Filmentdeckung Dick und Doof und deutsch

Stan Laurel und Oliver Hardy, hierzulande bekannt als Dick und Doof, verbanden Schmerz und Scherz zur Freude von Groß und Klein. Aktuelle Pointe im Werk der US-Komiker: Die beiden sprachen Deutsch - zu bewundern im jetzt entdeckten Film "Spuk um Mitternacht".


Laurel and Hardy alias Dick und Doof: Schmerz und Scherz mit Herz
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Laurel and Hardy alias Dick und Doof: Schmerz und Scherz mit Herz

Ihren ersten gemeinsam Auftritt hatten sie 1917 im Film "Lucky Dog": Stan Laurel, eigentlich Arthur Stanley Jefferson (1890-1965), und Oliver Hardy (1892-1957), berühmt als Laurel und Hardy oder hierzulande als Dick und Doof. Zwischen 1926 und 1950 eroberten die beiden Starkomiker mit Slapstick, dem schadenfrohen Spaß am Ulk und der Zerstörung, ein weltweites Publikum.

Demnächst wird eine echte Film-Rarität mit den beiden Comedy-Legenden in Deutschland zu sehen sein. Mitarbeiter des Filmmuseums München entdeckten im Moskauer Filmarchiv einen der ersten Tonfilme von Laurel und Hardy. Pointe des Werks: Die beiden Komiker sprechen Deutsch.

Nach Angaben der Stadt München hatte der Film "Spuk um Mitternacht" am 21. Mai 1931 als "erster deutscher Sprechfilm" von "Dick und Doof" in Berlin Premiere und enthält neben Szenen der beiden Kurzfilme "Berthmarks" und "The Laurel-Hardy Murder Case" auch spezifisch deutsche Gags und Anspielungen.

Weil das Synchronisieren von Filmen damals noch schwierig war, wurden Filme oft mehrmals in verschiedenen Sprachen gedreht. Während Nebenschauspieler gegen Muttersprachler ausgetauscht wurden, mussten Stars wie Greta Garbo und Buster Keaton ihre Dialoge in den diversen Fremdsprachen sprechen. Heute gelten diese Sprachversionen weitgehend als verloren.

Der 40-minütige Film "Spuk um Mitternacht" wird am 14. August beim Bonner Sommerkino erstmals in seiner unbearbeiteten Fassung zu sehen sein. Im Filmmuseum München hat die restaurierte Version dann am 26. und 27. Oktober Premiere.



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