Filmfestspiele Fünf Berlinale-Kandidaten stehen fest

Die ersten Wettbewerber und den Goldenen Bären 2004 stehen bereits fest: Renommierte Regisseure wie Romuald Karmakar, Ron Howard und Manuel Gutierrez Aragón schicken ihre neuen Filme in den Wettbewerb der Berlinale.


Berlin - Rund zwei Monate vor Beginn der Berliner Filmfestspiele sind die ersten Wettbewerbsfilme festgelegt. Von der tragischen Liebesgeschichte über das politische Psychodrama, vom historischen Thriller bis zur intimen Familiensaga reiche die Spannbreite, erklärte Festivaldirektor Dieter Kosslick am Montag in Berlin. Die fünf bereits für den Wettbewerb vorgesehenen Produktionen kommen aus Deutschland, Spanien, Dänemark, Kroatien und den USA.

"Die Nacht singt ihre Lieder" heißt die neue Produktion des deutschen Regisseurs Romuald Karmakar ("Der Totmacher"). Die Liebestragödie ist im Berliner Szenebezirk Mitte angesiedelt und erzählt von Enttäuschungen und Erwartungen eines jungen Paares. Gedreht wurde der Film nach einem Theaterstück des norwegischen Autors Jon Fosse.

Der amerikanische Regisseur Ron Howard, Oscar-Gewinner für "A Beautiful Mind", schickt seinen Western "The Missing" in den Wettbewerb, der nach Motiven des Romans `The Last Ride" von Thomas Eidson entstanden ist. Die Hauptrollen spielen Tommy Lee Jones und Cate Blanchett.

Aus Spanien kommt "La vida que te espera ("Your Next Life") des Regisseurs Manuel Gutierrez Aragón nach Berlin. Die tragische Liebes- und Familiengeschichte ist in der ländlichen Abgeschiedenheit Nordspaniens angesiedelt. Aragón zählt zu den bekanntesten und renommiertesten Regisseuren Spaniens.

Aus Kroatien kommt der Wettbewerbsbeitrag "Svjedoci" ("Die Zeugen") von Vinko Bresan, der in seinem Heimatland bereits zahlreiche Preise errungen hat und auch für den Auslands-Oscar nominiert ist. Der Film sorgte in Kroatien schon während der Produktion für heftige Diskussionen: Vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges schildert der junge Regisseur in drei parallel verlaufenden Geschichten die fatalen psychischen Auswirkungen von Kriegs- und Gewalterfahrung.

Annette K. Olsen geht mit ihrem zweiten Film "Forbrydelser ("In Your Hands") in die Berlinale. Darin erzählt die dänische Regisseurin sensibel die Begegnung einer jungen Pastorin in einem Frauengefängnis mit den Insassen.

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