Filmfestival Cannes Autorenfilmer-Gipfeltreffen ohne Deutsche

Die Wettbewerbs-Teilnehmer von Cannes stehen fest - die Auswahlliste ist hervorragend besetzt: um die Goldene Palme konkurrieren diesmal die wichtigsten Autorenfilmer der Welt. Nur aus Deutschland ist kein Regisseur nominiert.


Hamburg/Paris - Selten war der Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes so hervorragend besetzt wie in diesem Jahr - ein Regisseur aus Deutschland allerdings kann in diesem Jahr nicht auf die Goldene Palme hoffen.

Regisseur Quentin Tarantino: Mit "Inglourious Basterds" im Wettbewerb von Cannes
Getty Images

Regisseur Quentin Tarantino: Mit "Inglourious Basterds" im Wettbewerb von Cannes

Die Auswahl der 19 Teilnehmer, die am Donnerstag in Paris vorgestellt wurden, enthält einige der wichtigsten Autorenfilmer weltweit: Mit dabei sind unter anderem der Spanier Pedro Almodóvar mit "Los abrazos rotos", der dänische Regisseur Lars von Trier mit "Antichrist", und der taiwanesisch-amerikanische Regisseur Ang Lee, der für "Brokeback Mountain" vor vier Jahren einen Oscar gewann. Er ist in Cannes für die Komödie "Taking Woodstock" nominiert.

Auch die neuseeländische Regisseurin Jane Campion und der Österreicher Michael Haneke können auf die Goldene Palme hoffen. Campion war 1992 für "Das Piano" als erste Regisseurin mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden; nun ist ihr Film "Bright Star" nominiert. Der britische Filmemacher Ken Loach steht mit dem Fußballfilm "Looking for Eric" im Wettbewerb.

Quentin Tarantino tritt mit "Inglourious Basterds" an, einem Drama um eine Vergeltungsaktion im Zweiten Weltkrieg.

Aus Deutschland kommt in diesem Jahr gar kein Wettbewerbs-Teilnehmer. Der bis vor kurzem ebenfalls für die Auswahl gehandelte Film "Soul Kitchen" des Hamburger Regisseurs Fatih Akin wurde nicht rechtzeitig fertig.

Im Jahr 2008 hatte der französische Filmemacher Laurent Cantet mit "Die Klasse" die Goldene Palme geholt. Das 62. Filmfestival von Cannes dauert vom 13. bis 24. Mai. Die Jury wird geleitet von der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert.

Eröffnungsfilm, aber nicht im Wettbewerb verteten, ist "Up", ein Animationsfilm aus den Pixar-Studios.

sha/AFP



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