte 2"

mka/AFP/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
themistokles 21.12.2015
1. Die eigentliche Meldung....
.. darin ist: Das dieses Stück Schund angeblich der erfolgreichste deutsche Kinofilm sein soll. Habe den Film damals in der Sneak sehen "müssen" (bin aus Interesse sitzengeblieben) und bin eigentlich albernem Humor nicht abgeneigt. Aber dieser Film ist einfach nur Schrott.
benmartin70 21.12.2015
2.
Die können bei dem Erfolg doch locker zurückgezahlt werden, oder?
Sankari66 21.12.2015
3. Auf PR reinfallen
Wieso werden beim Spiegel so viele Meldungen des "Bund der Steuerzahler Deutschland" gebracht? Es handelt sich dabei keineswegs um einen Verein, der sich um das Wohl der Steuerzahler sorgt, sondern ein Lobbyverband, bestehend aus mittelständischen Unternehmern und Freiberuflern, der seine neoliberale Agenda verbreitet. Bitte mit denen etwas kritischer umgehen.
santoku03 21.12.2015
4. Wieso
Wieso muss so ein kommerzieller Müll überhaupt subventioniert werden?
humorrid 21.12.2015
5. DFFF, DFB und VW...
kling wie eine neue Fanta-Zeile, ist aber Realität. Ich frage mich, welche tolle junge Filme hätten... Aber der Elyas ist doch so süüüüüß...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.