Filmfestspiele Frances McDormand leitet Berlinale-Jury

Die Jury der 54. Berlinale ist komplett. Den Vorsitz übernimmt die US-Schauspielerin Frances McDormand, bekannt aus Independent-Produktionen wie "Fargo". Neben ihr entscheiden unter anderem der deutsche Produzent Peter Rommel und die iranische Regisseurin Samira Makhmalbaf über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären.


Schauspielerin McDormand: Star des Independent-Kinos
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Schauspielerin McDormand: Star des Independent-Kinos

Berlin - Wie die Leitung der Internationalen Filmfestspiele Berlin am Montag in mitteilte, besteht das Jury-Gremium, das in diesem Jahr über die Vergabe der Preise entscheidet, erneut aus "sieben Mitgliedern verschiedener filmischer Disziplinen". Präsidentin der Jury ist Frances McDormand, Oscar-Preisträgerin ("Fargo") und einer der wenigen weiblichen Stars des amerikanischen Independent-Kinos. Ab 29. Januar ist die 46-Jährige in deutschen Kinos mit dem Musikermilieufilm "Laurel Canyon" zu sehen.

Für Deutschland sitzt Produzent Peter Rommel in der Jury. Rommel hat den Angaben zufolge "einige der interessantesten deutschen und internationalen Filme der vergangenen Jahre produziert". Unter anderem realisierte er mit Regisseur Andreas Dresen die vielfach prämierten Filme "Nachtgestalten" und "Halbe Treppe".

Außerdem im Gremium sind die Regisseurin und Produzentin Maji-da Abdi aus Äthiopien, die italienische Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi, die 24-jährige iranische Regisseurin Samira Makhmalbaf, Film- und Bühnenregisseur Gabriele Salvatores aus Italien sowie der New Yorker Verleiher Dan Talbot, der seit über vierzig Jahren mit europäischen Arthouse-Filmen und US-Independent-Produktionen die Filmkultur News Yorks bereichert.

Die Preisverleihung der 54. Berlinale findet am 14. Februar im Berlinale-Palast statt. Vergeben werden der Goldene Bären für den besten Film sowie mehrere Silberne Bären für besondere Einzelleistungen. Außerdem verleiht die Jury den Preis für den besten europäischen Film, den Blauen Engel, als Hommage an Marlene Dietrich, sowie den Alfred-Bauer-Preis, in Erinnerung an den Gründer des Festivals, für einen Spielfilm, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet. Eröffnet wird das Festival am 5. Februar mit dem amerikanischen Bürgerkriegsdrama "Cold Mountain", der auf der Berlinale außer Konkurrenz läuft.

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